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Tipps und Trends zur Onsite-Suche – Teil 1 Die häufigsten Fehler bei der Onsite-Suche

Autor / Redakteur: Dr. Elmar Pitschke / Georgina Bott

Die Onsite-Suche bleibt ein großer Schwachpunkt vieler Websites. Zu oft liefert sie irrelevante oder – noch schlimmer – gar keine Treffer. Das ist fatal, denn die Onsite-Suche ist ein wirksames Instrument für mehr Verkäufe und mehr Kundenkontakte.

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Längst kein Nice-to-have mehr, sondern elementarer Standard eines professionellen Web-Auftritts: die Onsite-Suche. Trotz allem ist Sie noch ein großer Schwachpunkt vieler Websites.
Längst kein Nice-to-have mehr, sondern elementarer Standard eines professionellen Web-Auftritts: die Onsite-Suche. Trotz allem ist Sie noch ein großer Schwachpunkt vieler Websites.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Längst kein Nice-to-have mehr, sondern elementarer Standard eines professionellen Web-Auftritts: die Onsite-Suche. Nahezu alle mittelständischen und großen Unternehmen in Deutschland verfügen über eine interne Suche in ihren Webauftritten. Große E-Commerce- oder Unternehmensportale, etwa von Amazon, Lidl, Zalando oder BMW, nutzen sie als strategisches Kern-Marketinginstrument.

Der Grund dafür ist einfach. Online-User, die eine Onsite-Suche nutzen, manifestieren damit ein hohes Kauf- oder Kontakt-Interesse. Eine Studie von MarketingSherpa aus dem Jahr 2016 unterstreicht diesen Fakt. Die Conversion-Rate von Nutzern der internen Suchfunktion ist etwa dreimal höher als bei denen, die nur die Navigation der Website nutzen.

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Mangelhafte Anwendung führt zu Umsatzverlust

Dennoch schöpfen viele Unternehmen das Potenzial der Onsite-Suche nicht voll aus – und nehmen damit hohe Absprungraten und Umsatzeinbußen in Kauf. In der Realität sieht das häufig so aus:

Aus Sicht von E-Commerce-Treibenden sollte eine Onsite-Suche die Produkte hoch ranken, die besonders stark konvertieren. Ein Beispiel: Im Dashboard der Onsite-Suche werden zwei sortiments- und funktionsgleiche Produkte A und B ausgewiesen. Produkt A, das 50 Euro kostet, wird auf 100 Suchergebnisseiten angezeigt und Produkt B, mit einem Verkaufspreis von 60 Euro, wird dagegen nur auf 10 Ergebnisseiten gelistet. Das heißt: Obgleich das gleichwertige Produkt B eine sehr viel höhere Conversion-Rate aufweist, wird es bei Suchanfragen weniger häufig als Ergebnis angezeigt. Im Umkehrschluss bedeutet das, dem Unternehmen entgeht Umsatz.

Ein anderes Beispiel: Ein potenzieller Versicherungskunde ist das erste Mal auf der Unternehmens-Website und erwägt einen Vertragsabschluss. Der von ihm genutzte Suchbegriff bringt nicht die gewünschte Information oder noch schlimmer, es werden gar keine Treffer angezeigt. In solchen Fällen erkaltet ein neuer Lead, bevor er überhaupt warm werden konnte.

Problemfall: nicht relevante Empfehlungen

Ein weiterer Problemfall sind falsche oder nicht relevante Empfehlungen auf Suchtrefferseiten. Besonders ärgerlich sind schlechte Empfehlungen, wenn ein Kunde bereits gekauft hat. Zur Verdeutlichung folgendes Beispiel aus dem Bereich Tourismus: Ein Kunde hat Unterkunft und Flug auf einem Reiseportal gebucht. Bei seiner Folgesuche sind Hotel-Vorschläge zum gleichen Ort und Zeit in der Trefferseite ausgesprochen kontraproduktiv; zumal, wenn diese dann auch noch preiswerter als das ursprüngliche Angebot sind. Angebracht sind Empfehlungen, die zwar auf den zeitlichen und regionalen Bezug eingehen, aber nicht die Kaufentscheidung in Frage stellen. Geeignete Empfehlungen wären preis- und ausstattungsähnliche Unterkünfte in anderen Ländern und in Bezug zum gewählten Urlaubsort passende Veranstaltungs- oder Restaurant-Hinweise. Bei einer Folgesuche gilt die Grundregel: Es sollte kein identisches Produkt und kein gleichlautender Inhalt als Empfehlung auftauchen.

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