Suchen

B2B Praxiscase Schrittweise Optimierung des Digital Asset Managements

| Autor / Redakteur: Albrecht Heidinger / Georgina Bott

Um die Internationalisierung der Kommunikation voranzutreiben, setzte Phoenix Contact ein neues Web-Content-Management-System auf. Für das Digital Asset Management wurde ein Konzept für eine nachhaltige Lösung entwickelt.

Im Stakeholder-Balance-Ansatz werden allerdings nicht nur Standards gesetzt und definiert, sie sind vielmehr so gestaltet, dass die von allen Seiten akzeptierten Vereinbarungen auch tatsächlich gelebt werden können.
Im Stakeholder-Balance-Ansatz werden allerdings nicht nur Standards gesetzt und definiert, sie sind vielmehr so gestaltet, dass die von allen Seiten akzeptierten Vereinbarungen auch tatsächlich gelebt werden können.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Bei der Optimierung der internationalen Kommunikation wurde Phoenix Contact von der STAR COOPERATION unterstützt, die gemeinsam mit ihnen das neue Konzept entwickelt haben. Im Fachbeitrag zum Thema „Standardisierung vor Automatisierung“ ging es bereits um die Grundlagen der Stakeholder-Balance-Methode in der Theorie und wie damit das Marketing optimiert werden kann. Die Anwendung des übergreifenden Optimierungsansatzes, wird nun in diesem Praxiscase demonstriert.

Phoenix Contact ist weltweiter Marktführer für Komponenten, Systeme und Lösungen im Bereich der Elektrotechnik, Elektronik und Automation. Mit großem Erfolg kommen aber auch große Aufgaben. Das weiß Uwe Grönnert, Unternehmensbereichsleiter für Marketingkommunikation bei Phoenix Contact, nur zu gut: „Jährlich entstehen bei uns über 15.000 Abbildungen sowie etwa 2.500 Katalogseiten in 15 Sprachen. Unseren Online-Katalog aktualisieren wir alle 14 Tage in 23 Sprachen. Und dann ist noch die Anzahl der Produkte zu nennen, die wir über E-Commerce verkaufen; diese beläuft sich auf etwa 60.000.“

Effizienz durch Vereinheitlichung der Prozesse

Eine neue Web-Portal-Lösung sollte die internationale Kommunikation effizienter gestalten. Hierfür wurde ein neues Web-Content-Management-System (WCM) aufgesetzt. Dabei war auch eine effiziente Lösung für das Digital Asset Management (DAM) gefragt, das unabhängig vom WCM arbeitet: „Uns lag viel an einer Vereinheitlichung aller Prozesse, da bisher nur die Entstehung von Produktbildern und technischen Illustrationen prozessual beschrieben war. Weitere Media Assets (werbliche Bilder, 3D, Videos etc.) hingegen unterlagen unterschiedlichen Prozessen und waren an anderen Orten abgelegt, was natürlich keine sehr effiziente Lösung darstellte,“ so Grönnert.

Die STAR COOPERATION analysierte zunächst, wie und wo Media Assets verwaltet und distribuiert werden, und machte Abhängigkeiten transparent. Das darauf aufbauende Konzept beinhaltete zunächst eine kurzfristige Lösung für E-Commerce: „Das war relativ einfach, denn die Shop-Daten wurden über das PIM zur Verfügung gestellt,“ so Grönnert. „Die Produktbilder waren wiederum mit den Produktdaten direkt verlinkt. Teilweise gab es aber divergierende Anforderungen, zum Beispiel waren für die Verwaltung der Media Assets für WCM und Katalog unterschiedliche Produktstrukturen gewünscht, da im Printkatalog längst nicht mehr alle Produkte enthalten sind.“

Ergänzendes zum Thema
Das Kompendium zum Thema:

„Effizientes Marketing aus der Praxis – standardisiert / automatisiert / messbar“ von Albrecht Heidinger.
„Effizientes Marketing aus der Praxis – standardisiert / automatisiert / messbar“ von Albrecht Heidinger.
( Bild: STAR PUBLISHING GmbH )

Effizientes Marketing aus der Praxis

Immer mehr Aufgaben und immer weniger Zeit, diese zu bewältigen – viele Marketer fühlen sich heute als Getriebene. Und im hektischen Alltagsbetrieb verliert sich der Blick für Lösungen. Ständig nur die Taktrate zu erhöhen, intensiviert oft nur das Problem, anstatt die Situation zu verbessern. Das vorliegende Kompendium zeigt, dass stattdessen ein grundsätzlich neuer Weg eingeschlagen werden muss.

Fundiertes Hintergrundwissen und substanzielle Praxiserfahrung kommen hier zusammen, um die Wege zum Agilen Marketing – standardisiert, automatisiert, messbar – aufzuzeigen. Marketing also, das schnell und flexibel auf die Anforderungen des Markts reagieren kann, seine Ressourcen effizient einsetzt und durch individuelle Ansprache hohe Wirksamkeit erreicht.

