Aus- und Einblicke: wob AG – Teil 1

„Trends erfordern neue Formen der Markenführung“

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Fokussieren wir uns auf Menschen und deren Bedürfnisse im Kontext der Information Journey. Konzentrieren wir uns darauf, diese Momente zu planen, die im Kern das Wesen der Marke widerspiegeln und entscheidend für die Kundenbeziehung sind. Nutzen wir diese Momente, um über Digital Analytics Fakten und Muster zu erkennen und schneller zu lernen. Agile Markenführung erfordert von Marketeers den Mut, in echten Innovationen, Re-leases und Beta-Brands zu denken.

3. Interaction Branding: Marken führen sich selbst

Wem gehört eigentlich eine Marke und wie definiert sie sich? Marken sind Ecosysteme, die sich im Grunde selbst in jedem Moment der Interaktion über Produkte, Plattformen, Apps, Mitarbeiter oder 140-Zeichen etc. definieren. Es sind starke Marken, wenn sie es schaffen, in der digitalen Welt ihre Orientierungsfunktion sicherzustellen und positive Erlebnisse und Erfahrungen bieten. Erst wenn alle Momente entlang der Customer Journey durchweg überraschend und überzeugend sind, stellen sie sowohl für Konsumenten als auch Marken einen Vorteil da.

Die propagierte und die erlebte Qualität spielen in der vernetzten und transparenten Welt eine essenzielle Rolle und sind von entscheidender Bedeutung für den Dialog und im Social Web. Deshalb muss Markenkommunikation auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet werden. Das bedeutet zu verstehen, wo und wie Kunden mit der Marke interagieren, und die Systeme auf ihre individuellen Bedürfnisse anzupassen.

4. Information-Branding: Marken müssen Teil einer progressiven Information Journey werden

Der erste Kontaktpunkt mit Marken ist in vielen Fällen digital. Somit ist digital zu einem markenprägenden Kanal geworden. Das gilt nicht nur für Owned Channels wie zum Beispiel die Corporate Website. Denn diese Touchpoints gelten in der Information Journey nur für Marken, die bereits Top of Mind sind. Innerhalb der Information Journey kommt Suchmaschinen, Blogs und Foren eine wesentliche Rolle zu. Und das nicht nur in der Awareness-Phase. Es ist kein Geheimnis, dass innerhalb des B2B-Buying-Cycles eine Vielzahl heterogener Entscheider eine Rolle spielen.

Vielleicht neu ist jedoch aufgrund der Verfügbarkeit und Transparenz der Informationen das Engagement der einzelnen Teilnehmer wie zum Beispiel des Einkäufers. Hier spielen Kommunikationskonzepte, die auf Sharebility von Inhalten ausgelegt sind, eine wesentliche Rolle. Denn alleine die Verfügbarkeit von Markeninformation beeinflusst uns emotional wie rational. Doch muss die Taktung der Inhalte innerhalb der Information Journey und Owned Channels auf den Entscheidungsprozess abgestimmt werden. Ganz gleich ob Inhalte je nach Zielgruppe und Phase einen Unterhaltungswert, einen Nutzwert oder sogar beides besitzen.

* Neben Daniel Groh haben uns auch drei weitere Köpfe von wob die Themen verraten, die sie derzeit bewegen – und die Marketers und Agenturen auf dem Schirm haben sollten. Teil 2 bis 4 der Aus- und Einblicke von wob finden Sie in Kürze hier.

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Über den Autor:

Hat ein digitales Herz und eine Markenseele: Daniel Groh, Digital Account Director bei wob.
Hat ein digitales Herz und eine Markenseele: Daniel Groh, Digital Account Director bei wob.
( Bildquelle: wob AG )
Daniel Groh hat ein digitales Herz und eine Markenseele. Nach einer Ausbildung zum Film Editor an der Akademie für Kommunikation arbeitete er unter anderem bei Publicis und Ogilvy für Kunden wie Coca-Cola, Hewlett Packard, Globus und Ford. Seit 2010 ist er bei wob AG als glücklicher Digital Account Director. Hier schmiedet er Konzeptionen für American Express, BASF, Citrix, E.ON, Messe Frankfurt, T-Systems, Schott und VDMA.

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