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„B2B-Marketing-Budgets 2017“ Marketing-Etats von B2B-Unternehmen steigen

| Redakteur: Georgina Bott

Die Bedeutung des Marketings in deutschen Industrieunternehmen wächst: laut der aktuellen Studie „B2B-Marketing-Budgets 2017“ stehen den B2B Marketern höhere Budgets zur Verfügung und auch der Einfluss auf die strategische Ausrichtung des Unternehmens wächst.

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Wie viel Etat stand den B2B-Marketingabteilungen 2017 zur Verfügung? Und wo fließt das Budget hin? Die aktuelle Studie „B2B-Marketing-Budgets 2017“ gibt Antworten.
Wie viel Etat stand den B2B-Marketingabteilungen 2017 zur Verfügung? Und wo fließt das Budget hin? Die aktuelle Studie „B2B-Marketing-Budgets 2017“ gibt Antworten.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Die aktuelle Studie „B2B-Marketing-Budgets 2017“ vom Bundesverband Industrie Kommunikation e.V. (bvik) zeigt, wie die Bedeutung des Marketings im B2B weiter zunimmt. Demnach stiegen die Marketing-Etats deutscher Industrieunternehmen 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent. Auch der Anteil der Marketingkosten am Gesamtumsatz ist in den vergangenen Jahren stetig weiter gewachsen. Der Studie zufolge investieren deutsche B2B-Unternehmen aktuell 1,75 Prozent des Umsatzes in den Bereich Marketing und Kommunikation.

Das wirkt sich auch auf den Einfluss der Marketingabteilungen auf die strategische Ausrichtung der Unternehmen aus. So gaben 48 Prozent an, dass sie einen starken Einfluss auf strategische Entscheidungen haben. Ein positiver Trend ist ebenso bei der Zahl der Mitarbeiter in Marketing und Kommunikation zu erkennen. So gaben fast 90 Prozent der Befragten an, dass die Mitarbeiterzahl im vergangenen Jahr stabil blieb oder sogar gestiegen ist. Laut der Studie beschäftigten die B2B-Unternehmen 2017 durchschnittlich 11,7 Vollzeit-Mitarbeiter.

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Messen als wichtigstes Marketinginstrument

Messen bleiben mit fast 40 Prozent des externen Marketing-Budgets weiterhin das kostenmäßig wichtigste Marketinginstrument von Industrieunternehmen. Klassische Printwerbung dagegen verliert mit nur noch rund zehn Prozent des Marketing-Etats zunehmend an Bedeutung. Auch auf Online-Werbung entfällt mit fünf Prozent nur ein sehr geringer Anteil des externen Budgets. Das hängt laut Studie in vielen Unternehmen aber damit zusammen, dass das Online-Marketing überwiegend inhouse durchgeführt wird.

Niedriges Digitalisierungs-Niveau im Marketing

Interessante Ergebnisse lieferte auch der diesjährige Sonderteil der Studie, der das Thema „Digital Marketing Leadership im B2B“ näher beleuchtete und Aussagen über das aktuelle Digitalisierungs-Niveau deutscher B2B-Unternehmen – genauer gesagt deren Marketingabteilungen – im Vergleich zu den direkten Wettbewerbern trifft. Ziel war es herausfinden, was digital erfolgreiche Marketing-Organisationen auszeichnet und wie diese agieren. „Die Studie bestätigte unsere Annahme, dass gerade im deutschen Mittelstand noch Nachholbedarf diesbezüglich besteht. Die Ergebnisse zeigen zum einen ein relativ geringes Digitalisierungs-Niveau und zum anderen, dass die erfolgreichen B2B-Marketingabteilungen im Vergleich zu den erfolglosen ein deutlich höheres digitales Niveau erreichen“, erklärt Prof. Dr. Carsten Baumgarth, Professur für Marketing an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) in Berlin, der die Studie wissenschaftlich betreut.

Über die Studie

Der bvik untersucht in seiner jährlichen Studie „B2B-Marketing-Budgets“, wofür B2B-Marketingentscheider ihre Gelder ausgeben. Mit Unterstützung des Marktforschungsinstituts Kantar TNS befragte der bvik Ende 2017 130 deutsche Industrieunternehmen ab einer Größe von 50 Mitarbeitern mittels eines Online-Fragebogens. Die bvik-Studie ist die einzige Befragung dieser Art, die sich explizit an Marketingentscheider in B2B-Unternehmen richtet und zeichnet mit rund 90 Prozent Marketingverantwortlichen unter den Befragten ein realistisches Bild des Marketings in deutschen B2B-Unternehmen.

Über den bvik

Der Bundesverband Industrie Kommunikation e.V. (bvik) wurde 2010 gegründet und ist eine unabhängige Organisation für Marketing-Verantwortliche der Industrie und Profis der B2B-Kommunikationsbranche. Der Verband hat es sich zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit zwischen Industrieunternehmen und Kommunikationsdienstleistern zu fördern, zu verbessern und zu professionalisieren. Er bietet seinen Mitgliedern eine Plattform für Austausch, Wissensvermittlung und Dialog.

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