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Schulungen und Events Die 5 Top-Flops bei B2B-Mitarbeiterschulungen

| Autor / Redakteur: Göran Göhring / Georgina Bott

Schulungen und interne Events sind im B2B eine gute Möglichkeit, Mitarbeitern eines Unternehmens die zum Teil komplexen Produkte und Services näher zu bringen. Doch solche Schulungen floppen dank falscher oder schlechter Konzepte häufig.

Besonders im B2B-Sektor, in dem Produkte und Services oft erklärungsbedürftig sind, eignen sich innovative Interaktionslösungen zur Wissensvermittlung.
Besonders im B2B-Sektor, in dem Produkte und Services oft erklärungsbedürftig sind, eignen sich innovative Interaktionslösungen zur Wissensvermittlung.
(Bild: STAGG & FRIENDS)

Häufig setzen Marketer bei Mitarbeiterschulungen und Vertriebstrainings auf falsche oder schlecht durchdachte Konzepte. Die Folge: Statt begeisterter Event-Teilnehmer nur gähnende Langeweile und „Däumchen-Drehen“. Damit eine B2B-Mitarbeiterschulung nicht floppt, sollten die folgenden fünf Fehler vermieden werden.

Flop 1: 08/15 Standard-Schulungen

Mit Standard-Schulungen beschäftigt man die Mitarbeiter – mehr aber nicht. Denn um sie zu einem wertschöpfenden Beratungs- oder Verkaufsgespräch zu befähigen, braucht es mehr, als einen Schulungsraum und die klassische PowerPoint-Präsentation des Produktmanagements. Heute funktionieren Trainings nicht mehr ohne ein strategisch durchdachtes Content-Konzept sowie eine zielgruppengerechte Aufbereitung der Markenwerte und Produkt- oder Servicebotschaften. Besonders im B2B-Sektor, in dem Produkte und Services oft erklärungsbedürftig sind, eignen sich innovative Interaktionslösungen zur Wissensvermittlung. Beispielsweise Gamification-Elemente, digitale Tools oder Devices.

Flop 2: Alles dreht sich nur um das Produkt

Öd, öder – Fact Sheets und Techniktabellen. Begeisterung entsteht nicht durch die reine Kommunikation von Produktfeatures. Stattdessen geht es um die Marke und um emotionale Geschichten hinter einem Produkt, die begeistern und die es zu erzählen gilt.

Flop 3: „Old School“-Kreation

B2B-Events und Schulungs-Konzepte werden vielfach noch zu statisch, eintönig und nach dem „so haben wir es doch schon immer gemacht“-Prinzip geplant. Stattdessen gilt es, außerhalb gewohnter Bahnen und in abwechslungsreichen Trainings und Methoden zu denken. So könnte eine Station der Schulung im Park, auf einem Boot oder auf dem Sportplatz stattfinden, um ein unvergessliches Erlebnis durch einen Perspektivwechsel zu erschaffen. Ergänzt werden die Schulungen vor, während und nach dem Event mit kreativen Tools und Apps auf digitalen Geräten und Plattformen. Ziel dabei ist es, die Eigeninitiative der Teilnehmer und eine stärkere Interaktion sowie den Dialogcharakter einer Veranstaltung zu fördern.

Flop 4: Sammelsurium an Einzelmaßnahmen

Werden Mitarbeiterevents und Face-to-Face-Schulungen nur als Einzelmaßnahmen durchgeführt, entstehen abgehackte Informations-Stränge ohne Kontext oder Markenrelevanz. Für ein umfassendes Trainingserlebnis bedarf es jedoch einer sinnstiftenden, inhaltlichen Brücke zwischen Face-to-Face-Trainings und e-Learning-Tools sowohl im Vorfeld und als auch im Nachgang des Events. Das erlernte Wissen bleibt so nachhaltig in den Köpfen der Teilnehmer verankert und macht diese zu Markenbotschaftern.

Flop 5: Schlechte Orga und Technik-Streiks

Events und Trainings sind immer live, das heißt, es gibt keine Wiederholung. Ganz gleich wie kreativ und mitreißend eine B2B-Schulung methodisch und konzeptionell gestaltet wird, sobald die Umsetzung Mängel aufweist, ist der Aufwand im Vorfeld wenig wert. Deshalb gilt es, reibungslose Abläufe zu garantieren – sei es bei der Technik, dem Catering oder dem Service – um eine Veranstaltung auf höchstem Niveau zu verwirklichen und die Zielgruppe zu aktivieren.

Mitarbeiterschulungen und interne Events sind im B2B-Sektor eine hervorragende Möglichkeit, Mitarbeitern und Vertrieblern eines Unternehmens die zum Teil komplexen Produkte und Services – kurzum: die Marke – näher zu bringen. Ziel ist es, Begeisterung, Wertschätzung und Markenwerte zu vermitteln, um einen signifikanten Wettbewerbsvorteil zu sichern. Dazu muss die Marke jedoch über Face-to-Face-Trainings und darüber hinaus kreativ und nachhaltig erlebbar gemacht werden.

Göran Göhring ist geschäftsführender Partner der Agentur STAGG & FRIENDS.
Göran Göhring ist geschäftsführender Partner der Agentur STAGG & FRIENDS.
(Bild: STAGG & FRIENDS / PATRICIA-EICHERT)

Über den Autor

Göran Göhring ist geschäftsführender Partner der auf Live-Experience fokussierten Agentur STAGG & FRIENDS. Mit seinem Agenturteam kreiert er seit über 20 Jahre Events, von Trainings Face-to-Face und Digital über Presseveranstaltungen bis Management-Konferenzen.

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