8 Schritte für konstruktives Feedback

Scrum-Retrospektive für heterogene Teams

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Für die Retrospektive erhält jedes Teammitglied ein vorbereitetes Blatt mit seinem Namen und zwei Fragen: „Was kann man von mir erwarten?“ „Was erwarte ich vom Team?“
Für die Retrospektive erhält jedes Teammitglied ein vorbereitetes Blatt mit seinem Namen und zwei Fragen: „Was kann man von mir erwarten?“ „Was erwarte ich vom Team?“
(Bildquelle: netpioneer)

Schritt 3: Erwartungshaltung ermitteln

Die Retrospektive startet mit einer Selbstreflexion der Teilnehmer. So wird allen klar, dass es vorrangig um den Einzelnen persönlich geht. Dafür beantwortet jeder Teilnehmer schriftlich für sich die folgenden zwei Fragen auf seinem Blatt:

  • Was kann man von mir erwarten?
  • Was erwarte ich vom Team?

Zeitrahmen: ca. 10 Minuten.

Ergänzendes zum Thema
Projektmanagement mit Scrum:

In Scrum gibt es drei Rollen: Entwickler, Product Owner und Scrum Master, die zusammen das sogenannte Scrum Team bilden.

1. Der Product Owner achtet darauf, dass das Scrum Team das Richtige entwickelt und entscheidet, welche Features als nächstes umgesetzt werden. Dadurch sorgt er dafür, dass das bestmögliche Produkt entsteht.

2. Aufgabe der Entwickler ist es, das Produkt richtig zu entwickeln. Sie müssen also in der Lage sein, das Produkt in der richtigen Qualität zu liefern. Was das konkret bedeutet, entscheiden sie in Abstimmung mit dem Product Owner.

3. Der Scrum Master achtet unter anderem darauf, dass das Produkt in der angemessenen Zeit entsteht.

In der Produktentwicklung muss man den Fokus gleichermaßen auf diese unterschiedlichen Aspekte legen, da sonst folgende Risiken bestehen: 1. Es wird am Markt vorbei entwickelt. 2. Es entsteht ein Produkt, das die Erwartungen nicht erfüllt und das nicht weiterenwickelt wird. 3. Es wird zeitlich am Marktfenster vorbei entwickelt (das Produkt ist zu spät fertig oder ähnliches).

Schritt 4: Schriftliche Feedbackrunden

Der Feedback-Bogen wird um zwei Bereiche ergänzt: „Was ich an Deiner Arbeit schätze…“ „Was ich Dir wünsche, das Dir besser gelingt…“
Der Feedback-Bogen wird um zwei Bereiche ergänzt: „Was ich an Deiner Arbeit schätze…“ „Was ich Dir wünsche, das Dir besser gelingt…“
(Bildquelle: netpioneer)

Nach der Einstiegsphase startet die Feedbackrunde. Dazu sollen alle Teilnehmer die folgenden zwei Sätze auf ihrem persönlichen Blatt notieren:

  • Was ich an Deiner Arbeit schätze:
  • Was ich Dir wünsche, das Dir besser gelingt:

Danach reicht jeder sein Blatt an seinen Tischnachbarn weiter. Dieser vervollständigt schriftlich die beiden oben genannten Bereiche. Dabei sollte der Moderator / Scrum Master nochmals betonen, dass die Antworten sich nicht auf die Person beziehen sollen, sondern auf die geleistete Arbeit.

Der Feedback-Bogen wird an den Tischnachbarn weitergegeben, von diesem ausgefüllt und so lange weitergegeben, bis jeder Teilnehmer wieder sein persönliches Blatt vor sich liegen hat – jetzt mit dem schriftlichen Feedback aller beteiligten Teammitglieder.
Der Feedback-Bogen wird an den Tischnachbarn weitergegeben, von diesem ausgefüllt und so lange weitergegeben, bis jeder Teilnehmer wieder sein persönliches Blatt vor sich liegen hat – jetzt mit dem schriftlichen Feedback aller beteiligten Teammitglieder.
(Bildquelle: netpioneer)

Die spezifische Formulierung der Feedbackbereiche stellt auch bei offensichtlichen Kritikpunkten sicher, dass das Feedback wertekonform ausgedrückt wird. Bereits von anderen Teammitgliedern notierte Aspekte dürfen nicht wiederholt werden, können aber gegebenenfalls präzisiert oder durch konkrete Beispiele erläutert werden.

Dieser Teil der Aufgabe wiederholt sich so lange, bis jeder Teilnehmer wieder sein persönliches Blatt vor sich liegen hat. Das Resultat: Jeder hat für jeden sowohl Lob als auch Verbesserungspotenziale aufgeschrieben.

Zeitrahmen: 7 Minuten pro Runde.

Zwei weitere Bereiche kommen hinzu – sie dienen der eigenen Reflexion des erhaltenen Feedbacks: „Darauf bin ich stolz…“ „Das nehme ich mit…“
Zwei weitere Bereiche kommen hinzu – sie dienen der eigenen Reflexion des erhaltenen Feedbacks: „Darauf bin ich stolz…“ „Das nehme ich mit…“
(Bildquelle: netpioneer)

Schritt 5: Selbstreflexion

Die Retrospektive wechselt nun wieder vom gegenseitigen Feedback in die Selbstreflexion. Jeder liest sein persönliches Feedback, welches die anderen Teammitglieder auf dem Blatt notiert haben. Die Selbstreflektion kann wertvoller werden, indem die Teilnehmer Verständnisfragen zu dem Feedback stellen, das sie erhalten haben. Dadurch kann ein offener Dialog entstehen, der den einzelnen Teilnehmern weiter hilft.

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