Hans-Christian Brandt – mellowmessage

Destruktive Digitalstrategien? Die Sicht des Marketings

| Redakteur: Georgina Bott

Hans-Christian Brandt ist Senior Consultant für Digital Marketing Management bei mellowmessage. Mit Kundenverständnis, Expertise und Leidenschaft unterstützt er international agierende B2B Unternehmen bei der Weiterentwicklung ihrer digitalen Marketing Strategie.
Hans-Christian Brandt ist Senior Consultant für Digital Marketing Management bei mellowmessage. Mit Kundenverständnis, Expertise und Leidenschaft unterstützt er international agierende B2B Unternehmen bei der Weiterentwicklung ihrer digitalen Marketing Strategie. (Bild: mellowmessage GmbH)

Als Senior Consultant für Digital Marketing Management bei der Digitalagentur mellowmessage berät Hans-Christian Brandt internationale B2B Unternehmen bei der Weiterentwicklung ihrer digitalen Marketing Strategie. Uns hat er seine drei B2B Marketing Trends für das Jahr 2018 verraten.

Disruptive Entwicklungen, die unser Geschäft komplett verändern beziehungsweise unsere Produkte und Dienstleistungen ersetzen, sind selten. Ziemlich selten. Doch wenn es passiert, hat es meist einen entscheidenden Grund, der die Veränderungen vorantreibt. Ein schönes Beispiel ist das Verlagswesen. Nicht das Internet ist schuld, dass sich Verlage neu aufstellen mussten. Die Kunden waren schuld daran. Ihre Gewohnheiten und Erwartungen haben die Medienlandschaft nachhaltig verändert. Kostenlose inTime Informationen ließen unter anderem die Druckauflagen stetig sinken, da gedruckte Nachrichten teurer sind und länger brauchen. Bis man sich zurück auf den Kunden besann und exklusive Inhalte beziehungsweise individuelle Mehrwerte und Produkte anbot.

Viele Unternehmen denken zuerst über sich selbst nach. Was wollen wir durch die Digitalisierung optimieren und erreichen? Etwa bessere Arbeitsabläufe und Kommunikation sowie weniger Aufwände oder Kosten. Diese Überlegungen sind richtig und sinnvoll, aber ohne eine Betrachtung und Einbeziehung des Menschen, ob Kunde oder Mitarbeiter, meist destruktiv. Der Sinn der Digitalisierung ist, den Kunden besser zu verstehen und seine Bedürfnisse schnell zu decken. Stattdessen wird innovative Technologie angeschafft, die keiner dringend braucht und teils keiner bedienen kann. Daten werden zwar gesammelt, aber nur selten ausgewertet. Es fehlt schlicht an Zeit und Know-how. Oft kennen wir die Bedürfnisse des Kunden nicht ausreichend und springen einfach ins kalte Wasser der Digitalisierung. Der Weg führt nur über den Kunden zum Ziel.

Und hier kommt das Marketing ins Spiel ...

Das Marketing ist nicht Erfüllungsgehilfe einer Digitalisierungsstrategie, sondern Ausgangspunkt dieser. Die Aufgabe des Marketings ist es, frühzeitig Veränderungen zu erkennen und im Kontakt mit dem Kunden zu bleiben, um so disruptive Entwicklungen vorherzusehen. Dies kann durch direkten Kundendialog und Datenanalysen geschehen. Deshalb hier mein Versuch, Trends für 2018 zu setzen:

1. Den Kunden viel besser verstehen.
Kontinuierliche Kundenbefragungen zu Services und Produkten steigern nicht nur das Wissen über relevante Probleme, sie schaffen Verständnis über die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse. Die gesammelten Daten geben weiteren Aufschluss über die gesuchten Themen. Letztlich erlauben uns diese zwei Punkte eine relevantere und emotionale Ansprache des Kunden, auf der Basis von Verständnis und Vertrauen. Besonders im B2B Bereich gibt hier es noch einiges zu tun.

2. Mit diesem Wissen lohnt es sich, das Thema E-Commerce weiter voranzutreiben.
Die Customer Journey den Kundenerwartungen entsprechend anzupassen und bis zum wiederholten Kauf eines Kunden zu planen. Oft wird die Kundenbindung vernachlässigt und sich zu stark auf Neukunden konzentriert. Dies wird auch 2018 viele B2B Unternehmen beschäftigen.

3. Damit das alles funktionieren kann, ist es wichtig, strategisch zu planen.
Ziele zu setzen und das Marketingwissen dort einzubringen, wo es gebraucht wird, beispielsweise in einer digitalen Strategie. Neben den Kunden hat diese auch Auswirkungen auf Prozesse, Finanzen und vor allem Mitarbeiter. Entwickeln wir das Know-how im Unternehmen weiter. Dann sind disruptive Entwicklungen nicht destruktiv und Veränderungen schneller erkennbar und handhabbar.

Jetzt kennen Sie meine Sicht zum Thema Digitalstrategien. Von dieser leicht überspitzten Perspektive nehme auch ich mich nicht heraus. Wie steht es um Ihr B2B Unternehmen – folgen Sie diesen Trends?

Über mellowmessage

Die Digital Marketing Agentur mellowmessage positioniert seit 1997 international agierende B2B Unternehmen auf dem digitalen Markt. Von der strategischen Beratung bis zur langfristigen Betreuung übernimmt der Full-Service-Dienstleister das digitale Marketing Management und kampagnenorientierte Online Marketing. Das Portfolio umfasst unter anderem Business Websites, mobile Business Apps und Service & Support.

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