Management

Auf dem Weg zur Zielerreichung

| Autor / Redakteur: Dominic Multerer / Annika Lutz

Wenn wir ein Ziel erreichen möchten, sollten wir immer erst danach fragen, warum wir es erreichen wollen.
Wenn wir ein Ziel erreichen möchten, sollten wir immer erst danach fragen, warum wir es erreichen wollen. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Wer kennt das nicht? Es ist Silvester, die Uhr schlägt zwölf und die bekannten Neujahrsvorsätze werden verkündet. Und es vergeht nicht einmal eine Woche und schon ist alles vergessen. Warum fällt es uns so schwer, Veränderungen, die wir wollen, auch umzusetzen oder durchzuhalten? Dieser Beitrag zeigt Ihnen Wege, wie Sie Ihre Ziele auch erreichen.

Ängste und Glaubenssätze, die tief in uns verankert sind, halten uns immer wieder davon ab. Wollen wir aus diesen eingefahrenen Mustern ausbrechen, müssen sich neue Nervenverbindungen bilden. Das Neue fühlt sich ungewohnt an, löst wieder Prozesse in uns aus, die uns verwirren und uns zu Fehldeutungen verleiten. Es entsteht Chaos, und anstatt uns die Zeit für eine Analyse zu nehmen, geben wir lieber auf und kehren zum Gewohnten zurück.

Diese Zeit sollten wir uns aber nehmen, wenn wir wirklich etwas ändern oder voranbringen wollen. Zunächst sollte man sich fragen, warum wir etwas machen wollen. Das Ziel und das „Warum“ stehen also in einem engen Zusammenhang. Anschaulich gesagt: Was bringt es mir, wenn ich mir zum Ziel setze, auf den Mount Everest zu steigen, aber ich weiß nicht mal warum ich das mache sollte?

Das Multerer-Management-Dreieck

Das Multerer-Management-Dreieck
Das Multerer-Management-Dreieck (Bild: Dominic Multerer)

Das Multerer Management Dreieck ist eine Orientierungshilfe, anhand derer Sie Ihre Idee auf Machbarkeit untersuchen können; nicht nur für sich selbst, sondern auch für die, auf die Sie angewiesen sind, wenn Sie Ihre Idee durchsetzen wollen. Das Dreieck steht deshalb auf dem Kopf, weil der Anfang von Überlegungen nie die Spitze ist. Sie ist das Ziel, da will man hin. Das bedingt aber, dass man einige Hürden überspringt oder meistert.

Big Why: Ein Motiv ist entscheidend für den Antrieb

Die oberste Stufe, die Frage nach dem Warum – oder dem „Big Why“, ist unmittelbar mit der Spitze des Dreiecks, der Vision, verbunden. Der britisch-US-amerikanische Autor, Journalist und Unternehmensberater Simon O. Sinek sagte zum Thema „the big why“ in seinem einflussreichen TED-Talk: „Ihre Kunden kaufen nicht, was Sie tun, sondern warum Sie es tun!“

Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass die Antwort auf die Frage nach dem „Warum“ sehr viel mehr bewirkt, als einfach nur ein Leistungsangebot besser verkäuflich zu machen.Also, warum wollen Sie Ihre Vorstellung, Ihre Idee durchsetzen? Wo wollen Sie eigentlich hin? Die Frage sollten Sie sich auf jeden Fall jetzt schon beantworten können. Schon in diesem Stadium zeichnet sich für Sie eine Vision am Ende des Prozesses ab!

Der Sport eignet sich als gutes Beispiel zur anschaulichen Erklärung des Multerer-Management-Dreiecks. Das große Ziel eines jeden Sportlers ist es, eine Meisterschaft zu gewinnen oder gar Olympiasieger zu werden. Die entscheidende Frage am Anfang ist: Wo will ich eigentlich hin? Warum tue ich mir das anstrengende Training eigentlich an? Man sollte sich nicht nur fragen, was man will, sondern warum man es will.

Glaubenssätze sind tief in uns verankert

Die nächste Stufe des Dreiecks, der nächste Schritt auf dem Weg zum Ziel sind Ihre Glaubenssätze. Sie kennen solche Sätze sicher, wenn man Änderungen vorschlägt – egal, ob sie in der WG gemacht werden (Stichwort: der berühmt-berüchtigte Putzplan), in der Partnerschaft oder im Job: „Das geht doch nicht.“ „Du verstehst doch gar nichts davon.“ „Warum ist das nötig?“ „Das brauchen wir doch nicht.“ Solche Sätze können uns stark beeinflussen.

Glaubenssätze sind Gedanken, die tief in uns verankert sind und als wahr betrachtet werden. Oftmals sind sie uns gar nicht bewusst. Aber: Sie sind dafür verantwortlich, wie wir unser Umfeld bewerten und auf Ereignisse reagieren. Unser Umfeld hat vielleicht eine ganz andere Wahrnehmung und dann wirkt auf die anderen „komisch“ oder „seltsam“, was uns ganz normal erscheint.

Bleiben wir aber bei unserem Beispiel des Sportlers. Ein Kind hat Talent. Die Eltern oder sein Trainer werden ihm regelmäßig „Du bist der geborene Sieger!“ mit auf den Weg geben. Eigentlich logisch, dass sich in so einem Talent der Glaubenssatz „Du kannst das!“ festsetzt – und schon ist ein Glaubenssatz entstanden, der auf dem Weg zu internationalen Meisterschaften absolut von Vorteil ist. Hinderlich dagegen sind negative Glaubenssätze. Diese müssen aufgelöst und geändert werden!

Eine Selbstanalyse, die zur Selbsterkenntnis führt, ist zu empfehlen. Wenn man Klarheit darüber hat, welche Glaubenssätze in einem selbst aktiv sind, wird es möglich, diese alten Gedankenmuster zu ändern. Für den Sportler, der sich ewig als Zweiter sieht, heißt das: Erst wenn er nicht mehr im Hinterkopf hat, dass er ohnehin nur Zweiter wird, sondern sich richtig als Sieger fühlt, ist der alte Glaubenssatz positiv verändert worden.

Gewohnheiten richten sich nach Glaubenssätzen aus

Eng mit dieser Stufe verbunden ist die dritte Stufe des Dreiecks. Glaubenssätze sind der Ausgang für unsere Gewohnheiten, sie bestimmen sie. Wer glaubt, dass er ohnehin immer nur Zweiter wird, wird auch nicht ganz so viel Energie in sein Training stecken wie es nötig wäre, um tatsächlich „der Erste“ zu werden. Er richtet also seine Gewohnheiten nach seinen Glaubenssätzen aus.

Wenn Sie glauben, dass man in der Unternehmenshierarchie ohnehin nie auf Sie hören wird, wird das Vorhaben, mit einem Vorschlag zur Änderung der Arbeitsstruktur zum Chef zu gehen, Ihnen natürlich ungleich schwerer fallen. Indem wir etwas immer und immer wieder machen, wird eine Sache zur Gewohnheit. Um das eigene Talent zu perfektionieren, muss man regelmäßig trainieren und üben – es braucht eine Gewohnheit.

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