Content Management

Warum ein Brand Content Management?

| Autor / Redakteur: Peter O'Neill / Annika Lutz

Eine der Hauptaufgaben eines Brand Content Managements ist die Verwaltung und Verteilung digitaler Inhalte.
Eine der Hauptaufgaben eines Brand Content Managements ist die Verwaltung und Verteilung digitaler Inhalte. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Die Ergebnisse der jüngsten Forschung im Bereich Brand Content Management haben einige Diskussionen ausgelöst und bei vielen einige Fragen offen gelassen. Unser Autor Peter O´Neill stellt sich dieser Diskussion und beantwortet die Frage „Wozu eine Softwarekategorie als Brand Content Management deklarieren?“.

Zu meiner jüngsten Forschung im Bereich Brand Content Management haben mich viele Anfragen erreicht. Nicht nur zu den Anbieter-Scorecards – obwohl diese sicherlich auch eine Menge Diskussionen auslösten. Noch mehr Anfragen bekam ich jedoch wegen des Namens an sich. Die Leute fragen sich: „Wozu eine Softwarekategorie als Brand Content Management deklarieren?“

Nun, erstens entwickle ich durch meine Forschung keine neue Software-Anwendungskategorie. Ich versuche vielmehr, die Welt aus Sicht der Anwenderunternehmen zu betrachten und ihren wichtigsten Geschäftsprozess oder vielleicht Prozessfamilie zu benennen. Warum? Weil genau so viele Unternehmen Automatisierungsgeschäfte planen werden und nach geeigneten Software oder SaaS-Anbietern suchen. Wenn wir unsere Umfragen durchführen, diskutieren wir deshalb immer zuerst den Prozess und sprechen danach erst über die Anbieter, mit denen sie zusammenarbeiten, um diesen Prozess im Unternehmen zu verbessern.

Was muss ein Brand Content Management leisten?

Ich würde sagen, dass Brand Content Management heute ein Schlüsselprozess in jeder Marketingabteilung ist. Neben der effektiven Verwaltung und Verteilung aller ihrer digitalen Inhalte müssen Marketingspezialisten auch ihre Markenbotschaften für das gesamte Unternehmen erstellen und schützen – von der Unternehmensmarke bis hin zu den einzelnen Botschaften rund um die Produkte. Unternehmen, die in einer stärker dezentralisierten Marketingumgebung arbeiten, müssen diesen Prozess sogar in Ökosystemen von Tochtergesellschaften und externen Geschäftspartnern einsetzen. In einer Umfrage der Demand Metric Research Corporation im Jahr 2016, an der 247 Unternehmen teilnahmen, stimmten fast 90 Prozent der Befragten zu, dass es wichtig ist, ihre Marken konsequent an allen Orten zu präsentieren, an denen Menschen auf sie treffen könnten – doch weniger als die Hälfte ist dazu auch wirklich in der Lage.

Eine Marke ist mehr als nur ein Logo

In früheren Zeiten bestand eine Marke nur aus Logo, Schriftart und Pantone-Referenz und Marketingspezialisten halfen ihren Businesspartnern dabei, die richtige Marke richtig zu verwenden. Heute ist die Marke eine Kombination aus Zweck, Positionierung, Botschaft, Persönlichkeit und Werten: eine Marke ist das Versprechen beziehungsweise der Eindruck, den Sie hinterlassen möchten. Und dieser wird durch jeden Satz, der in Ihrem Namen veröffentlicht wird, übermittelt – und letzten Endes auch durch alle Mitarbeiter des Unternehmens. Durch den Einsatz digitaler Marketing-Technologien haben Marketer heute jedoch die Möglichkeit, die Kontrolle und Konformität dessen zu wahren.

Die Umfrage, die wir zum Thema Brand Content Management durchgeführt haben, brachte dies zum Vorschein. Der meistgenannte Grund für Investitionen stellt demnach eine „gesammelte Verwaltung aller Content-Objekte“ dar, dicht gefolgt vom „Management von Markenbotschaften im gesamten Unternehmen.“

Die besten Brand Content Management-Anbieter

Der deutsche Content Management Anbieter ‚BrandMaker‘ wurde von den Anwendern in dieser globalen Studie am besten bewertet. Darauf folgten Anbieter Censhare (auch Deutsch), BrandMuscle, BrandSystems (Schwedisch) und Adobe. Auch MarcomCentral, Bynder (Niederländisch), OpenText, Pica9 und Code Worldwide schafften es in die Top 10 der Matrix, für die 50 aktiven Software- und SaaS-Anbietern, die jährlich rund zwei Milliarden Dollar an Umsatz durch Softwarelizenzen, Wartung und SaaS-Umsatz generieren, betrachtet wurden. Hierbei ist es interessant zu sehen, dass so viele europäische Anbieter hier erfolgreich sind – dies könnte auf die besonderen Anforderungen der Internationalität zurückzuführen sein. Folgende Abbildung stellt die Top 10 Anbieter kurz dar:

Die Top 10 Brand Content Management Anbieter
Die Top 10 Brand Content Management Anbieter (Bild: Peter O'Neill)

Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass sie erstmals in dieses Thema investieren werden. Diese Unternehmen suchen nach einer neuen Content-Management-Plattform, die alle vorhandenen Contenttypen verarbeiten kann und auch für Gelegenheitsnutzer einfach zu bedienen ist. Des Weiteren sollte sie sich in alle bestehenden Systeme und Datenbanken integrieren lassen können und die erforderlichen Regeln und Richtlinien für Markenkontrolle ausführen können.

Meine Vendor Selection Matrix für Brand Content Management ist hier in einer öffentlichen Version für Sie verfügbar.

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