Auf ein Wort Datengetrieben? Oftmals leider Fehlanzeige!

Ein Kommentar von Alain Blaes* 2 min Lesedauer

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In volatilen Zeiten ist die Datenbasis für Unternehmen gerade in Hinblick auf Marketing- und PR-Strategien wichtiger denn je. Dennoch nutzen laut einer aktuellen Bitkom Studie gerade einmal 6 Prozent der deutschen Unternehmen das volle Potenzial dieser Daten.

Expected Goal? – nicht nur im Fußball lassen sich Chancen und Gewinne auf Datenbasis analysieren und vorhersagen.(Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
Expected Goal? – nicht nur im Fußball lassen sich Chancen und Gewinne auf Datenbasis analysieren und vorhersagen.
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

Die gerade veröffentlichte Studie des Bitkom zeichnet ein erschreckendes Bild: Gerade einmal sechs Prozent der deutschen Unternehmen gehen davon aus, dass sie das Potenzial der ihnen zur Verfügung stehenden Daten voll ausschöpfen. Sechs Prozent – sorry, man kann diese Zahl nicht oft genug wiederholen. Immerhin: In zwei Jahren will mehr als die Hälfte der befragten Firmen datengetriebene Geschäftsmodelle in irgendeiner Form nutzen, das wären doppelt so viele wie heute.

Willkommen im Jahr 2024, wo Daten offenbar immer noch irgendwo im Keller verstauben, statt den Weg zu weisen. Es ist ein bisschen so, als hätten wir das Navi im Auto, verlassen uns aber weiterhin auf die gute alte Straßenkarte.

Data Driven? – Eine lange Geschichte

Denn niemand kann behaupten, dass der Ausdruck „Data-driven“ neu ist – im Gegenteil. Bereits in den 1990er Jahren nahm er an Fahrt auf, als mit der zunehmenden Verfügbarkeit von Datenbanken und Analysewerkzeugen datengetriebene Ansätze immer populärer wurden.

In den folgenden Jahren zeigten Konzerne wie Google, Amazon und Facebook mit ihren Geschäftsmodellen, wie wertvoll Daten sein können – egal, wie man zu deren Geschäftsgebaren steht.

Heute, mit dem Erfolg von ChatGPT und Co., hat sich längst die Erkenntnis durchgesetzt, dass eine erfolgreiche Digitalisierungsstrategie auf einer datengetriebenen Kultur fußt.

Nun – man kann sich fragen, ob die Marketing- und PR-Branche besser dasteht als der Rest der Wirtschaft. In gewisser Weise ja. Denn niemand verlässt sich mehr nur auf sein Bauchgefühl, vielmehr werden Entscheidungen, Strategien und Kampagnen auf der Basis von Datenanalysen und -interpretationen getroffen.

Die Vorteile von Datennutzung

Die Vorteile liegen bekanntlich auf der Hand: Botschaften und Angebote lassen sich individuell zuschneiden, was die Relevanz und Wahrscheinlichkeit, dass Kunden positiv auf Kommunikationsmaßnahmen reagieren, deutlich erhöht.

Durch kontinuierliches Monitoring können Kampagnen zudem in Echtzeit optimiert und verbessert werden. Solche Analysen helfen auch, Budgets effizienter einzusetzen, indem nur in die Kanäle und Maßnahmen investiert wird, die nachweislich den besten Return on Investment liefern. Predictive Analytics und andere fortschrittliche Datenanalysetools ermöglichen es schließlich, zukünftige Trends und Kundenverhalten vorherzusagen. Dies versetzt Unternehmen in die Lage, proaktiv zu handeln und sich auf Marktveränderungen vorzubereiten.

Fazit und Ausblick

Fakt ist: Mit dem Aufkommen Künstlicher Intelligenz ist weit mehr möglich, als nur historische Daten aufzubereiten und zu visualisieren. Die Technologie wird in Zukunft helfen, verborgene Muster und Zusammenhänge zu finden und Eintrittswahrscheinlichkeiten zu berechnen.

Daten werden damit noch mehr zu unserem Kompass und Wegweiser im Dickicht der Marketing- und Medienlandschaft. In diesem Sinne: Wer noch eine alte Straßenkarte hat, kann sie gerne als Souvenir behalten. Ansonsten gilt: Daten, Daten, Daten! Und ja, der Respekt der Privatsphäre sollte dabei uneingeschränkten Vorrang haben.

*Alain Blaes ist Gründer von PR-Com.

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