Um im E-Commerce erfolgreich zu sein, ist es für B2B Unternehmen entscheidend, auf den verschiedenen Kanälen, auf denen sich ihre Zielgruppe bewegt, sichtbar zu sein und diese konsistent miteinander zu verzahnen. „Cross-Channel-Kampagnen“ lautet deshalb das Schlagwort, auf das es im zunehmenden Online-Wettbewerb ankommt.
Erfolgreicher B2B E-Commerce lebt heute von kanalübergreifender Präsenz.
Die Umsätze im Online-Handel steigen seit seinen Anfängen stetig an. Verzeichnete die E-Commerce Branche im Jahr 2000 gerade mal einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro, lag er im vergangenen Jahr bereits bei 88,8 Milliarden Euro. Für 2025 prognostiziert der Handelsverband Deutschland mit einem Umsatz in Höhe von 92,4 Milliarden Euro einen erneuten Rekordwert. Klar, dass alle Unternehmen auf diesen Zug aufspringen wollen. Jedoch ist erfolgreicher E-Commerce kein Selbstläufer – die Konkurrenz ist groß und nur einen Klick entfernt.
Eine große Herausforderung liegt zudem darin, dass die Nutzenden zwischen Plattformen, Geräten und Formaten hin und her wechseln. Um im Online-Business erfolgreich zu sein, ist daher eine konsistente Kommunikation entscheidend, um die Zielgruppen stimmig anzusprechen und die Markenbotschaft klar, sauber und glaubwürdig zu vermitteln. Oft unterschätzt wird aber, wie sehr es auch auf die Geschwindigkeit in der Umsetzung ankommt. Für erfolgreiche Cross-Channel-Kampagnen sind deshalb die richtige Strategie, das passende Framework, ein intelligentes Attributionssystem und die Fähigkeit, sich kontinuierlich und in Echtzeit anzupassen, entscheidend. Es gilt, strategische, organisatorische, analytische, kreative sowie operative Hürden zu nehmen.
Relevante Channels und Funnels identifizieren
Zunächst ist es wichtig, herauszufinden, welche Channel für das eigene Unternehmen überhaupt relevant sind. Hierzu muss analysiert werden, auf welchen Kanälen sich die Zielgruppe bewegt und welche Funnels sie durchläuft, um diese dann gezielt zu bespielen und die Kunden auf der gesamten Customer Journey zu begleiten. Entscheidend ist dabei, dass die einzelnen Kanäle nicht als abgetrennte Silos betrachtet, sondern dass sie miteinander verzahnt werden. Das bedeutet auch, dass der ausgegebene Content nicht widersprüchlich sein darf, sondern dass es eine konsistente Story braucht; Content und Creatives müssen aber auf den jeweiligen Kanal zugeschnitten sein, das heißt, die Inhalte dürfen zwar adaptiert, aber nicht einfach übernommen werden. Auch die Conversions müssen synchronisiert und klare Conversion-Pfade installiert werden. Innerhalb des Unternehmens ist es deshalb wichtig, alle beteiligten Abteilungen zusammenzubringen und enge Abstimmungen zu ermöglichen. Es gilt, die jeweiligen Spezialisten zusammenzubringen und das Wissen in cross-funktionalen Teams zu bündeln.
Daneben ist das passende Framework entscheidend: Ein Schlüsselinstrument ist hier Google Performance Max (PMAX). Diese Kampagnenarchitektur ermöglicht erstmals eine echte kanalübergreifende Skalierung über Search, Shopping, YouTube, Display, Gmail und Discover hinweg und inkludiert dabei eine automatische Asset-Erstellung sowie eine Echtzeit-Budgetallokation. In Kombination mit Demand Gen – Googles visuell getriebenem Upper-Funnel-Format für Shorts, Discover und Gmail – entstehen so Cross-Channel-Strukturen, die klassische Funnel-Modelle deutlich performanter machen. Auch Social Commerce erfindet sich neu: Mit der Integration von TikTok können Produkte direkt im Feed gekauft werden, und zwar nativ, intuitiv und ohne Medienbruch. Plattformen wie TikTok werden damit zu echten Commerce-Treibern mit vollständiger Customer Journey.
