Suchen

Erfolgsturbo im Wissenszeitalter – Teil 1 Kooperation als Erfolgsmodell in der Geschäftswelt

Autor / Redakteur: Ulrike Stahl / Georgina Bott

Die Natur hat uns eine Art Hybridantrieb mitgegeben, der uns erlaubt, in der Gemeinschaft zu leben, gleichzeitig aber auch eine eigene Identität zu entwickeln und persönlich zu wachsen. Wie man das auf die Geschäftswelt anwenden kann, lesen Sie hier.

Firma zum Thema

Konkurrenz oder Kooperation? Je nach Situation können beide Varianten als Antrieb dienen.
Konkurrenz oder Kooperation? Je nach Situation können beide Varianten als Antrieb dienen.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Hierarchische Strukturen, ergebnisorientierte Karrierepfade, konkurrierende Zielvereinbarungen und der Kampf um Budgets oder Leistungszulagen. Wettkampf als Standardmodus. Was uns bis hierher gebracht hat, bringt uns im neuen Zeitalter der Wissensgesellschaft nicht weiter. Ob wir es wollen oder nicht – wir sind Teil eines größeren Systems. Manche Systeme können wir uns aussuchen, zum Beispiel in welchem Verein wir uns engagieren oder in welchem Unternehmen wir arbeiten. Zu anderen Systemen, beispielsweise unserer Familie, gehören wir einfach dazu. Beides eine gute Basis, um sich mit Kooperation als Erfolgsmodell zu beschäftigen.

Konkurrenz- und Kooperationsantrieb

Die Natur hat uns Menschen alles mitgeliefert, was wir brauchen, um kooperativ erfolgreich zu sein. Schon unser Körper ist ein Wunderwerk aus unterschiedlichsten Organen, die wunderbar kooperieren. Jedes tut seine Arbeit und stimmt sich mit den anderen so ab, dass der gesamte Körper, dessen Teile sie sind, optimal funktioniert. Der renommierte Medizinprofessor, Psychotherapeut und Autor des Buches „Prinzip Menschlichkeit – Warum wir von Natur aus kooperieren“ Joachim Bauer belegt mit seinen neurowissenschaftlichen Forschungen, dass wir in erster Linie auf soziale Resonanz und Kooperation angelegte Wesen sind. Stellen wir uns dazu ein Fahrzeug vor mit je zwei Rädern auf der linken und rechten Seite. Jede Seite wird von einem eigenen Antrieb gesteuert. Der Konkurrenzantrieb treibt die rechten Räder an, der Kooperationsantrieb die linken Räder. Es kann immer nur einer von beiden genutzt werden. Nutzen wir den linken Antrieb, wird das Fahrzeug eine Rechtskurve machen, nutzen wir den rechten Antrieb, wird sich das Fahrzeug nach links bewegen. Der Sinn eines Hybridantriebs ist, je nach Situation den jeweils effizienteren Antrieb einzusetzen.

Die Frage ist, stimmt unsere Bewertung noch, was der effizientere Antrieb ist oder folgen wir einfach weiter dem, was wir gelernt haben und was möglicherweise bisher als richtig galt. Sowohl unsere Erziehung als auch unsere Wirtschaftswelt lenken uns in die Richtung, dass Konkurrenz vor allem in Leistungssituationen der erfolgversprechendere Antrieb ist. Erlauben wir unserem auf Konkurrenz gepolten Autopiloten die Führung zu übernehmen, lenkt uns das immer wieder in die Vergangenheit. Mit Achtsamkeit, Einsatz- und Lernbereitschaft können wir gegensteuern. Und wir werden nicht nur erleben, dass wir persönlich erfolgreich sind, sondern darüber hinaus gemeinsam gewinnen.

Dem WIR in WIRtschaft einen Sinn geben

WIRtschaft funktioniert weder mit Konkurrenzdinosauriern, die nur ihre egoistische Gewinnmaximierung im Blick haben, noch mit Mitläufern, die sich einfach dem Prinzip unterwerfen und sich mit dem begnügen, was Andere ihnen zugestehen. Das WIR in WIRtschaft ist sicher kein Zufall, sonst würde es ja „Ichtschaft“ heißen. Auch die Definition von WIRtschaft steht dieser Idee nicht entgegen. Denn WIRtschaft steht für die Gesamtheit aller Einrichtungen und Handlungen, die einer planvollen Befriedigung der Bedürfnisse dienen. Die Herausforderung ist, dass wir dem WIR in WIRtschaft endlich einen Sinn geben.

Ergänzendes zum Thema
Das Buch zum Thema

So geht WIRtschaft!

Kooperativ. Kollaborativ. Kokreativ.

von Ulrike Stahl
168 Seiten, € 29,95
ISBN 978-3-96186-001-2
metropolitan Verlag

* In Teil zwei der Serie „Erfolgsturbo im Wissenszeitalter“, der am 1. März hier auf marconomy.de erscheint, erfahren Sie, warum der kokreative Austausch der Erfolgsfaktor der Zukunft ist und nebenbei ein besseres Arbeitsklima schafft.

Ulrike Stahl ist erfolgreiche Unternehmerin, engagierter Coach und begeisterte Kooperationsbotschafterin.
Ulrike Stahl ist erfolgreiche Unternehmerin, engagierter Coach und begeisterte Kooperationsbotschafterin.
(Bild: MM-PR)

Über die Autorin

Silodenken macht Menschen müde. Als Gemeindekämmerin hat Ulrike Stahl das selbst erlebt. Ihren Erweckungsmoment hatte sie bei den Vereinten Nationen, wo Kooperation und Kollaboration weltweit Frieden, Recht und Wohlstand fördern. Seit über 15 Jahren berät sie Unternehmen, Führungskräfte und Entrepreneure, wie sie den Erfolgsfaktor WIR für sich nutzen. Als Professional Speaker und Autorin inspiriert sie mit ihrem Credo: „Kooperativ. Kollaborativ. Kokreativ. So geht WIRTSCHAFT!"

(ID:45140547)