Felix Holzapfel – Zone

„Herkömmliche Marketing-Modelle stoßen an ihre Grenzen“

| Redakteur: Georgina Bott

Felix Holzapfel ist CEO Deutschland bei Zone.
Felix Holzapfel ist CEO Deutschland bei Zone. (Bild: Zone)

Felix Holzapfel ist seit 2016 CEO bei Zone in Deutschland und Teil des „Agency Leadership Teams“. Er ist gefragter Referent und Autor zahlreicher Branchen-Handbücher für digitale Markenführung. Uns nennt er die wichtigsten Marketing Trends für das Jahr 2018.

Wohin geht die Reise im B2B Marketing 2018?

B2B und B2C – auch hier erleben wir schon wieder die klassische Einteilung und eine typische Silodenke. Dabei gilt für alle Branchen und alle Marketingverantwortlichen: Herkömmliche Marketing-Modelle stoßen im digitalen Zeitalter, wo es um Schnelligkeit, Agilität und Kollaboration geht, an ihre Grenzen. Jeder Einzelne ist aktuell gefragt, wie er seine Teams so aufstellt, dass flexibles Arbeiten möglich ist. Dabei gilt es oftmals Grenzen zu überwinden, neue Strukturen zu schaffen oder Althergebrachtes über Bord zu werfen. Ansätze wie gemeinsame Teams aus Kunden und Agentur können wichtige Schritte sein. Eine große Herausforderung der nächsten Jahre ist es zudem, Bereiche und Arbeitsfelder im Sinne von interdisziplinärem Arbeiten noch enger zu verzahnen als dies bereits heute der Fall ist, etwa Design und Entwicklung, Technologie und Kreation.

Welche drei großen Trends und Entwicklungen sollten B2B-Marketer 2018 auf dem Schirm haben?

AI: Chatbots sind die neuen Stars im Marketing
Chatbots haben inzwischen einen interessanten technischen Reifegrad erreicht und der Trend nimmt an Fahrt auf. So hat der Konzern Oracle Ende vergangenen Jahres rund 800 Marketingmanager in Frankreich, den Niederlanden, Großbritannien und Südafrika zu ihrem geplanten Umgang mit Chatbots befragt. Ergebnis: Etwa 80 Prozent wollen in spätestens vier Jahren automatisierte Systeme mit Künstlicher Intelligenz in ihrer Kundenbetreuung einsetzen. Begründet wird dies damit, dass sich viele Kunden so langsam an eine Mensch-Maschine-Kommunikation gewöhnen und sich in digitalen Service-Kanälen ganz wohl fühlen. Diese Entwicklung wird 2018 auch im B2B-Marketing relevant. Bereits jetzt gilt es für Unternehmen auszuloten, wo sich die KI-Tools sinnvoll in die geschäftliche Kommunikation einfügen lassen, um dem User einen Mehrwert zu bieten.

Influencer Marketing: Ein relevantes Kommunikationstool für die Ansprache von Stakeholdern
Influencer Marketing ist nicht nur eine Angelegenheit für die B2C-Kommunikation und beschränkt sich schon gar nicht mehr nur auf den Kreis junger YouTube-Stars. Die Ansprache wichtiger Stakeholder und Geschäftspartner über Opinion-Leader rückt immer mehr in den Fokus. Bestes Beispiel dafür ist der Transport-, Logistik- und Energie-Konzern Maersk, der mit seiner Social-Media-Strategie vor allem B2B-Multiplikatoren aktiviert. Demnach kann Influencer Marketing, wenn an den richtigen Stellschrauben mit Sachverstand gedreht wird, in den kommenden Jahren ein höchst wirkungsvolles Kommunikationstool für B2B-Brands im High-Level-Bereich sein.

Digitale Transformation: E-Commerce, Webseite und digitale Change Prozesse jetzt vorantreiben
Große Teile des Mittelstands, darunter vor allem viele Betriebe aus dem B2B-Bereich, sind gerade dabei, die Digitalisierung zu verschlafen. Auch Zone hat sich den Markt bereits intensiv angeschaut und in einer Studie festgestellt: Mittelständler tun sich schwer, ihr B2B-Geschäft digital auszurichten. Die Zeit drängt. Denn wenn sich die Unternehmen der Investitionsgüterindustrie bei der digitalen Transformation ins Abseits stellen lassen, werden sie national und international den Anschluss verlieren. Ihre Bedeutung am Markt wird sinken, es wird zu niedrigeren Umsätzen und bröckelnden Marktanteilen kommen – am Ende könnte sogar die ganze Existenz des Unternehmens auf dem Spiel stehen. Umgekehrt aber kann die digitale Transformation zahlreiche wirtschaftliche Chancen bieten. Werden ihre Möglichkeiten genutzt, lässt sich die Profitabilität eines Unternehmens deutlich erhöhen. Wichtige Wachstums- und Anpassungsfelder für B2B-Unternehmen sind 2018: 1. der E-Commerce im B2B-Handel, 2. eine Webseite, die komplexe Prozesse abbildet und 3. die Digitalisierung der Geschäftsprozesse im Backoffice. Dazu zählt auch, dass Kundenberatung, Vertrieb und Marketing als digitale Varianten in den Change Prozess integriert werden müssen, Abteilungen neue Strukturen bilden.

Über Zone

Zone, ein Unternehmen von Cognizant Digital, ist eine digitale Agentur mit Sitz in London, Bristol und Köln. Über 250 Strategie-, Technologie- und Content-Experten helfen etablierten Marken dabei, in einer Welt erfolgreich zu sein, in der Digital mission critical ist. Zu den Kunden von Zone gehören adidas, Aviva, Barratt Homes, Deutsche Telekom, DEVK, die Lloyds Banking Group, Maersk, Pernod Ricard, Ravensburger oder Unilever. Zone ist ein Unternehmen der Sunday Times Tech Track 100 und wurde vor kurzem durch die Londoner Börse als eines von 1.000 Unternehmen identifiziert, die Großbritannien in den nächsten Jahren inspirieren werden.

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