Der digitale Marathon – Teil 2

Flexibilität als Schlüssel zum digitalen Erfolg

| Autor / Redakteur: Stefanie Peters* / Georgina Bott

Wie sollten Unternehmen die Digitale Transformation angehen? Die einzelnen Etappen dieses digitalen Marathons beschreiben wir in dieser vierteiligen Artikelserie.
Wie sollten Unternehmen die Digitale Transformation angehen? Die einzelnen Etappen dieses digitalen Marathons beschreiben wir in dieser vierteiligen Artikelserie. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Im Zuge der Digitalisierung müssen sich Unternehmen neuen Herausforderungen stellen. Dafür braucht es Ausdauer. Sind die theoretischen Vorarbeiten auf dem Weg zum digitalen Unternehmen abgeschlossen, gilt es, definierte Maßnahmen und Ziele in die Praxis zu übertragen.

Ein zentraler Faktor für die Umsetzung der theoretisch festgelegten Entwicklung von Vision und Strate ist, das eigene Geschäftsmodell kritisch zu hinterfragen und gemäß der Vision und Strategie anzupassen – wenn nicht sogar komplett zu verändern. Gleichzeitig sollten auch die Unternehmensstrukturen aufgebrochen und flexibel gestaltet werden, um den eigenen Anforderungen gerecht zu werden.

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Der digitale Marathon – Teil 1

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Kundenanforderungen gerecht werden: Geschäftsmodelle neu denken

Im Zuge der Digitalisierung ändern sich Kundenanforderungen besonders schnell. Unternehmen werden diesen Anforderungen im Idealfall gerecht, bevor ihnen die Konkurrenz zuvorkommt. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es daher notwendig, das existierende Geschäftsmodell kritisch unter die Lupe zu nehmen und sich verändernde Kundenbedürfnisse frühzeitig wahrzunehmen. Kunden erwarten digitale, intuitive Produkte, die ihnen einen Mehrwert bieten. Werden diese zusätzlich noch als positives Erlebnis wahrgenommen, können Unternehmen neue Kunden gewinnen und bestehende binden. Firmen sollten die Anpassung deshalb nicht als notwendiges Übel, sondern vor allem als Chance verstehen, sich neue Märkte und Zielgruppen zu erschließen. Um das gesamte Potenzial der digitalen Transformation ausschöpfen zu können, braucht es folglich neben Ausdauer auch Mut, die Vision in die Tat umzusetzen.

Es fällt verständlicherweise nicht leicht, ein bestehendes Modell, das lange gut funktioniert hat, grundlegend zu ändern. Doch nur so bleiben Unternehmen zukunftsfähig und haben es leichter, sich den dynamischen Märkten anzupassen. Inwieweit das bestehende Geschäftsmodell angepasst werden sollte, lässt sich mit einigen grundlegenden Fragen prüfen:

  • Womit verdienen wir heute unser Geld?
  • Was erwarten unsere Kunden in der Zukunft von uns?
  • Was wird unser Alleinstellungsmerkmal (USP) zukünftig sein?
  • Womit können wir dann Geld verdienen?
  • Inwiefern müssen wir dafür unser Kerngeschäft neu aufstellen/digitalisieren?
  • Wie digitalisieren unsere Wettbewerber ihr Kerngeschäft?
  • Und wie können wir uns selbst neu erfinden, bevor es andere tun?

Flexibilität erhöhen: Cross-funktionale Zusammenarbeit fördern

Hand in Hand mit der Umstellung des Geschäftsmodells sollten auch die Organisationsstrukturen zukunftsfähig umgestaltet werden. Denn: Gut eingespielte Teams arbeiten sicherlich effizient zusammen, schauen aber selten über den Tellerrand ihrer eigenen Funktion hinaus. Funktionsübergreifendes Denken ist allerdings unabdingbar, um passende Lösungen für steigende Kundenansprüche zu entwickeln und mit ständigen Veränderungen Schritt zu halten. Hier können sich große Unternehmen gut an Start-ups orientieren. Diese schaffen ein Arbeitsumfeld, das es den Mitarbeitern ermöglicht, in flachen Hierarchien über alle Funktionen und Bereiche hinweg zu denken und schnell umzusetzen. Sie fördern agiles Querdenken anstelle von Silobildung und somit auch viel mehr (kreativen) Freiraum für neue Ideen und wertvolle Innovationen.

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Design Thinking: Aus Fehlern lernen

Eine mögliche Herangehensweise an Innovation eröffnet der Ansatz des Design Thinkings. Dieser schätzt Flexibilität als Mittel, um schnell auf Veränderungen reagieren zu können und stellt Kundenanforderungen in den Mittelpunkt. Deshalb befürwortet er eine offene Fehlerkultur. ‘Fail fast and learn’ heißt die Devise. Fehler, die früh im Prozess passieren, sind immer auch eine Möglichkeit, das eigene Vorgehen anzupassen und so zu optimieren.

Design Thinking - Definition, Prozess, Methode

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Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten, wie Unternehmen Strukturen flexibel gestalten können. Auch hier lohnt wieder der Blick in die Start-up-Welt. Open Offices, Remote Work, Kollaboration oder Wissenstransfer sind Konzepte, die für fast alle Start-ups zum Alltag gehören. Gerade traditionelle Unternehmen tasten sich an diese Möglichkeiten dagegen oft erst langsam heran. Allerdings tragen diese Vorgänge meist entscheidend dazu bei, dass Mitarbeiter sich einerseits im Unternehmen weiterentwickeln. Andererseits helfen offen gestaltete Arbeitsflächen und Raum für Kollaboration, den Grundgedanken der digitalen Transformation in die Teams zu tragen und in der Firma zu verbreiten.

Mut wird belohnt: Die digitale Transformation in volle Fahrt bringen

Es erfordert viel Mut und Weitblick von Unternehmen, das eigene Geschäftsmodell auf die Probe zu stellen – eine Maßnahme, die sich aber auszahlt. Stellt man sich die Digitalisierung als ein sich drehendes Rad vor, hat es nach der Anpassung von Zielen und Angebot nahezu Höchstgeschwindigkeit erreicht. Indem man die Unternehmensstrukturen stetig flexibler gestaltet, hält man es am Laufen.

Damit es sich das Rad aber kontinuierlich weiter drehen kann und Vorarbeiten nicht verpuffen, sollten Unternehmen darauf achten, frühzeitig relevante Stakeholder zu definieren und in den Transformationsprozess einzubinden. Außerdem benötigen Mitarbeiter unterstützende Werkzeuge, um den Wandel zu meistern. Mehr dazu in Folge Drei unserer Artikelserie zur digitalen Transformation:

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* Stefanie Peters ist CEO und Gründerin von enable2grow.

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