B2B Communication Days 2025 Community-led Growth: Warum B2B Marketer jetzt Communities aufbauen sollten

Von Prof. Dr. Carolin Durst 3 min Lesedauer

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Stellen Sie sich vor, Ihre Zielgruppe kommt von selbst auf Sie zu, bleibt im Gespräch und liefert Ihnen ganz nebenbei wertvolle Insights. Genau das steckt hinter dem Prinzip Community-led Growth. Während B2C Marken schon lange Communities nutzen, steckt das Thema im B2B Marketing noch in den Kinderschuhen – dabei liegt hier enormes Potenzial.

Marketer aufgepasst: Lassen Sie Ihre Kunden mit dem Community-led Growth-Gedanken zu Mitgestaltern, Botschaftern und langfristigen Partnern heranwachsen.(Bild:  Unsplash)
Marketer aufgepasst: Lassen Sie Ihre Kunden mit dem Community-led Growth-Gedanken zu Mitgestaltern, Botschaftern und langfristigen Partnern heranwachsen.
(Bild: Unsplash)

Warum Communities für B2B entscheidend sind

Gerade im B2B Bereich sind Kaufentscheidungen komplex und dauern oft Wochen oder Monate. Mehrere Entscheider sitzen am Tisch, es gibt lange Evaluierungsprozesse – und genau in dieser Phase können Communities entscheidend wirken. Sie halten potenzielle Kunden im Dialog, schaffen Vertrauen und senken gleichzeitig Barrieren für den späteren Kauf. Eine aktive Community ersetzt kein klassisches Marketing, aber sie verstärkt es enorm. Kunden vertrauen Empfehlungen und Erfahrungen anderer Mitglieder deutlich mehr als jeder Produktbroschüre. Und wer in einer Community eingebunden ist, baut automatisch eine stärkere Bindung zur Marke auf. Das wirkt sich nicht nur positiv auf die Kundenzufriedenheit aus, sondern reduziert auch Abwanderung.

Ein Beispiel: Das Softwareunternehmen Alteryx hat während der Pandemie eine Community-Plattform gelauncht, in der sich Data-Science-Experten austauschen, voneinander lernen und Ideen einbringen konnten. Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der registrierten Nutzer um 62 Prozent, das Engagement um 50 Prozent. Zusätzlich flossen über 100 Produktideen direkt aus der Community zurück ins Unternehmen.

Vom Supportforum bis zur Ideenschmiede

Communities können ganz unterschiedlich aussehen – von kleinen Expertenrunden über Feedback-Gruppen bis hin zu globalen Plattformen. Entscheidend ist nicht die Größe, sondern der Nutzen. Manche Communities helfen Kunden, sich gegenseitig bei Fragen zu unterstützen. Andere sind Ideenschmieden, in denen Nutzer ihre Erfahrungen teilen und neue Features anregen. Wieder andere entwickeln sich zu wahren Botschafter-Netzwerken, die die Reichweite Ihrer Marke organisch steigern.

Ein anschauliches Beispiel liefert HubSpot mit seiner Inbound Community: Dort können sich Marketer weltweit austauschen, Best Practices teilen und an Events teilnehmen. Das Ergebnis ist ein globales Ökosystem, das HubSpot nicht nur Leads bringt, sondern die Marke auch als Thought Leader festigt.

Die verschiedenen Communities haben eines gemeinsam: Sie schaffen echten Mehrwert für die Mitglieder – und gleichzeitig für das Unternehmen.

So gelingt der Aufbau

Der Aufbau einer Community muss nicht kompliziert sein. Wichtig ist ein klarer Startpunkt: Warum soll es diese Community geben, wen möchten Sie einladen und welchen Mehrwert bieten Sie? Beginnen Sie lieber klein und mit einer klaren Ausrichtung, statt von Anfang an auf Masse zu setzen.

Eine Handvoll engagierter Mitglieder, die sich aktiv austauschen, ist wertvoller als hunderte „stille Mitleser“. Denn Communities leben von echter Interaktion. Wer hier den Grundstein legt – sei es durch regelmäßige Q&A-Sessions, kleine Events oder thematische Diskussionen – sorgt dafür, dass Mitglieder bleiben und die Community Stück für Stück wächst.

Besonders wirksam ist es, wenn Community-Aktivitäten eng mit der Produktentwicklung verzahnt sind. Unternehmen wie UiPath nutzen ihre Community nicht nur für Support, sondern auch als Testfeld für neue Features. Kunden geben direkt Feedback, was funktioniert und was nicht – das spart Ressourcen in der Entwicklung und schafft echte Nähe zur Zielgruppe.

Take-away für B2B Marketer

Community-led Growth ist keine Spielerei, sondern ein nachhaltiger Wachstumstreiber – für etablierte Unternehmen ebenso wie für Startups. Wer früh beginnt, schafft Nähe zu Kunden, stärkt das Vertrauen in die Marke und gewinnt wertvolle Einblicke in Bedürfnisse und Erwartungen. Ihre Community kann zum verlängerten Arm Ihrer Marketing- und Sales-Aktivitäten werden – mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Impulse direkt von Ihren Kunden kommen. Ob Sie Supportkosten senken, Ihre Innovationskraft steigern oder loyale Markenbotschafter gewinnen möchten: Eine starke Community ist der Schlüssel.

Oder anders gesagt: Ihre Kunden werden zu Mitgestaltern, Botschaftern und langfristigen Partnern.

#B2Bdays25

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(Bildquelle: VCG)

Sie finden das Thema spannend und möchten mehr darüber erfahren? Als Leading Voice gibt Prof. Dr. Carolin Durst auf den B2B Communication Days Einblicke, warum Community-Building DER Gamechanger in der Omnichannel-Experience sein kann. Freuen Sie sich auf inspirierende Praxisbeispiele und spannendes Insider-Wissen.

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