Für viele Unternehmen im B2B Bereich sind Nachhaltigkeitsmaßnahmen bereits verpflichtend und relevanter denn je. Ein Treiber, um Nachhaltigkeit in Organisationen voranzubringen, sind die Mitarbeitenden. Doch wie können Sie diese erfolgreich einbeziehen?
Mitarbeiter mit einbeziehen – so gelingt eine erfolgreiche nachhaltige Transformation.
Unternehmen stehen vor der Herausforderung, messbare Nachhaltigkeit in tägliche Prozesse, Lieferketten, Produkte und Dienstleistungen zu integrieren. Zum einen, um den Erwartungen der zunehmend nachhaltigen Kundschaft gerecht zu werden, zum anderen, um gesetzliche Vorgaben, wie die CSR-Berichtspflicht oder das Lieferkettensorgfaltspflichtgesetz einzuhalten. Zwei grundlegende Veränderungen, weshalb immer mehr Unternehmen nach Mitarbeitenden mit Fähigkeiten im Bereich Nachhaltigkeit suchen. Laut LinkedIn stieg die Zahl an Stellenanzeigen, die nach solchen Eigenschaften fragen, zwischen 2016 und 2021 um jährlich 8 Prozent. Mitarbeitende spielen eine wichtige Rolle, um die nachhaltige Transformation mitzugestalten. Um ihr Potenzial vollkommen auszuschöpfen, müssen sie allerdings die richtigen Mittel an die Hand bekommen. Auch um den sogenannten Sustainability Skill Gap, also die Lücke zwischen notwendigen und aktuell vorhandenen Fähigkeiten, zu schließen.
Bevor wir darauf eingehen, wie die nachhaltige Transformation gemeinsam mit allen Mitarbeitenden gemeistert werden kann, schauen wir uns an, welche konkreten Vorteile das Wirtschaften innerhalb der planetaren Grenzen für Betriebe haben kann. Denn die Transformation schnell anzustoßen, lohnt sich in mehrfacher Hinsicht.
So profitieren Unternehmen von der nachhaltigen Transformation
Nachhaltiges Wirtschaften und die Etablierung von Klimaschutzmaßnahmen im Unternehmen sind je nach Branche Grundvoraussetzung oder stellen einen echten Wettbewerbsvorteil dar.
Die wirtschaftlichen Vorteile nachhaltiger Praktiken sind vielfältig. Die Einhaltung bereits genannter rechtlicher Verpflichtungen wird unterstützt und sogar finanzielle Förderungen, die nachhaltige Projekte in Unternehmen unterstützen, stehen zur Verfügung. Dazu zählen zum Beispiel Förderungen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Und nicht nur durch Förderungen kann die nachhaltige Transformation in Unternehmen sich finanziell positiv auswirken. Sie kann auch zu Kosteneinsparungen führen. Beispielsweise durch Energieeffizienzmaßnahmen, die sowohl die Umwelt schonen als auch das Budget.
Hinzu kommt, dass Kunden vermehrt auf Nachhaltigkeit achten und Erwartungshaltungen an die Wirtschaft haben. Im B2B Bereich schauen produzierende Betriebe beispielsweise darauf, wie nachhaltig ihre Zulieferer sind oder woher die genutzten Materialien stammen. Effektive, glaubwürdige Nachhaltigkeitsmaßnahmen lassen sich gut an die eigene Kundschaft kommunizieren.
Insgesamt sind nachhaltig handelnde Unternehmen zukunftssicher. Sie reagieren auf das dringlichste Problem unserer Zeit und stellen dadurch sicher, dass sie zukünftig krisenfest aufgestellt sind.
Wie Unternehmen Mitarbeitende in den nachhaltigen Wandel einbeziehen
Doch wie kann die nachhaltige Transformation gelingen? Indem alle Mitarbeitenden einbezogen werden!
75 Prozent der Arbeitnehmer ist es laut einer StepStone-Studie wichtig, dass ihre Arbeitgeber Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert zuschreiben. Daher ist es auch ein positives Signal an Mitarbeitende, sie in Nachhaltigkeitsmaßnahmen einzubeziehen. Damit dies gelingt, müssen sie über die Notwendigkeit der nachhaltigen Transformation aufgeklärt und befähigt werden, selbst Veränderungen anzustoßen und umzusetzen. Ich beobachte, dass Schulungen rund um Umwelt und Klima zu diesem Zweck ein unverzichtbarer Ansatz sind. Sie unterstützen die Mitarbeitenden dabei, wissenschaftliche Grundlagen der Nachhaltigkeit zu verstehen und können Maßnahmen darstellen, die jeder Arbeitsalltag umsetzen kann. Doch um Mitarbeitende möglichst gewinnbringend für alle zu schulen, müssen Verantwortliche in Betrieben einige Aspekte beachten.
