Vertrieb und Marketing arbeiten meist isoliert voneinander – das ist allerdings nicht mehr zeitgemäß: Denn im Verlauf der Customer Journey greifen beide ineinander. Daher müssen die Verantwortungsbereiche bei einem People-based-Marketing-Ansatz nahtlos zusammenspielen.
Beim People-based-Marketing-Ansatz ist es essenziell, dass Marketing und Vertrieb ein gutes Team sind.
Üblicherweise übernimmt das Marketing die erste Phase der Customer Journey: Es versucht zunächst einmal, mit passgenauen Kampagnen Interesse zu wecken und auf die Marke aufmerksam zu machen. In dieser Vorkaufsphase hat der Kunde ein bestimmtes Bedürfnis oder ist auf der Suche nach einer Lösung für ein konkretes Problem – meist online. Anschließend evaluiert er verschiedene Produkte oder Dienstleistungen und nimmt Kontakt mit dem Vertrieb auf. Ab jetzt hat der Kunde ein „Gesicht“. Traditionellerweise legt der Vertrieb dann den Stammdatensatz an und gewinnt im Verkaufsgespräch wertvolle Informationen, sodass er die optimale Lösung vorschlagen kann. Doch auch nach einem erfolgreichen Kaufabschluss ist die Reise noch nicht zu Ende. Dann geht es darum, den Kunden weiterhin mit passenden Informationen zu bespielen und zu begleiten: Ist ein ergänzendes Produkt für ihn interessant? Oder hat er Schulungsbedarf?
Höhere Effizienz und eine konsistente Customer Experience
Vertriebs- und Marketing-Aufgaben wachsen in einer kundenzentrierten CRM-Strategie immer mehr zusammen und sollten einander unterstützen. So ebnen personalisierte, passgenaue Kampagnen zum Beispiel den Weg für den Vertrieb. Dieser erhält dadurch hochqualitative Leads und kann sich auf eine inhaltlich bessere Betreuung der Kunden fokussieren. Kaltakquise wird weniger wichtig – stattdessen klinken sich Marketing sowie Vertrieb schon früher in den Entscheidungsprozess des Kunden ein und sind stärker als Berater gefragt, können gleich tiefer ins Detail gehen und effizienter agieren. Umgekehrt kann der Vertrieb dem Marketing helfen, indem er die gewonnenen Informationen zur Verfügung stellt oder den Kunden im Verkaufs- oder Beratungsgespräch beispielsweise dazu animiert, einen Newsletter zu abonnieren. So können Unternehmen aus Daten über Bestandskunden die optimal zu bewerbenden Kundengruppen ableiten. Die Fachabteilung ist in der Lage, neue Leads einfacher zu qualifizieren, wenn sie die Erfolgswahrscheinlichkeit schon vorab anhand von wenigen Merkmalen beurteilen kann. Es ist denkbar, diese Scoring-Mechanismen auch automatisiert laufend in der Customer Journey einzubinden.
Eine enge Zusammenarbeit von Vertrieb und Marketing ist essenziell, um eine positive Customer Experience zu erzielen. Denn Kunden wollen in allen Phasen ihrer Customer Journey und über alle Kanäle hinweg persönlich und mit relevanten Inhalten angesprochen werden. Gerade im B2B-Umfeld, in dem es meist um hochpreisige Produkte und langfristige Entscheidungen geht, erwarten sie eine exzellente Betreuung. Da wäre es mehr als nur ärgerlich, eine Anzeige für eine Lösung zu erhalten, die man als Kunde bereits erworben hat.
Der Schlüssel ist eine gemeinsame Datenbasis
Damit es gelingt, die hohen Erwartungen zu erfüllen, benötigen Unternehmen eine 360-Grad-Sicht auf den Kunden. Alle Daten, die dieser bei jedem Touchpoint mit dem Unternehmen hinterlässt – egal ob beim Kontakt mit dem Marketing oder dem Vertrieb – müssen zu einem Gesamtbild zusammenfließen. Nur wenn alle Mitarbeiter abteilungsübergreifend auf dieselbe Datenbasis zugreifen, können sie für eine konsistente Kundenerfahrung sorgen. Dafür ist es empfehlenswert, sämtliche Marketing-Tools mit einer einheitlichen Datenbasis zu verbinden. Die Basis muss ein „Single Point of Truth” sein, die als einzig wahre Informationsquelle für sämtliche Marketing- und Vertriebsaktionen gilt, sodass alle Abteilungen stets auf demselben Wissensstand sind. Egal, auf welchem Weg eine Information über einen Kunden gesammelt wird: Sie landet in dieser Datenbank. Diese stellt zudem einheitliche Prozesse für die Verarbeitung und Verteilung der Daten bereit. Ein auf die Customer Experience ausgerichtetes Content Management System ermöglicht anschließend im Zusammenspiel mit der Datenquelle, automatisiert personalisierten sowie passgenauen Content auszuspielen.
Ein solches Konzept setzte ein großes deutsches Unternehmen aus der Automatisierungstechnik bereits erfolgreich um. Es nutzt die Salesforce Marketing Cloud in Verbindung mit der Salesforce Sales Cloud und einer individuell angepassten Version des Content Management Systems Sitecore. Meldet sich ein potenzieller Kunde nun zum Beispiel zu einem Vertriebsevent an, kann er sich dabei gleichzeitig für einen Newsletter registrieren. Stellt er eine Anfrage an den Vertrieb, erhält auch das Marketing diese Daten und kann dynamisch Content ausspielen, der auf seinen Informationsbedarf zugeschnitten ist. Mithilfe der Marketing Cloud ist das Unternehmen in der Lage, kundenbezogene Mailing Journeys über alle Kanäle und Endgeräte zu erstellen.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Zusätzlich setzt das Unternehmen eine Lead-App ein. Knüpft ein Sales-Mitarbeiter zum Beispiel am Messestand einen neuen Kontakt, kann er den Lead direkt über ein mobiles Endgerät in die App eintragen. Dabei erfasst er auch, welche Bedürfnisse der Kunde hat, und leitet mögliche Reaktionen ein. So kann ein Berater den Kunden umgehend kontaktieren und seine Detailfragen beantworten.
Dazu sind über diesen konkreten Einsatzfall hinaus viele Erweiterungen denkbar: Eine Ansprache über Soziale Medien oder Online-Werbung, die mit den Kundenbestandsdaten verknüpft ist, würde zu zusätzlicher Awareness führen und dazu beitragen, die Aufmerksamkeit und Loyalität der Endkunden nachhaltig zu steigern.
People-based-Marketing bedeutet, den Kunden in den Mittelpunkt zu rücken. Seine Customer Journey und Customer Experience werden zum Dreh- und Angelpunkt für sämtliche Marketing- und Vertriebsaktivitäten. Dabei ist es entscheidend, über die gesamte Customer Journey hinweg für eine konsistente Erfahrung mit einer persönlichen Ansprache und passgenauen Inhalten zu sorgen. Um das zu ermöglichen, dürfen Vertrieb und Marketing nicht länger in Silos arbeiten. Sie müssen auf dieselbe Datenbasis zugreifen und perfekt zusammenspielen. Die technische Grundlage dafür können gängige Marketing- und CRM-Systeme bilden und ein auf die Customer Journey ausgerichtetes Content Management System. Und auch auf menschlicher Seite ist ein Umdenken gefragt. Denn nur wenn Marketing und Vertrieb an einem Strang ziehen, erreichen sie die nachhaltig besten Ergebnisse.