Rund 5.200 deutsche Unternehmen sind in China aktiv, Großteils Mittelständler. Doch mit dem eskalierenden US-chinesischen Handelskrieg sowie Chinas Drohgebärden gegenüber Taiwan und nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, wachsen die Unsicherheiten. Wie ist die Stimmung unter den China-Verantwortlichen in deutschen Unternehmen?
China-Verantwortliche in deutschen Unternehmen blicken auf schwierige Zeiten: Sollen sie weiterhin investieren oder abwarten? Eine aktuelle Umfrage liefert aktuelle Zahlen.
China ist für viele deutsche Unternehmen ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Handelspartner. Die gegenseitigen Abhängigkeiten sind gewaltig. Doch aktuelle Entwicklungen lassen viele Unternehmen zögern. Deswegen wollte die Vogel Communications Group (VCG) als großes deutsches Industriefachmedienhaus wissen: Wie ist die Stimmung unter den China-Verantwortlichen in deutschen Unternehmen?
Deutsche Unternehmen sind zögerlich
Einige Ergebnisse der Umfrage überraschen: Viele Unternehmen beobachten die Entwicklungen abwartend (62,5 Prozent). Doch knapp ein Viertel der Befragten mit Bedenken bezüglich der geopolitischen Spannungen denkt über den Rückzug aus China nach. Ein relevanter Anteil von 12 Prozent plant, seine Präsenz auf dem chinesischen Markt zu erhöhen, um mit besserer Kommunikation erfolgreicher und vertrauensvoller zu agieren. „Wir sind überzeugt, dass Nicht-Kommunikation immer die schlechteste Lösung ist – daher müssen wir genau wissen, was deutsche Unternehmen bewegt, was ihre Ziele und auch ihre Ängste sind“, erklärt Gerd Kielburger, Director International Business & Strategy der Vogel Communications Group, die Motivation hinter der Umfrage.
An der Blitzumfrage von Vogel Research und Vogel International im März 2023 haben sich 262 Manager:innen beteiligt, deren Unternehmen China entweder als wichtigen Absatzmarkt oder als Produktionsstandort nutzen oder mit chinesischen Lieferanten in einer Lieferkette verbunden sind.
Von knapp zwei Drittel der Umfrageteilnehmenden werden die Geschäftsbeziehungen mit chinesischen Partnern und Kunden aktuell als „sehr gut“ und „gut“ eingeschätzt (62 Prozent). Nur 8 Prozent bezeichnen die aktuellen Beziehungen als „schlecht“ oder „sehr schlecht“.
Bei der Frage, ob die geopolitischen Spannungen Einfluss auf die Geschäftsbeziehungen mit chinesischen Partnern haben, gehen die Meinungen deutlich auseinander: Während 49,2 Prozent den Einfluss bestätigen, haben 50,8 Prozent mit nein geantwortet. Ein Großteil derjenigen, die den Einfluss spüren (62,9 Prozent), sind zurückhaltend und beobachten die Entwicklungen noch. Doch 45 Prozent dieser Gruppe passen ihre Lieferketten bereits an, 36 Prozent verstärken ihre Aktivitäten in anderen Ländern des asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraumes (APAC). Knapp ein Viertel (24,8 Prozent) der ja-Antwortenden überlegt tatsächlich, sich aus China zurückzuziehen.
In weiteren Fragen wollte die VCG wissen, ob die spannungsgeladene Situation Konsequenzen für die Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen in oder für China haben. Knapp 35 Prozent bleiben beim Business-As-Usual und planen keine Veränderungen. Weitere 12 Prozent werden die Investitionen in Marketing und Kommunikation herunterfahren, während ebenfalls rund 12 Prozent die Investitionen hochfahren wollen. Mit etwas mehr als einem Drittel (39 Prozent) agiert ein großer Teil der Befragten abwartend und hat noch keine konkreten Pläne.
Kommunikationsexperten müssen die China-Tools beherrschen
Viele Unternehmen arbeiten in Sachen China-Kommunikation mit einem Partner zusammen, da der chinesische Markt hier sehr spezielle Herausforderungen bietet. Die meistgenannten Erwartungen an einen Kommunikations-Experten für China sind mit 43,5 Prozent die Präsenz in China sowie die Beherrschung aller relevanten Kommunikationskanäle mit 39,9 Prozent. Auch die Steigerung der Markenbekanntheit ist mir 27,4 Prozent ein wichtiges Ziel. Ein wesentlicher Anspruch an einen guten Kommunikationspartner ist mit 27,5 Prozent das Verständnis für die Themen und Zielgruppen des Unternehmens.
„Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die aktuellen geopolitischen Rahmenbedingungen viele Verunsicherungen mit sich bringen. Dennoch bleibt China für die Zulieferer ein Schlüsselmarkt – und das nicht nur in der Automobil- oder Automatisierungsbranche. Trotz aller politisch nachvollziehbaren Skepsis China gegenüber: Sowohl auf der gerade zu Ende gegangenen Hannover Messe als auch auf der China International Machine Tool Show in Peking oder der Auto Shanghai wurde erneut deutlich, welche überaus wichtige Rolle der chinesische Absatzmarkt für viele deutsche Hersteller spielt“, so Gerd Kielburger, Director International Business & Strategy bei Vogel Communications Group.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.