Keine konkreten Nachhaltigkeitsmaßnahmen führen vermehrt zu Conscious Quitting also einer Kündigung aufgrund mangelnder nachhaltiger und sozialer Verantwortung. Laut einer KPMG-Studie von Januar 2023 haben in Großbritannien 20 Prozent der 6.000 Befragten bereits einen Job abgelehnt, weil die Werte des Unternehmens nicht mit ihren eigenen übereinstimmen. Viele Mitarbeitende fordern heutzutage, aktiv an Nachhaltigkeitsmaßnahmen ihres Arbeitgebers teilzuhaben. Allerdings wird es auch Mitarbeitende geben, die zu Beginn unsicher sind, ob die Maßnahmen sinnvoll sind oder solche, die schlichtweg Probleme haben, die Maßnahmen in ihren Alltag zu integrieren. Daher braucht es auch die richtige extrinsische Motivation. Zur Einführung neuer Nachhaltigkeitsmaßnahmen empfehle ich zum Beispiel eine interne Informationsveranstaltung, bei der alle Mitarbeitenden relevante Informationen erhalten und von Anfang an Teil des Wandels sind. Darüber hinaus muss im Arbeitsalltag Zeit zur Verfügung stehen, um Schulungen und Weiterbildungen wahrzunehmen. Digitale, asynchrone Lernerfahrungen eignen sich, da sie besonders unkompliziert sind. Sind die Inhalte dann noch in Häppchen eingeteilt, statt stundenlanger Schulungen, sind sie besonders gut in den Arbeitsalltag integrierbar und bewirken, dass die Mitarbeitenden sich besser auf die Inhalte konzentrieren können und schlussendlich mehr mitnehmen. Auch die Gestaltung der Inhalte kann zur Motivation beitragen. Abwechslungsreiche Formate und ein Mix aus Medien können die Lernerfahrung unterhaltsamer machen und binden die Aufmerksamkeit. Der Einsatz von Gamification steigert die Motivation.
Stand: 08.12.2025
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Ebenso wichtig, wie den richtigen Rahmen für eine nachhaltige Lernerfahrung zu schaffen, ist es, die passenden Inhalte zur Verfügung zu stellen. Denn nur wenn Unternehmen den Mitarbeitenden die richtigen Fähigkeiten an die Hand geben, können sie auch einen Beitrag zum Wandel im Unternehmen leisten. Grundlagen sind dabei ebenso wichtig wie fortgeschrittene Lerninhalte. Während manche schon bereit für konkrete Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen sind, brauchen andere erst allgemeine Informationen. Denn nur wer die Wichtigkeit der nachhaltigen Transformation versteht, kann sich auch engagiert an ihr beteiligen. Sind die Grundlagen geklärt, ist es in Unternehmen von Bedeutung, Mitarbeitende in verschiedenen Positionen und Rollen abzuholen, damit sie in diesen Nachhaltigkeit in ihren Arbeitsalltag integrieren. Das bedeutet beispielsweise spezifische Kurse und Übungen für Fachkräfte im Marketing, in der Beschaffung und im Vertrieb. Hier sollten die Schulungen mitgeben, was in diesen Bereichen hinsichtlich Klima und Umwelt zu beachten ist, welche Möglichkeiten es gibt, nachhaltige Praktiken zu integrieren und wie sich das Berufsfeld durch die nachhaltige Transformation verändern wird. Dabei können Praxisbeispiele unterstützen. Im Marketing können das zum Beispiel Tipps für die Vermeidung von Greenwashing und für die Entwicklung ressourcenschonender Produkte sein.
Starten Sie Ihre nachhaltige Transformation
Die nachhaltige Transformation ist dringend erforderlich, um den Herausforderungen unserer Zeit gerecht zu werden und auf dem Markt Bestand zu haben. Daher empfiehlt es sich, so schnell wie möglich Maßnahmen zu ergreifen, um Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein in die Betriebstätigkeit zu integrieren. Die Mitarbeitenden dabei einzubeziehen, ist wesentlich für eine erfolgreiche Transformation. Denn vereinte Kräfte machen die Transformation einfacher und führen am Ende zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft mit zukunftsfähigen Unternehmen.
Life-Sciences richtet den Blick auf nachhaltige Ziele