Klar zur Sprache kommen aber auch die „Effizienzkiller“ und „Heiligen Kühe“, die der Agilität im Alltag des Marketings oft im Wege stehen. Vier Interviews, elf Use Cases und ein Gastbeitrag von namhaften Unternehmens- und Wissenschaftsvertretern geben wertvolle Einblicke in die Realität des Marketings und veranschaulichen die Inhalte des vorliegenden Werks aus theoretischer wie auch praktischer Sicht.

Hier geht's zum Kompendium.

Pragmatische Lösung mit Langzeitperspektive

Im ersten Schritt entschied man sich, mit der vorhandenen Systemlösung weiter zu arbeiten. Parallel wurde ein Anbieterscreening durchgeführt und das vorhandene System wurde anschließend abgelöst.

„Das Basissystem war auf Printmedien und Katalogproduktionen hin konzipiert und ist deshalb mit immer neuen Anforderungen an seine Grenzen gestoßen. Customizings wurden im Lauf der Zeit so zahlreich, dass das System nicht mehr wartungsfähig war. Aufgrund des komplexen Umfelds war der Abbau dieser Workarounds schwieriger als gedacht. Deshalb sind wir zuerst bei der bewährten Lösung geblieben, auch wenn sie nicht alle Anforderungen in der gewünschten Form unterstützte,“ erläutert Grönnert dieses Vorgehen.

Nach der Evaluation fiel die Entscheidung auf das aktuelle System des gleichen Herstellers in der Standard-Version. Wichtig war Phoenix Contact dabei, so Grönnert, „dass das System vom Markt weiterentwickelt werden soll, nicht nur von Phoenix Contact. Die spezifischen Individualisierungen erfolgen über eine entsprechend konfigurierbare API und nicht über Customizings der Standardfunktionalität.“

Gleichzeitig wurde ein langfristiger Ansatz erarbeitet, um in den Folgejahren das Media Asset Management schrittweise optimieren zu können. Um redundante Daten und vielfache Ablageorte zu reduzieren, wurden zuerst die wichtigsten Baustellen identifiziert und die Konsolidierung darauf fokussiert. Erst in der Folge werden weitere Bereiche integriert. „Grundsätzlich waren interne Kompetenzen vorhanden, aber nicht mit der erforderlichen fachlichen Tiefe und den dafür notwendigen zeitlichen Freiräumen,“ erklärt Grönnert. „Daher haben wir einen neuen Mitarbeiter eingestellt, der das entsprechende Know-how mitbrachte und das Wissen der externen Dienstleister um die Phoenix Contact-Komponente ergänzte. So können Schritt für Schritt Projekte initialisiert werden, die das DAM optimieren.“

Für die Zukunft gewappnet

Uwe Grönnert ist sich sicher, dass damit eine zukunftsfähige Lösung gefunden wurde: „Marktkommunikation wird immer granularer und bedient sich vielfältiger Kanäle, um die Zielgruppen zu erreichen. Dabei entsteht in einer globalen Perspektive bei einem Investitionsgüteranbieter mit zwölf Geschäftsbereichen und einem Marktauftritt in 80 Ländern eine kleinteilige Kampagnenplanung. Um daraus entstehende Leads und Opportunities mit der entsprechenden Priorisierung in den Vertriebsprozess zu bringen, braucht es ein umfangreiches Abstraktionsvermögen mit einer ausgeprägten Zielorientierung.“

* Sie möchten mehr zum Thema erfahren? Dann werfen Sie einen Blick in das Kompendium „Effizientes Marketing auf der Praxis“:

Albrecht Heidinger verantwortet das Consulting bei STAR PUBLISHING.
Albrecht Heidinger verantwortet das Consulting bei STAR PUBLISHING.
(Bild: STAR COOPERATION GmbH)

Über den Autor

Mit über 25 Jahren Berufserfahrung ist Albrecht Heidinger zum Experten für die Effizienzsteigerung in der Marketingkommunikation geworden. Sein gesammeltes Wissen vermittelt er in zahlreichen Vorträgen, Seminaren und Fachveröffentlichungen.
Sein beruflicher Werdegang begann 1991 mit einer Ausbildung zum Mediengestalter, der sich 1995 das Studium zum Wirtschaftsingenieur Druck an der Hochschule der Medien in Stuttgart anschloss. Seit 2000 ist er bei STAR PUBLISHING und kümmerte sich zuerst um den Aufbau diverser Business Units, leitete anschließend den Bereich Media Solution und verantwortet heute das Consulting. Er verfolgt stets das Ziel, kundenindividuelle Lösungen zur Effizienzsteigerung in der Marketingkommunikation zu generieren und belastbare Workflows für das internationale Marketing zu etablieren. In seinem Arbeitsalltag beschäftigen ihn Agiles Marketing, Multi-Channel-Management, Marketing-Ressource-Management, Kampagnenmanagement und Produktinformationsmanagement.

Seine Veröffentlichungen: Von Potenzialen zu Lösungen / MPS – Marketing-Produktions-Systeme; Benchmarkanalyse klassischer Medienproduktionen – Schwachstellen im Herstellungsprozess erkennen, Optimierungspotenziale ausschöpfen; Was kann Web-to-Print wirklich? Software-Lösungen im Test; Effizientes Marketing aus der Praxis – standardisiert, automatisiert, messbar

(ID:44848849)