Kürzlich hat es eine der unzähligen Arbeitsmarktstudien wieder verdeutlicht: Die Nachfrage nach Ingenieuren bleibt hoch. Und während vor allem Techniker früher ihr Leben lang einer Branche treu blieben, ringen Unternehmen in digitalisierten Zeiten branchenübergreifend um Fachkräfte mit gefragten Fähigkeiten. Wer dann noch an einem weniger attraktiven Standort sitzt, muss sich beim Personalmarketing für Ingenieure ordentlich ins Zeug legen – wir zeigen zwei Beispiele, die richtig erfolgreich waren.
Spannende Beispiele für erfolgreiches Personalmarketing für Ingenieure finden Sie in diesem Artikel.
(Bild: Vogel Communications Group)
Ob der Fachkräftemangel nun ein statistisches Trugbild ist oder nicht: Die Probleme bei der Personalbeschaffung vieler Technik-Unternehmen sind real. Umso mehr rückt das Employer Branding und das Recruiting in den Fokus des Marketings, das nicht nur neue Kontakte, sondern auch Bewerber generieren soll. Wir zeigen zwei spannende Beispiele für erfolgreiches Personalmarketing für Ingenieure – aus denen sich auch Ideen für Ihr Vertriebsmarketing ableiten lassen. Lesen lohnt sich also auch, wenn Sie das Thema Personalmarketing nicht direkt auf Ihrem Tisch haben.
Arbeitgeberattraktivität ist eine wettbewerbsentscheidende Eigenschaft
In Zeiten des allgegenwertigen Arbeitskräftemangels, stehen besonderes Unternehmen, die auf der Such nach Ingenieuren sind, vor einer immensen Herausforderung. Bevor wir Ihnen zwei geniale Beispiele des Recruitings von Ingenieuren zeigen, haben wir noch ein paar allgemeingültige Tipps für Sie parat:
Erst binden, dann findenBevor irgendwelche Maßnahmen rund um das Recruiting getroffen werden, ist es elementar, die Gemütslage der derzeitigen Mitarbeiter zu kennen. Erst wenn Sie hier ein positives Feedback bekommen, sollten Sie Ihre Maßnahmen nach außen richten. Das hat folgenden Grund: Die eigenen Mitarbeiter müssen als Markenbotschafter fungieren. Schlechte Mundpropaganda, vernichtende Kununu-Beiträge und eine hohe Kündigungsrate ersticken jede Recruiting-Maßnahme im Keim.
Wir bleiben treuNatürlich gibt es immer besondere Arbeitgeber, die Ihren Mitarbeitern exorbitante Benefits bieten. Das kann Ihnen aber zunächst einmal egal sein. Schauen Sie auf Ihr eigenes Unternehmen. Was ist Ihre Geschichte? Was denken Ihre Mitarbeiter? Wo liegen die Werte des Unternehmens? Dahingehend können Sie dann die Recruiting-Maßnahmen anpassen. Kurzum: Bleiben Sie authentisch!
Kennen Sie Ihre PappenheimerWas wünschen Sich Ingenieure vom zukünftigen Arbeitgeber? Wie können Sie Ihre Zielgruppe erreichen und was können Sie Ihnen bieten, was andere nicht können? All das sind Fragen, die Sie beantworten müssen. Die Antworten darauf können Ihnen Ihre jetzigen Mitarbeiter liefern.
Challence accepted! Wie die SCNF 37.500 Prozent mehr Ingenieur-Bewerbungen generiert hat
Die Société nationale des chemins de fer français (SNCF) ist die staatliche Eisenbahngesellschaft Frankreichs und hat als solche hohen Bedarf an Ingenieursnachwuchs. Um Aufmerksamkeit vor allem an den Elite-Unis des Landes zu wecken, entwickelte das Unternehmen „the most serious game ever“. Mit diesem schwersten Spiel aller Zeiten appellierten die Eisenbahner an den Spieltrieb, den Problemlösungsdrang sowie das elitäre Selbstverständnis der angehenden Top-Ingenieure. Die bissen an: 5.000 Studierende von 150 Universitäten versuchten, die bockschweren Aufgaben des Spiels zu meistern.
Dabei sollten Sie unter anderem:
einen Lok-Prototypen entwickeln
Big Data-Analysen durchführen
Ein komplexes U-Bahn-System konstruieren
Die Züge von Millionen Reisenden koordinieren
Einen Testaufbau entwickeln, um den Geschwindigkeits-Weltrekord mit einem SNCF-Zug zu knacken
Sechs Monate hatten die Spieler Zeit dafür. Von den über 5.000 Teilnehmern schafften es letztlich nur sagenhafte 17, alle Aufgaben zu meistern. Zehn davon stellte die SNCF direkt ein. Gleichzeitig sorgte das Spiel für so viel Aufmerksamkeit für den Arbeitgeber SNCF, dass verglichen mit dem Vorjahreszeitraum der Bewerbungseingang um sensationelle 37.500 Prozent anstieg.
Das folgende Video liefert einen Eindruck von dem Spiel:
Zwar dürfte die Entwicklung des Spiels einiges gekostet haben. Die damit erreichte mediale Aufmerksamkeit, die langfristige Positionierung als Top-Arbeitgeber für Ingenieure sowie der konkrete Anstieg an passenden Bewerbungen hätten jedoch wohl mindestens genauso viel Personalmarketing-Budget gefressen. Und die Einstellungsquote von fast 60 Prozent unter jenen, die das Spiel gemeistert hatten, ist geradezu sensationell.
Die Royal Australian Air Force lässt Studierende Radios basteln
Die australischen Luftstreitkräfte gingen einen ähnlichen Weg. Auch ihr Ziel war es, die besten Nachwuchsingenieure für eine Tätigkeit bei der Air Force zu begeistern. Im Zuge der Kampagne „Air Force FM – Before your here the radio ad, build the radio” verschickte das Militär Cardboard-Radiobausätze an Universitäten. Diese enthielten alle nötigen Komponenten, allerdings keine Anleitung für den Zusammenbau.
Das fertige Radio spielte automatisch einen eigens eingerichteten Kampagnen-Sender ab, auf dem ein Recruiting-Spott in Dauerschleife lief. Dort erhielten die erfolgreichen Bastler einen Login-Code für die Kampagnen-Microsite, wo der eigentliche Recruiting-Prozess starten konnte.
Auch hier wurde wieder eine spielerische Herausforderung geschaffen, die sicherstellt, dass sich (angehende) Ingenieure mit einer werblichen Botschaft und einer Marke intensiv auseinander setzen. Gleichzeitig gestalteten die Air Force-Personaler den Rekrutierungsprozess effizienter, indem sie Bewerber ausschlossen, die das Radio gar nicht erst zusammensetzen konnten – und damit erst recht nicht für komplexe Luftfahrt-Technik infrage kommen.
Natürlich funktioniert das gebrandete Radio auch auf anderen Frequenzen und dient so längerfristig als Markenbotschafter im Studentenwohnheim oder Elternhaus. Konkrete Erfolgskennzahlen zu ihrer Personalmarketing-Kampagne hat die Royal Australien Air Force leider nicht herausgegeben, konstatiert aber, mit der Kampagne die „most skilled students“ gefunden zu haben.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Whitepaper: Employer Branding – so schaffen Sie eine starke Arbeitgebermarke
Um das Unternehmen im Kampf um Fachkräfte nachhaltig zu stärken, braucht es eine attraktive Arbeitgebermarke. Warum und wie Sie in die Employer Brand investieren sollten, damit der Recruiting-Prozess nicht zur Kostenfalle wird, erfahren Sie in unserem Whitepaper.>> Jetzt herunterladen