Anfang 2020 gab es weltweit bereits 1.744.517.326 Websites. Jeden Tag kommen über eine halbe Million neue Websites hinzu. Wie schafft man es also, dass sich eine Website, die Produkte oder Dienstleistungen bewirbt, von der Masse abhebt?
Bauen Sie sich Ihre perfekte Website mit unseren Tipps!
Natürlich ist es wichtig, ein Design zu schaffen, das Kunden begeistert und sie dazu bringt über die eigene Marke zu sprechen. Um jedoch möglichst schnell und kosteneffektiv eine preisverdächtige Website zu bauen, sollten Product Owner und Stakeholder auf folgende Tipps während des Erstellungsprozesses achten:
1. Fokus, Baby!
Zunächst einmal muss sich das Team im Klaren darüber sein, wo die Reise hingehen soll. Es passiert schnell, dass man sich in Prozesse verrennt und so den Blick für das Wesentliche verliert. So läuft man am Ende Gefahr, am eigentlichen (Geschäfts-)Ziel vorbeizuschießen. Daher sollte Letzteres im Vorfeld klar definiert werden. Denn ein klares Ziel liefert nicht nur Inspiration in der Konzeptionsphase. Es dient auch als Leuchtturm für das gesamte Team, wenn es darum geht, schwierige Entscheidungen zu treffen und Erfolg zu messen.
2. Nur die Besten
Zeitdruck + Qualitätsanspruch: Ist das Team nur mittelmäßig, hilft auch keine Schritt-für Schritt Anleitung, um in kürzester Zeit herausragende Ergebnisse zu erzielen.
Um erfolgreich innerhalb eines limitierten Zeitfensters eine einzigartige Website aus dem Boden zu stampfen, sollte ein Team idealerweise um folgende Mitglieder aufgestellt werden:
Frontend-Entwickler*in, der/die der Herausforderung gewachsen ist, in einem neuen Framework innerhalb eines sehr begrenzten Zeitrahmens zu arbeiten.
Creative Designer*in, um eine einzigartige Vision kreieren zu können
Erfahrene/r Produktdesigner*in, um Struktur und UX auf einem hohen Niveau zu halten.
Content Writer, die auf Webtexte spezialisiert sind
Content Writer, die sich auf UX-Writing und Microcopy spezialisiert haben.
Scrum Master, um Prozesse aufrechtzuerhalten und das Team zum Ziel zu führen.
Wenn aufgrund knapper Ressourcen innerhalb eines Unternehmens nicht auf die genannten Talente zugegriffen werden kann, sollte man sich nicht scheuen, auch außerhalb des eigenen Unternehmens zu suchen.
3. Entwickler + Designer = ❤
Kommunikation und Zusammenarbeit sind für die Entwicklung jedes digitalen Produktes absolut entscheidend. Vor allem dann, wenn innerhalb eines sehr begrenzten Zeitrahmens Ergebnisse erzielt werden müssen. Daher muss immer genügend Zeit und Raum für den Austausch der einzelnen Verantwortlichen untereinander gegeben sein, sei es um zu diskutieren, neue Ideen zu entwickeln oder Herausforderungen zu begegnen.
Es zahlt sich beispielsweise aus, Software-Entwickler*innen direkt von Anfang an in den Entstehungsprozess und die kreativen Entscheidungen bezüglich der Website einzubinden. Wenn diese dann mit der Softwareentwicklung beginnen, sind sie bereits bestens über die Geschäfts- und andere Produktziele informiert.
4. Feinabstimmung der Prozesse
Prozesse sind entscheidend - sie sparen Zeit, helfen, die Arbeit zu organisieren und Prioritäten zu setzen. Wenn es keinen Plan über die einzelnen Arbeitsschritte gibt, wie Herausforderungen bewältigt und die Entscheidungsfindung im Team unterstützt werden kann, können Dinge sehr schnell aus dem Ruder laufen. Und ehe man sich versieht, ist die gesetzte Frist überschritten.
Um es für alle klar, einfach und effizient zu machen, bieten sich zu Beginn eines jeden Projekts Kickoff-Workshops an. In diesen sollte das gesamte Team anwesend sein, so dass jede*r Verantwortliche*r den anderen die jeweiligen Ziele offenlegen und erläutern kann.
