New Work Remote Teams – Challenge oder Opportunity?

Ein Gastbeitrag von Julius Thomas*

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Mit dem Rückgang der Pandemie kommt bei vielen Teamleitern die Frage auf, wie sie mit dem Homeoffice weiter verfahren sollen. Ob Hybrid-Regelung, Rückkehr ins Büro oder auch einfach weiter so, wie bisher: Die einzig wahre Lösung hängt immer vom vorhandenen Team-Spirit und der Bereitschaft des Unternehmens zum Wandel ab. Doch wie erkennt man den nötigen Teamgeist?

Nicht jedes Team ist für Homeoffice oder Remote Work gemacht. In diesem Beitrag erhalten Sie Tipps, wie Sie das erkennen können.
Nicht jedes Team ist für Homeoffice oder Remote Work gemacht. In diesem Beitrag erhalten Sie Tipps, wie Sie das erkennen können.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash )

Auf allen sozialen Netzwerken, jedoch hauptsächlich auf LinkedIn, ist die Arbeit von Zuhause eines der Top-Themen. Mitarbeiter digitaler Unternehmen bedauern förmlich, dass die Angestellten traditioneller Firmen wieder zurück ins Büro müssen. Andere stellen Rechnungen an, wie viel Geld und Nerven sie monatlich durch das Homeoffice bzw. Remote Work sparen. Covid-19 war für viele Unternehmen der Katalysator, um den eigenen Angestellten die Telearbeit zu ermöglichen – nun ist das Verlangen nach beständiger Arbeit von Zuhause umso größer. Zu Recht fragen sich die Entscheider, HR-Abteilungen und Führungskräfte jetzt, ob sie sich dadurch unweigerlich mit großen Herausforderungen konfrontiert sehen.

Remote Work ist begleitet von Sorgen – zu Recht?

Auch ohne Telearbeit unterlaufen Organisationen stets einem natürlichen Wandel. Mit steigendem Umsatz vergrößern sie sich und verzweigen in Abteilungen. Zudem entwickeln Unternehmen sich stetig entsprechend der Anforderungen des Marktes. Das dadurch verursachte Wachstum ist mit Remote Work natürlich nicht einfacher. Ist es aber schwieriger? Vielen Teamleitern fällt es zu Beginn erst einmal schwer, genau das Bindeglied zu sein, das alle Angestellten trotz Distanz auf dem neuesten Stand hält. Außerdem finden viele Manager den Aufbau persönlicher Beziehungen über den Bildschirm vorerst befremdlich. Eine andere oft angestellte Überlegung ist, wie sich sicherstellen lässt, dass das geschriebene Wort im Arbeits-Chat von Empfängern nicht falsch interpretiert wird.

Neben den neuen Bedenken, die durch Remote Work dazu kommen, sind natürlich auch vor Ort funktionierende Prozesse im neuen Remote-Gewand für viele Entscheider eine Sorge. Neben der Ermüdung am Bildschirm, der Neustrukturierung gesetzter Prozesse und dem nun abgewandelten Projektmanagement, befürchtet man auch fehlende Konzentration – sowohl bei den Managern als auch bei den eigenen Teammitgliedern. Doch kommt ein Wandel nicht immer mit der Optimierung von firmeninternen Abläufen einher? Auch wenn die Bedenken anfänglich groß sind, fallen sie mit den richtigen Tools so schnell wie Dominosteine. Dadurch ebnet sich ein Weg voller neuer Möglichkeiten als angehendes Remote-Only-Unternehmen.

Jedes Team kann remote – wenn richtig umgesetzt

Das einzige Umdenken, das für die neue, digitale Form der Arbeit wirklich flächendeckend stattfinden muss, ist die Unterscheidung zwischen asynchroner und synchroner Kommunikation und der Anerkennung dadurch entstehender Optionen.

Die asynchrone Kommunikation ermöglicht beispielsweise die Einarbeitung vieler neuer Mitarbeiter zur gleichen Zeit. Dafür kann ein Video- oder ein textbasiertes Tutorial angelegt werden, dass die neuen Angestellten zeitlich unabhängig voneinander absolvieren und sich folgend an die Arbeit machen können. Im Arbeitsalltag stellen Messaging-Apps und Mails, gemeinsam genutzte Dokumente in der Cloud und Videostreaming die nötigen Tools dar. Zusätzlich erreicht die asynchrone Zusammenarbeit eine gesunde Entschleunigung der Prozesse. Es ist schließlich nicht mehr nötig, alle Mitarbeiter gleichzeitig mit Hands-On-Einarbeitungen zu bedienen oder sie anderweitig anzulernen. Und wenn es doch einmal sein muss, haben Manager umso mehr Zeit für die nötige synchrone Kommunikation.

Die synchrone Kommunikation findet per Videochat oder auch mal in Person statt. Hier können sowohl regelmäßige Meetings als auch Timeslots für Fragen, Anregungen und Feedback helfen, um für die Angestellten erreichbar zu bleiben. Natürlich kann ein Feedback auch mal zwischenzeitlich asynchron erfolgen. Mitarbeitern ist der bilaterale Austausch, gerade wenn es um die Bewertung der eigenen Arbeit geht, jedoch oftmals sehr wichtig. Um hierbei auch mal einen lockeren Austausch zu erreichen, bieten sich ebenfalls digitale Treffen an. Viele Remote-Unternehmen machen hierzu bspw. einmal wöchentlich einen gemeinsamen Kaffee-Talk oder eine digitale Spielrunde.

Auf “los” geht’s los.

Manager, die erst einmal die Zweiteilung der New Work-Philosophie verinnerlicht haben, kommen schnell auf frische Ideen. Die “alten” Prozesse können dann fix mit den neuen Anforderungen abgestimmt und in den Arbeitsalltag implementiert werden. Ein weiterer Vorteil: Die Bereitschaft zu Remote Work erweckt auch im Team ein neues Mindset. Das sorgt dafür, dass das ganze Unternehmen gemeinsam an der Adaption verschiedener Prozesse arbeitet. So erreicht jedes Unternehmen als Team, dass remote auch nachhaltig und abteilungsübergreifend, aber vor allem dauerhaft funktioniert.

*Julius Thomas ist CEO von 3Q.

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