Podcasts eignen sich als Kanal nur für Consumer Brands? Eine Fehleinschätzung! Auch B2B Unternehmen sollten Audioformate einsetzen, wie die folgenden drei Best Practices zeigen.
Annamaria Herkt verrät Ihnen, worauf es bei einem B2B Podcast ankommt.
Hörer erwarten starke Hosts und spannende Storys, die ihnen neue Perspektiven bieten. Echte Podcast Fans lieben die unterschiedlichsten Themen und Nischen. Ein Umstand, der B2B Unternehmen in die Karten spielt. Denn Special-Interest-Themen sind für sie oft leichter zu identifizieren. Zudem bietet das spitze Themen-Setting Podcastern die Chance, treffsicher auf die Wünsche ihrer Community einzugehen.
Erfahren Sie im Folgenden anhand von drei Beispielen, wie es funktioniert:
Erfolgsgeschichten zur Digitalisierung
Der Podcast „Digitale Vorreiter:innen“ von Vodafone Business beschäftigt sich mit der Digitalisierung. Es geht dabei um Erfolgsgeschichten und Erfahrungsberichte von Unternehmen, die den digitalen Wandel geschafft haben. Anhand von Interviews mit verschiedenen Gästen möchte das Format Zuhörern Hilfestellungen und Lösungsansätze für Unternehmen liefern. Dafür spricht Host Christoph Burseg wöchentlich mit geladenen Experten, wie CSU-Politikerin Dorothee Bär oder Mirko Casper, Co-CEO des Online-Brillenhändlers Mr. Spex, über deren Erfolgsgeschichten. Er agiert dabei nahbar und präsentiert sich sehr persönlich. So bietet er seinen Gästen nicht nur eine angenehme Atmosphäre, sondern macht es seinen Zuhörern auch leicht, eine Verbindung zu ihm aufzubauen.
Fachkenntnis von Siemens
Siemens positioniert sich mit dem Format „Einblick. Zweiblick. Weitblick.“ als Experte für industriellen Service. Es geht dabei um aktuelle Herausforderungen der Branche, neuartige Lösungsansätze und Herangehensweisen, die gestern noch undenkbar waren. Es ist offensichtlich: Siemens geht es um Innnovation. Pro Folge sind zwei Experten zu Gast, zum Teil aus dem Unternehmen selbst, teilweise extern. Damit positioniert die Marke auf der einen Seite die eigene Fachkenntnis, zum anderen zeigt sie die Offenheit gegenüber Ansichten und Ideen von außerhalb. Das Publikum lernt etwas zu Themen wie etwa Cybersecurity, Internet of Things oder autonome Fabriken und bekommt Inspirationen, um das Gehörte im eigenen Unternehmen anzuwenden.
„Wie digitalisiere ich Lager, Produktion, Vertrieb und Field Service?“ – Fragen wie diese stellt „Industrie 4.0 – der Expertentalk für den Mittelstand“ des Software-Anbieters L-mobile. Das Format hat zum Ziel, Digital Expertise mit den Hörern zu teilen und an konkreten Beispielen zu zeigen, wie Entscheider IoT, Cloud-Dienste und Co in ihr Unternehmen integrieren. Zudem produzieren die Verantwortlichen gleichzeitig Video Content der Podcast Aufnahmen und veröffentlichen diesen bei YouTube. Seit über zwei Jahren veröffentlich L-mobile im Rhythmus von zwei Wochen eine Folge. Ein gutes Beispiel dafür, dass auch B2B Unternehmen aus dem Mittelstand mit der richtigen Podcast Strategie zielgerichteten Audio Content erstellen können.
Alle, die nun einen B2B Podcast starten möchten, finden hier noch Tipps:
Die Nische als Vorteil verstehen: Unternehmen sollten ihre Expertise als Chance verstehen, genau die Lücke zu füllen, die den Hörern auf dem Markt noch fehlt. Eine hohe Reichweite ist dabei nicht die Kern-KPI. 100 treue Fans sind wertvoller als 1.000 Leute, die nach Folge eins aussteigen.
Tolle Gastgeber auswählen: Die Moderatoren prägen die Persönlichkeit eines Podcast. Eine gute Gesprächsführungstechnik sowie eine Stimme, der gerne zugehört wird, sind wichtig. Bei der Auswahl der Gastgeber darf man also ruhig wählerisch sein.
Qualität vor Quantität: Der Anspruch der Podcast Fans wächst, die Content Qualität muss also stimmen. Mit regelmäßig produzierten, hochwertigen Episoden, die auf die Bedürfnisse und Interessen der Zielgruppe eingehen, lässt sich eine treue Fangemeinde aufbauen. Im Zweifel daher lieber weniger, aber dafür bessere Episoden veröffentlichen.
Audio und Video im Doppelpack: Um möglichst viel Aufmerksamkeit auf den Podcast zu ziehen, macht es Sinn, ihn auf einer breit gefächerten Auswahl an Hosting Diensten zu veröffentlichen – darunter Spotify, Apple Podcasts, Deezer, Amazon Music, SoundCloud und Google Podcasts. Darüber hinaus ist nun auch YouTube für viele die erste Wahl in Sachen Audio Formaten. Die Aufnahmen zusätzlich zu filmen und als Video bereitzustellen, ist daher eine Überlegung wert. Denn auch Spotify bietet inzwischen eine Videofunktion an.
Das Richtige messen: Zu den wichtigsten KPIs von Podcasts gehören Downloads und Streams, die Anzahl der Followern sowie der Hördauer. Im luftleeren Raum existieren diese Zahlen jedoch nicht. Ein tiefergehender Detail Blick kann vor Fehleinschätzungen schützen. In diesem Kontext lautet die ausschlaggebende Frage: „Was bedeutet Erfolg in meinem spezifischen Podcast-Bereich?“ – und nicht etwa: „Wie erfolgreich bin ich im Vergleich zu allen anderen?“
Stand: 08.12.2025
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Für Unternehmen spannend: Mehr als 40 Prozent der Hörer sagen, dass sich ihre Wahrnehmung gegenüber einer Marke positiv verändert hat, nachdem sie den entsprechenden Podcast gehört haben. Kein Wunder, denn Audio Inhalte schaffen eine Verbindung zum Publikum und bieten einen Anknüpfungspunkt, zu dem die Zuhörer immer wieder gerne zurückkehren.