Recruiting Smarte Talentsuche – Wie KI das Recruiting revolutioniert

Ein Gastbeitrag von Sven Konzack* 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Personalmangel ist eine der größten Herausforderung der Gegenwart. Erfahren Sie, wie Künstliche Intelligenz (KI) helfen kann, schneller die richtigen Leute zu finden. Und welche Rolle dabei Marketing Manager innehaben.

Künstliche Intelligenz (KI) spielt auch im Recruiting eine wichtige Rolle. Warum das so ist, lesen Sie hier.(Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
Künstliche Intelligenz (KI) spielt auch im Recruiting eine wichtige Rolle. Warum das so ist, lesen Sie hier.
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

Der Wettbewerb um Fach- und Arbeitskräfte stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Doch da sich die Suche nach den richtigen Kandidaten in vielen Fällen schwierig und zeitaufwändig gestaltet, stellt sich die Frage, wie diese vereinfacht werden kann. Um schnell und effizient zu agieren ist es unerlässlich, im Recruiting auf digitale Technologien zu setzen. Künstliche Intelligenz (KI) ist in der Lage, Routineaufgaben zu automatisieren und so die Suche nach Fach- und Arbeitskräften zu erleichtern. Bei Strategieentwicklung, Implementierung und Anwendung haben neben Personalern auch Marketingprofis wichtige Aufgaben.

Wo kann KI konkret das Recruiting verbessern?

  • 1. Kommunikation mit (potenziellen) Bewerbern: Chatbots können eingesetzt werden, um Fragen derjenigen Kandidaten direkt zu beantworten, die über die Karriereseite oder andere Kanäle auf eine Stellenausschreibung stoßen. Die virtuellen Assistenten sind rund um die Uhr verfügbar.
  • 2. Generative KI macht es möglich, neue, originelle Inhalte beispielsweise für Karriereseiten zu kreieren. Die Technologie basiert auf Algorithmen, die Inhalte wie Bilder, Videos und Musik automatisiert erstellen.
  • 3. Bewerber-Screening: KI-basierte Algorithmen können Bewerbungen auf Datenbasis automatisiert durchforsten und nach Kriterien wie etwa Ausbildung, Berufserfahrung oder Sprachkenntnissen filtern. Bewerber erhalten daraufhin automatisiert ein – positives oder negatives – Feedback. Dadurch wird der Bewerbungsprozess beschleunigt und Recruiter können sich auf die vielversprechendsten Kandidaten konzentrieren. Dies spart viel Zeit und Mühe.
  • 4. Personalisierte Employee Experience: KI-Technologie erlaubt eine stärkere Personalisierung der Bewerbererfahrung. So ermöglicht die KI mittels der Analyse von Daten Reaktionen, die auf die Bedürfnisse jedes Bewerbers zugeschnitten sind. Daraus resultiert ein hohes Maß an Wertschätzung sowie positive Erlebnisse mit dem Unternehmen.
  • 5. Bessere Stellenausschreibungen: KI-Technologie leistet einen erheblichen Beitrag, um die Qualität von Stellenausschreibungen zu verbessern. Mittels der Analyse von Daten aus anderen Stellenbeschreibungen, dem Suchverhalten von Kandidaten und weiteren Faktoren kann die KI Empfehlungen zur Optimierung von Jobanzeigen geben. Ebenso ist die KI in der Lage, Recruiter bereits während der Eingabe der Daten auf Optimierungschancen hinzuweisen. Dies gilt auch mit Blick auf die stilistische Gestaltung: Text und Wording lassen sich basierend auf einer konkreten Anleitung verbessern.
  • 6. Jobsuchmaschinenoptimierung: Das Ranking in Jobsuchmaschinen entscheidet über den Erfolg einer Stellenausschreibung. Mittels KI lassen sich Stellenanzeigen automatisiert anhand von zuvor definierten Merkmalen verbessern. So erfahren Recruiter genau, in wie weit sich das Ranking durch inhaltliche Modifizierungen verändert – damit ist gleichzeitig auch eine umfassende Erfolgskontrolle gewährleistet. Somit resultiert daraus die Chance, die Zahl der eingehenden Bewerbungen zu erhöhen, ohne an der Budgetschraube drehen zu müssen.

Was können Marketing Manager tun, um KI im Recruiting zu verankern?

Um KI-Technologien erfolgreich im Recruiting zu nutzen, sollten Marketing Manager bestimmte Maßnahmen ergreifen:

  • Verständnis für die Technologie entwickeln: Marketing Manager sollten sich mit den verschiedenen KI-Technologien im Recruiting vertraut machen. Ziel ist dabei, ein Verständnis zu gewinnen, wie die KI funktioniert und welche Vorteile sie bietet. So sind Marketing Manager in der Lage, das Potenzial von KI zu nutzen und es sinnvoll in den Recruitingprozess zu integrieren. Sie sind in der Folge auch in die Auswahl sinnvoller KI-Technologie eingebunden.
  • Datenanalyse und -interpretation: Die Arbeit mit KI-Technologien macht eine sorgfältige Datenanalyse und -interpretation erforderlich. Marketing Manager können dabei helfen, Datenquellen zu identifizieren und auszuwerten, um das Beste aus der Technologie herauszuholen.
  • Personalisierte Ansprache von Bewerbern: Marketing Manager sind erfahren in der Zielgruppenansprache und können ihr Wissen nutzen, um die Ansprache potenzieller Bewerber zu personalisieren. Basierend auf KI-basierten Daten wie dem Berufsweg oder Interessen entwickeln sie zielgerichtet Kampagnen, um passende Kandidaten zu adressieren.
  • KI im Zuge von Employer Branding Initiativen: Kampagnenmanagement wird mit KI wesentlich erleichtert. Ferner integrieren Marketing Manager beispielsweise Chatbots auf Websites. Ebenso können Unternehmen mithilfe von KI personalisierte Karriereseiten erstellen, die auf die Interessen und Vorlieben der Bewerber zugeschnitten sind.

Welche Risiken sind mit dem Einsatz von KI im Recruiting verbunden?

Der „Faktor Mensch“ ist bei der Jobsuche und der Auswahl des richtigen Arbeitgebers sehr wichtig. Daher ist der Einsatz von KI im Recruiting auch mit Risiken verbunden. So ist KI nicht frei von Fehlentscheidungen: Insbesondere bei der Kandidatenauswahl kann es passieren, dass etwa persönliche Eigenschaften oder Fähigkeiten nicht richtig bewertet werden. Auch können KI-Systeme Bias und Stereotypen erlernen, die bei der Kandidatenbewertung zu einer Ungleichbehandlung führen.

Ein weiterer erheblicher Nachteil ist die fehlende menschliche Interaktion im Recruiting-Prozess. Denn Kandidaten bevorzugen es in der Regel, mit einem persönlichen Recruiter zu sprechen: Hier können sie Fragen direkt stellen und ein Gefühl für den neuen Arbeitgeber entwickeln. Im Vergleich dazu kann ein KI-System keine adäquate Empathie und emotionale Intelligenz bieten – das Risiko einer negativen Candidate Experience steigt.

Ferner ist zu berücksichtigen, dass mit KI auch Datenschutz- und Sicherheitsproblemen einher gehen können. Insbesondere KI-Systeme, die auf großen Mengen von Daten trainiert werden, gehen mit einem erhöhten Risiko für den Verlust oder Missbrauch personenbezogener Daten einher.

*Sven Konzack ist Geschäftsführer der Staffery GmbH.

(ID:49437254)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung