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Einer für alle, alle für einen – wie Teamwork gelingt

| Autor / Redakteur: Svenja Op gen Oorth* / Burkard Müller

Teamwork kann durch gezielte Maßnahmen den Anforderungen der modernen Arbeitswelt gerecht werden.
Teamwork kann durch gezielte Maßnahmen den Anforderungen der modernen Arbeitswelt gerecht werden. (Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Mitten in einer sich massiv wandelnden Arbeitswelt wollen viele Unternehmen ihre Strukturen effizient ausrichten. Mit gezieltem Team-Coaching können sogar für kurze Zeit gebildete Projektteams offen, kreativ und innovativ zusammenarbeiten. Wie Teamwork gelingen kann.

Wir befinden uns inmitten eines großen Wandels. Die Arbeitswelt wird zunehmend agiler, flexibler, digitaler und internationaler. Diese Faktoren prägen die Zusammenarbeit mit Kollegen und Mitarbeitern entscheidend: Teams arbeiten längst nicht mehr vor Ort miteinander, sondern verteilen sich über den gesamten Globus. Kürzlich hat StepStone Führungskräfte aus Deutschland zum Thema Teamwork und Unternehmenskultur befragt.

Das Erschreckende: Mehr als 40 Prozent der Fachkräfte können im Team nicht offen über Fehler sprechen. Außerdem hapert es an der Offenheit für neue Ideen. Unter diesen Voraussetzungen werden wichtige Eigenschaften wie Selbstverwirklichung, Mut, Kreativität und vor allem der Spaß an der Arbeit unterbunden. Wer keine offene Fehlerkultur in seinem Team etablieren kann, der verhindert Wachstum, Weiterentwicklung und Innovationen und gerade darauf kommt es in Zeiten von Digitalisierung und dem rasanten Wachstum disruptiver Geschäftsmodelle an.

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Ein Wir-Gefühl unabhängig von Raum und Zeit

Nicht selten kommt es gerade bei kurzfristigen Projektteams vor, dass ein echtes „Wir-Gefühl“ nicht zustande kommt und auch von Seiten der Führungskraft Teamentwicklungsmaßnahmen nicht an oberster Stelle stehen. Doch bei temporärer Zusammenarbeit ist es wichtig, dass

  • die Stärken jedes einzelnen Mitarbeiters genutzt werden,
  • offen mit Fehlern umgangen wird und
  • ein Zusammengehörigkeitsgefühl entsteht.

Flexible Arbeitszeiten, Zeitverschiebung und räumliche Distanz erschweren die Teamarbeit deutlich. Trotzdem ist eine gute, kreative und produktive Zusammenarbeit möglich. Nur die Herangehensweise ist entscheidend.

Die goldenen Teamregeln

Vertrauen, Klarheit und Ziele sind die Basis für ein Team. Unabhängig des Projektzeitraums, ist identifikationsbasiertes Vertrauen die Voraussetzung für das Gelingen. Dabei muss Klarheit über Aufgaben, Zuständigkeiten und das individuelle und gemeinsame Ziel bestehen. Ist das nicht der Fall, und muss ein Teammitglied gegen seine Überzeugung und Interessen handeln, sinkt seine Motivation und eine innere Kündigung droht. Allein die Demotivation eines einzelnen Teammitglieds kann dazu führen, dass das Projekt scheitert. Die Identifikation jedes Einzelnen mit den vereinbarten Zielen und der Zugehörigkeit zur Gruppe, führt dazu, dass jeder bereit ist, alles für den Erfolg zu geben.

Einen Teamcoach einsetzen

Scheitert das Team bereits an der Basis, ist es ratsam einen Teamcoach zu Hilfe zu ziehen. Mit seinen spezifischen Methoden und Ansätzen, kann er gemeinsam mit dem Team die optimale Voraussetzung für die Zusammenarbeit schaffen und die Selbstorganisationskraft stärken.

Dabei ist es entscheidend, dass eine gemeinsame Vision beziehungsweise ein Ziel entwickelt und definiert wird. Der Sinn und Zweck der Zusammenarbeit muss darüber hinaus ebenfalls für alle Teammitglieder klar sein. Ein Wertekompass fasst die gemeinsamen Überzeugungen und Werte zusammen und dient der Orientierung.

Eine großer Vorteil der Teamarbeit ist es, dass es aus einem Bündel verschiedener Stärken und Kompetenzen besteht. Indem jedes Mitglied seine Stärken und Expertise in das Projekt einbringen kann, wird das bestmögliche Ergebnis erreicht. Aufgaben und Rollen müssen daher entsprechend der individuellen Stärken gewählt werden.

Entgegen der Meinung vieler Fachkräfte, dass es aufwendige und mehrtätige Teambuilding-Ausflüge und Workshops benötigt, um das „Wir-Gefühl“ zu entwickeln, kann ein echtes Team besser mit gezielten Einheiten im Alltag und der Ausstattung mit Methoden für die tägliche Praxis aufgebaut und gestärkt werden.

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Dran bleiben und Standards festlegen

Bei diesem Thema stellt sich häufig die Frage, ob es sich bei temporären Teams überhaupt lohnt, Teambuilding-Maßnahmen anzustreben. Oft ist die Projektdauer „nur“ für ein paar Monate angesetzt. Die Antwort ist: Auf jeden Fall! Teambuilding muss nicht immer mit einem aufwändigen Ausflug oder Workshops einhergehen. Es fängt bereits bei Kleinigkeiten an, wie den optimalen digitalen Mitteln zur Kommunikation, die international nahtlos und einfach funktionieren.

Zeit ist ein weiterer wichtiger Punkt - von Anfang an sollte ein Team regelmäßig Zeit für den Austausch einplanen. Video-Konferenzen beispielsweise mit Elementen aus SCRUM sorgen dafür, dass alle Teammitglieder auf dem aktuellen und gleichen Stand sind. Das fördert Vertrauen, denn Gespräche per Video sind persönlicher, emotionaler und direkter, als der reine Austausch per Telefon oder E-Mail. Projekte, an denen ein „echtes“ Team arbeitet, sind nachweisbar erfolgreicher, effizienter und können sogar neue Innovationen hervorrufen.

* Svenja Op gen Oorth ist Juristin, Diplom PR-Fachwirtin, Trainerin (dvct) und Coach (dvct), zudem Gründerin und Geschäftsführerin der eloquenza GmbH.

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