Nachhaltigkeit in KMUs Mitarbeiter sind motiviert, Nachhaltigkeitsmaßnahmen umzusetzen

Ein Gastbeitrag von Nextwork 3 min Lesedauer

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In einer aktuellen Erhebung wurden Mitarbeiter von kleineren und mittleren Unternehmen befragt, welchen Stellenwert Nachhaltigkeit in den Unternehmen einnimmt, in denen sie arbeiten. Das Kernergebnis: In Sachen Nachhaltigkeit sind persönliches Interesse und Engagement treibende Kraft für Veränderungen.

Eine kürzlich durchgeführte Umfrage zeigt nun: Mitarbeiter sind motiviert, Nachhaltigkeitsmaßnahmen umzusetzen.(Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
Eine kürzlich durchgeführte Umfrage zeigt nun: Mitarbeiter sind motiviert, Nachhaltigkeitsmaßnahmen umzusetzen.
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

Eines ist klar. Nachhaltigkeit ist mehr als nur ein Trend – sie ist zu einem entscheidenden Faktor für den Unternehmenserfolg geworden. Immer mehr Kunden und Investoren, aber auch Mitarbeitende, legen Wert auf nachhaltige Geschäftspraktiken. Die Münchner Compliance- und Sustainability Beratung Nextwork hat Mitarbeiter von kleineren und mittleren Unternehmen befragt, welchen Stellenwert Nachhaltigkeit ihren Unternehmen einnimmt.

Die Umfrage bestätigt, dass KMUs mit immer öfter mit der Notwendigkeit konfrontiert sind, Nachhaltigkeitsmaßnahmen nachzuweisen. Und auch die Unternehmen selbst wollen ihren wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer und ökologischer Verantwortung verknüpfen. Dennoch besteht auch in KMUs, die Nachhaltigkeit bereits als Pflichtaufgabe sehen und entsprechende Maßnahmen umgesetzt haben, Raum für Verbesserung und Professionalisierung.

Im Folgenden drei Perspektiven aus der Praxis.

Markus Elsesser, Senior Director Operations bei icon incar, ein auf User Experience im Automotive-Bereich spezialisiertes Unternehmen, möchte sein privat ausgeprägtes Interesse an diversen Nachhaltigkeitsthemen gerne auch stärker bei seinem Arbeitgeber einbringen, um diesen damit dazu bewegen, noch mehr zu tun: „Dazu suche ich nach Ansätzen für Quick-Wins, aber vor allem auch nach mittel- und langfristigen Verbesserungen.“

Mehr Commitment dringend erwünscht

Laut Elsesser nimmt Nachhaltigkeit bei seinem Arbeitgeber immer noch einen zu geringen Stellenwert ein. „Wir tun das Naheliegende, wie beispielsweise Strom aus erneuerbaren Energien zu nutzen. Auch nehmen wir uns aktuell stärker dem Thema Diversity an. Aber da geht definitiv noch mehr." Nur: wie und wo fängt man an? Der Manager wünscht sich, dass Nachhaltigkeit eines der wichtigsten Kernthemen wird, dem sich zumindest anteilig auch andere Ziele unterordnen. Stolpersteine sind aus seiner Sicht in erster Linie das tatsächliche Commitment – sowohl von Seiten der Geschäftsführung als auch von der Belegschaft.

Auch bei der Cuxport GmbH spielt Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle. Der Mittelständler bietet seinen Kunden ein umfangreiches Paket von anspruchsvollen, logistischen Dienstleistungen und betreibt ein modernes Tiefwasserterminal. „Da viele Reedereien darauf achten, dass ihre Schiffe möglichst effizient fahren, sind wir als Hafen natürlich im ständigen Austausch, um die Prozesse so nachhaltig wie möglich zu gestalten,“ sagt Martin Quaars, verantwortlich für die Prozesskoordinierung bei Cuxport. „Deshalb bin ich stetig auf der Suche nach fundierten Informationen zum Thema Nachhaltigkeit und konkreten Ansätzen, die ich in meinem Bereich umsetzen kann.“

Nachhaltigkeit ist Pflichtaufgabe

Das Unternehmen TRANSpofix ist Anbieter von Innovativen Transportsystemen und sieht es als eine Pflichtaufgabe, die Umwelt zu schützen und zu erhalten. „Unsere bestehenden Ansätze im Bereich Nachhaltigkeit, wie zum Beispiel unsere ISO 14001 Zertifizierung sind positiv“, bestätigt Alexandra Sippl, Verwaltung & Vertrieb bei TRANSpofix. „Ziel ist es aber, die Nachhaltigkeitsansätze und -maßnahmen bei TRANSpofix stetig weiterzuentwickeln. Dazu möchte ich kontinuierlich weitere Ansatzpunkte kennenlernen, die wir in Zukunft beleuchten können.“

Mitarbeitende brauchen Orientierung und Hilfestellung

Diese Aussagen bestätigen, dass Mitarbeiter von kleinen und mittleren Unternehmen sehr motiviert sind, Nachhaltigkeitsmaßnahmen umzusetzen, ihnen fehlen jedoch das Wissen, wie sie wirklich einen Impact liefern können, um den Wandel hin zu nachhaltigeren Praktiken aktiv mitzugestalten.

Der erste und entscheidende Schritt ist daher im Unternehmen eine zentrale Anlaufstelle für alle Anliegen im Bereich Nachhaltigkeit zu schaffen, um den Mitarbeitenden Orientierung und Hilfestellung zu bieten. Dafür sind nicht nur Erfahrung und Wissen vonnöten, sondern auch eine breite Palette an Soft Skills. Falls diese Kompetenzen nicht intern vorhanden, sollte man auf qualifizierte Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen setzen, um Mitarbeitende entsprechend auszubilden. Alternativ lässt sich diese Rolle auch extern besetzen – ein Schritt, der insbesondere für Mittelständler sinnvoll sein kann. Außerdem muss die Führungsebene aktiv an der Umsetzung beteiligt sein. Denn ihr Engagement und die Ressourcen, die sie bereitstellen, entscheiden über den Erfolg von Nachhaltigkeitsinitiativen.

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