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Begreifen durch Greifen Die Bedeutung der Haptik im B2B-Marketing

Autor / Redakteur: Britta Zurborn / Georgina Bott

„Alles, was wir greifen, ergreift uns!“ so der Kulturpolitiker und Publizist Karl Kleinschmidt. Das wirkt sich auch auf das Marketing aus: Viele Firmen setzen verstärkt auf haptische Erlebnisse in ihrem Marketingmix. Denn anders als bloße Massenmails können haptische Werbeprodukte helfen, das Erinnerungsvermögen zu stärken.

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Haptische Erlebnisse mit Werbemitteln können das Erinnerungsvermögen sowie das Kaufinteresse stärken.
Haptische Erlebnisse mit Werbemitteln können das Erinnerungsvermögen sowie das Kaufinteresse stärken.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Werbemittel wie Flyer, Folder oder Prospekte, die potenzielle Kunden anfassen können, erhöhen die Aufmerksamkeit der Betrachter für den Inhalt und sorgen gleichzeitig dafür, dass das Gelesene länger im Kopf verankert bleibt. Das haben mehrere Studien, die sich mit dem Zusammenhang von Haptik und Erinnerungsvermögen beschäftigen, herausgefunden. Das gilt gerade auch im Vergleich mit rein visueller Werbung, wie sie in E-Mails, Online-Bannern oder auch Fernsehspots zu finden ist.

„Papier schlägt Bildschirm“ – unter diesem Titel hat das Siegried-Vögele-Institut eine neurowissenschaftliche Studie zur Recall-Leistung von Print- und Online-Medien veröffentlicht. Diese ergab, dass Informationen, die Probanden visuell und haptisch erlebt haben, stärker in der Erinnerung verankert sind, als Werbung, die rein visuell wahrgenommen wurde. Multisensuale Wahrnehmung, so die Studie, verstärkt die Erinnerungsleistung.