Darüber hinaus können solche Workshops auch dazu genutzt werden, um
dem Team die Geschäftsziele zu erklären
die allgemeine Form der Website und ihre Funktionalitäten zu besprechen, wenn möglich bereits den ersten Wireframe zu entwerfen
einen Backlog zu erstellen, Arbeitslast aufzuteilen und Teammitgliedern erste Aufgaben zuzuweisen
die Tonalität und den Textumfang der Website festzulegen
Für den Erfolg bei der Entwicklung einer Website ist es zudem unumgänglich, dass sich alle Teammitglieder gegenseitig Feedback geben können. So sollten Content-Writer die Möglichkeit haben, die Arbeit von Designern zu kommentieren, welche wiederum Feedback an die Software-Entwickler geben können und umgekehrt. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass jeder einzelne Teil der Website auf die Ziele abgestimmt ist.
5. Kommunikation zwischen den Teammitgliedern
Besonders, wenn die Arbeit von externen und remote Teams erledigt wird, ist es umso wichtiger, dass ein regelmäßiger Gedankenaustausch zwischen den einzelnen Mitgliedern stattfindet. Lieber zu viel Kommunikation als zu wenig! Insbesondere die Transparenz spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Anstelle privater Nachrichten sollten Teammitglieder lieber die angebotenen Hauptkommunikationskanäle nutzen, um Fragen zu stellen und Probleme öffentlich zu lösen. Nur so kann sichergestellt werden, dass alle im Team wissen, was vor sich geht und wie der aktuelle Stand ist.
Programme wie Slack, für Chats oder Anrufe, sowie Google Meet für tägliche Scrum-Meetings mit dem Rest des Teams, eignen sich dafür hervorragend.
Denn wenn alle Verantwortlichen die richtigen Tools nutzen, transparent in ihrer Arbeitsweise und Kommunikation sind und die Prozesse der anderen respektieren, spielt die Entfernung zwischen ihnen am Ende überhaupt keine Rolle mehr.
Stand: 08.12.2025
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6. Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser!
Eine sehr wichtige Lektion für alle Stakeholder oder Product Owner, die gerne alles im Auge behalten und nur schwer Kontrolle über Aufgaben und Verantwortlichkeiten abgeben können: Bitte sofort damit aufhören! Lieber sollte sichergestellt werden, dass das Team die Geschäftsziele ausreichend verinnerlicht hat. Denn als Experten wissen sie am besten, was wann, warum und wie zu tun ist. Und nur Vertrauen schafft eine gesunde Arbeitsatmosphäre, in der Prozesse möglichst reibungslos ablaufen können.
7. Testen, testen, testen
Bevor eine Website in die Hände der Benutzer übergeht, sollten zuvor ausreichend Testläufe durchgeführt werden. Nur so können potenzielle Probleme noch vor Entstehung beseitigt und im Keim erstickt werden. Insbesondere für kommerzielle Produkte sind solche Tests entscheidend. Am besten schnappt man sich hierfür Mitarbeiter unterschiedlicher Abteilungen, die nicht am Entstehungsprozess beteiligt waren. Mit einem frischen Blick und ohne jegliche Vorbelastung können diese meist besser über Gestaltung, Benutzeroberfläche und Funktionalität einer Website urteilen.
Alles, was dann ihrer Meinung nach noch nicht ganz so rund läuft, kann daraufhin noch bequem vor dem Website-Launch angepasst werden.
Fazit
Um in kürzester Zeit die perfekte Website zu bauen, bedarf es vieler unterschiedlicher Bausteine, die letzten Endes perfekt ineinander greifen müssen: Talentierte und erfahrene Spezialisten, die als vertrauenswürdiges Team zusammenarbeiten, fein abgestimmte Prozesse und eine ziemlich große Prise Freiheit, die es den Designern erlaubt, weit über eingefahrene Muster hinauszugehen. Wenn das gegeben ist, steht der perfekten Website nichts mehr im Weg.
*Piotr Majchrzak ist Gründer und Co-Geschäftsführer bei Boldare.
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