Datenpflege So erreichen Ihre Weihnachtsgrüße Kunden und Partner

Autor / Redakteur: Laura Faßbender / Fiona Gaubitz

Alle Jahre wieder versenden Unternehmen an ihre Kunden, Partner und Geschäftsfreunde Weihnachtsgrüße. Dazu layoutet das Marketing mühevoll Karten, überlegt sich Präsentideen und passende Worte. Was oft hinten runterfällt, ist das Prüfen der Empfängernamen bzw. deren Adressen.

Firmen zum Thema

Neben der Gestaltung fällt das Prüfen der Empfängerdaten oft unter den Tisch. Dabei spart ein Unternehmen mit richtiger Datenpflege eine Menge Geld ein.
Neben der Gestaltung fällt das Prüfen der Empfängerdaten oft unter den Tisch. Dabei spart ein Unternehmen mit richtiger Datenpflege eine Menge Geld ein.
(Bild: gemeinfrei / Pexels )

Wer freut sich nicht über zwei Geschenke? Dies geschah bei einer Geschäftspartnerin, die nach ihrer Scheidung ihren Mädchennamen wieder annahm. Sie erhielt ein Geschenk an ihren bisherigen Namen und eines an den neuen, der ja eigentlich der alte ist. Doch für das Unternehmen wäre es auch einfacher, professioneller und kostengünstiger, mit nur einem Geschenk, möglich gewesen.

Nachlässige Datenhaltung

Oft wird beim Versand von Weihnachtsgrüßen einfach die Excel-Liste vom vergangenen Jahr verwendet, um diese mit neuen Kontakten zu erweitern bzw. nicht mehr bestehende Kontakte zu löschen. Alternativ generieren die Marketingverantwortlichen aus dem CRM-System einen Export der Kontaktdaten. Eine Kontrolle, ob die Adressen noch richtig sind, der bisherige Ansprechpartner weiter im Unternehmen beschäftigt ist, sich sein Familienstand und damit sein Name geändert hat, erfolgt erfahrungsgemäß, wenn überhaupt, nur stichpunktartig.

Die Konsequenz: Die Weihnachtsgrüße kommen gar nicht erst an, sind falsch personalisiert oder an Ansprechpartner adressiert, die gar nicht mehr im Unternehmen beschäftigt oder im schlimmsten Fall verstorben sind.

Fehlerhafte Adressdaten haben Folgen

Ein möglicher Grund für falsche Daten ist, dass diese in unterschiedlichen Systemen hinterlegt sind bzw. von unterschiedlichen Abteilungen gepflegt werden. Darüber hinaus werden Namen versehentlich falsch geschrieben, Stichwort „Schmitt“, „Schmidt“, „Schmid“ usw. oder die Eingabefelder für Vor bzw. Nachnamen werden verwechselt.

Ebenfalls „gerne“ genommen: Das Häkchen ist bei „Herrn“ gesetzt, obwohl der Empfänger eine Frau ist. So werden Kunden nicht korrekt angesprochen. Die eigentliche Intention des Weihnachtsgrußes, nämlich die Wertschätzung, geht kräftig nach hinten los.Kunden wünschen sich eine personalisierte Ansprache. Das kann einem B2B-Anbieter aber nur gelingen, wenn die Basis vorhanden ist, also korrekte Adress- und Kontaktdaten.

Korrekte Daten sind ein Wertschöpfungsfaktor

Daher sind Unternehmen gut beraten, ihre Datenbanken mit den Kundendaten zu konsolidieren und zu bereinigen. Eine Aufbereitung, Analyse und Interpretation von validen Kundeninformationen in Echtzeit sind hierbei essenziell. Die unmittelbar verfügbare 360-Grad-Sicht auf einheitlich korrekte Daten besteht in Informationen, die konkretes Wissen zur Verfügung stellen, welches Unternehmen nutzen können, um wirtschaftlich und effizient zu operieren.

Das ist keine einmalige Aktion, sondern ein kontinuierliches Unterfangen. Denn Stammdaten unterliegen stetigen Veränderungen. So ändert sich im Durchschnitt jedes Jahr ein Viertel aller Kundendaten – zum Beispiel durch Umzug, Jobwechsel oder Heirat. Professionelle Systeme bieten weltweit Adressdaten in Echtzeit an, validieren Daten und prüfen diese auf Plausibilität. Dabei werden sämtliche Bestandteile eines Kontaktes verifiziert und Alternativen zur Vervollständigung angeboten.

Unternehmen, die hier ihre Hausaufgaben erledigen, können sicher sein, dass nicht nur ihre Weihnachtsgrüße sicher ankommen, sondern auch die Kommunikation unterjährig reibungslos funktioniert – eine gute Basis für eine rentable Kundenbeziehung.

Falsche Daten sind ein Kostenfaktor

Die seit Jahren bestehende 1-10-100-Faustregel besagt Folgendes:

  • Es kostet durchschnittlich einen Euro, Kundenstammdaten bei der initialen Dateneingabe mithilfe professioneller Software-Unterstützung zu verifizieren.
  • Dieser Betrag steigt auf zehn Euro pro Datensatz, wenn nur von Zeit zu Zeit Datenbereinigungen erforderlich sind, um eine ursprünglich fehlerbehaftete Dateneingabe und Dubletten zu korrigieren.
  • Aber es kostet pro Datensatz etwa 100 Euro, wenn die Adressqualität komplett vernachlässigt wird.

Beispiel: Einem Unternehmen mit 3.000 Kundendatensätzen kostet Nichtstun 300.000 Euro. Eine regelmäßige Bereinigung des Datenbestands schlägt mit 30.000 Euro zu Buche. Dagegen fallen mithilfe einer geeigneten IT-Lösung nur 3.000 Euro an. Eine Investition in eine Lösung zur Sicherung der Datenqualität amortisiert sich also schnell.

*Laura Faßbender ist Marketing Assistant in der Melissa Data GmbH.

(ID:47024394)