KI kann nicht alles Menschen machen Marken stark

Ein Gastbeitrag von Volker Weitkamp 3 min Lesedauer

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Noch vor wenigen Jahren galten datengetriebenes Marketing, automatisierte Kampagnensteuerung und Performance-Optimierung als die Königsdisziplinen der Agenturarbeit. Heute übernimmt das zunehmend die künstliche Intelligenz – effizient, fehlerfrei und rund um die Uhr. Was bleibt den Agenturen?

Menschen vermitteln durch ihr Auftreten und ihre Kommunikation echte Emotionen, das kann KI nicht.(Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
Menschen vermitteln durch ihr Auftreten und ihre Kommunikation echte Emotionen, das kann KI nicht.
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

Die Werbebranche steht an einem Wendepunkt, denn Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz halten längst Einzug in die tägliche Arbeit von Agenturen. Das Versprechen von KI: schneller, besser und jederzeit. Doch die klassische Agenturarbeit hat diesen technischen Spielereien eines voraus: Kreativität. Eine Antwort, die so einfach wie herausfordernd ist.

Kreativität schafft den Mehrwert

Die Zukunft klassischer Werbeagenturen liegt nicht in der Perfektionierung von Automatisierung, sondern in der Rückbesinnung auf das, was Technologie nicht kann: originelle Ideen, emotionale Konzepte, mutige Visionen. Kreativität bedeutet nicht, auf Basis von Daten bunte Bilder zu erzeugen oder bestehende Ideen zu variieren. Echte Kreativität entsteht aus menschlichem Bauchgefühl, aus Intuition, aus dem Gespür für Stimmungen, Zwischentöne und kulturelle Kontexte. All das sind Fähigkeiten, die kein Algorithmus nachahmen kann – und wahrscheinlich auch nie wird.

Die Agentur weitkamp marketing hat deshalb konsequent umgedacht und ist heute darauf ausgerichtet, menschliche Stärken in den Mittelpunkt zu stellen. Das Team besteht aus kreativen Köpfen – Texter, Konzeptioner, Designer und Strategen. Leistungen wie Online-Marketing, Datenanalyse, Programmierung oder SEO werden hingegen gezielt an spezialisierte externe Dienstleister abgegeben. So entsteht der Raum für das, was Kunden wirklich weiterbringt: kreative Konzepte mit Substanz.

Warum moderne Markenführung im B2B unverzichtbar ist

„Unser Ziel ist es, Marken zu entwickeln, die auch in fünf oder zehn Jahren noch Relevanz besitzen – unabhängig von kurzfristigen Trends“, erklärt Volker Weitkamp. Er wieß: Der erste Eindruck zählt. In einer Zeit, in der sich wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen rasant verändern, ist ein klarer, moderner Markenauftritt im B2B Bereich kein Nice-to-have mehr – sondern ein strategischer Erfolgsfaktor. So kommen Industrieunternehmen zu einer starken Marke.

B2B Kunden und Partner erwarten heute mehr als funktionierende Produkte und Dienstleistungen. Sie suchen verlässliche Marken, die Modernität und Zukunftsorientierung ausstrahlen sowie Internationalität und Sympathie verbinden. Um dieses Vertrauen durch eine klare Markenidentität geht es bereits beim ersten Kontakt. Gerade bei häufig wechselnden Ansprechpartnern entscheidet der visuelle und kommunikative Auftritt oft darüber, ob es überhaupt zu einem Dialog kommt. „Trotz Künstlicher Intelligenz und Automatisierung bleibt Markenarbeit ein zutiefst menschlicher Prozess. Kreativität, Empathie und Gespür sind unersetzlich“, so Weitkamp. „Gerade im Wettbewerb um Kunden und Talente ist eine starke Marke der zentrale Anker.“

Use Case: Nachhaltigkeit sichtbar machen

Ein Beispiel für moderne Markenentwicklung liefert das Unternehmen Aquatherm aus Attendorn – ein weltweit führender Hersteller von Rohrleitungssystemen aus Kunststoff für den Anlagenbau und die Haustechnik. Im Mittelpunkt des Markenprozesses stand hier die klare Zielsetzung: „Nachhaltigkeit sollte bei uns nicht mehr nur als Unternehmenskultur gelebt, sondern auch in unserem Markenauftritt gesehen werden“, erklärt Meike Strauch, Marketingleiterin bei Aquatherm.

(Bild:  weitkamp marketing)
(Bild: weitkamp marketing)

Gemeinsam mit der Agentur aus Osnabrück wurde daher ein Markenbild entwickelt, das den Wandel zu mehr ökologischer Verantwortung nach außen trägt – visuell, inhaltlich und emotional.

(Bild:  weitkamp marketing)
(Bild: weitkamp marketing)

Vom Logo über das Farbkonzept bis hin zur Tonalität in der Kommunikation: Alles wurde darauf ausgerichtet, das Engagement für Umwelt, Zukunft und Verantwortung erlebbar zu machen. Der neue Markenauftritt transportiert nicht nur technische Kompetenz, sondern auch Haltung. „Unsere neue Markenidentität zeigt: Wir übernehmen mit unseren Produkten und Prozessen Verantwortung“, sagt Strauch. „Dies wird auch im neuen Slogan deutlich: „We are part of the solution.“

Besser mit KI

Menschen vermitteln durch ihr Auftreten und ihre Kommunikation echte Emotionen. Menschen möchten sich mit Menschen vernetzen, Projekte umsetzen und Geschäfte machen. Dennoch ist KI schon heute nicht mehr aus der Agenturarbeit wegzudenken. Neben der klassischen Texterstellung, unterstützt die KI insbesondere in den Bereichen SEO und Online-Marketing. So vereint KI zum Beispiel mehrere Tools, um Keyworddichte, Long-Tail Keyword Alternativen, Struktur des Textes oder H-Headlines für SEO zu optimieren. Auch im Bereich der Programmierung ist KI ein praktischer Dienstleister, um Codes zu generieren, die nahezu 1:1 in bestehende Systeme integrierbarer sind, z.B. CMS Systeme von Websites.

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Fazit: Am Ball bleiben

Die Anforderungen im B2B verändern sich – und mit ihnen die Erwartungen an Marken. Agenturen, die KI-Tools strategisch für sich einsetzen und ihre menschlichen Stärken kanalisieren, gewinnen nicht nur Kunden, sondern auch Fachkräfte, Marktanteile und Relevanz.

*Volker Weitkamp ist Gründer und Inhaber der Agentur weitkamp marketing ,die sich auf die Beratung von Industrieunternehmen spezialisiert.

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