Erfolge mit intelligentem Attributionssystem messbar machen
Mit zunehmender Kanalverflechtung wächst jedoch die Herausforderung, die Erfolge der Cross-Channel-Kampagne messbar zu machen. Moderne Tracking-Methoden wie serverseitige First-Party-Tracking-Infrastrukturen, die serverseitige Signale unabhängig von Browserrestriktionen oder Consent-Abbrüchen erfassen, auswerten und rückschreiben können, sowie die Anreicherung von Third-Party-Tracking sind hier unablässig.
Um Cross-Channel-Kampagnen messen zu können, braucht es also ein intelligentes Attributionssystem, das Daten erhebt, Signale anreichert und die Daten schließlich modelliert und aktiviert: Moderne Systeme erfassen die Touchpoints über serverseitiges Pixel-Tracking und individuelle Session-IDs granular, auch bei Plattformen mit eingeschränkter Transparenz wie TikTok und Meta. Zusätzlich integrieren solche Attributionssysteme Zero-Party-Daten, wie zum Beispiel solche aus Post-Purchase-Umfragen, Coupon-Einlösungen oder Produktregistrierungen. Diese Daten helfen, nicht-messbare Interaktionen in die Journey aufzunehmen. Machine Learning-basierte Modelle identifizieren zudem inkrementelle Effekte der einzelnen Kampagnen, Formate und Zielgruppen. Diese Insights fließen dann direkt in die Budgetverteilung, Asset-Optimierung und Segmentanpassung zurück.
Mit solche intelligenten Attributionssystemen lässt sich so zum einen der Deckungsbeitrag pro Kanal und zum anderen auch der Customer Lifetime Value (CLTV) pro Aquisepfad, Zielgruppe und Creative-Variante kalkulieren. Idealerweise werden sie mit automatisierten Dashboards und segmentierten Creative-Namings verbunden, um eine Reporting-Struktur zu erschaffen, die die operative Kampagnenführung mit einer strategischen Profitabilitätssteuerung verbindet.
Stand: 08.12.2025
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Geschwindigkeit ist unterschätzter Erfolgsfaktor
Neben der Verzahnung der Channels, dem passenden Framework und dem intelligenten Attributionssystem ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren im modernen E-Commerce die Geschwindigkeit in der Umsetzung. Dieser Zeitfaktor wird oftmals aber noch unterschätzt; Unternehmen neigen dazu, zu viel Zeit in Planung, Umsetzung und Abstimmung zu investieren – die Inhalte können dann bei Veröffentlichung aber schon wieder überholt sein oder in der inzwischen vorhandenen Fülle an gleichwertigem Content untergehen.
Erfolgreiche Cross-Channel-Kampagnen zeichnen sich dadurch aus, dass Ideen schnell in Anzeigen umgesetzt, und dass die Ergebnisse unmittelbar analysiert und ins Targeting zurückgeführt werden. Relevante Speed-KPIs sind daher „Time-to-Asset“ und „Time-to-Insight“. Nicht zu vernachlässigen ist auch die „Testquote“, die angibt, wie viel Prozent des Media-Budgets in echte Experimente fließt. Denn die braucht es im E-Commerce: Statt lange an einer Strategie und deren Umsetzung zu tüfteln, ist es oft vielversprechender, Content und Creatives direkt auszutesten, um herauszufinden, was gut funktioniert. Hier kommt generative KI ins Spiel: Mit ihr lassen sich Creatives schnell produzieren, testen und schrittweise verbessern. Ein solcher „Fast Loop“ ist der neue Standard im Performance-Marketing: Unternehmen, die Story, Technologie und Organisation verzahnen, werben effizienter und wachsen resilienter.
Für den nächsten Quantensprung im E-Commerce-Marketing kommt es dann auf Systemdenken an. Es gilt, die Frameworks PMAX, Demand Gen und TikTok mit dem Customer-Relationship-Management (CRM) und der Content-Automatisierung zu verbinden und alles in eine kohärente Gesamtarchitektur zu überführen. So können Unternehmen ihre Conversions, ihre Profitabilität, ihre Markenbindung und ihre operative Exzellenz skalieren. Solche erfolgreichen Cross-Channel-Kampagnen allein mit internen Teams und Ressourcen abzubilden, ist für kleine und mittelständische Unternehmen im Grunde eine kaum lösbare Aufgabe. Das notwendige 360-Grad-Know-how fehlt zumeist, ebenso die Zeit, Storys gezielt und schnell für die richtige Kanäle umzusetzen. Es ist daher ratsam, Digital-Marketing-Experten hinzuzuziehen, weil sich mit deren cross-funktionalem Fachwissen, Erfahrung und Kapazitäten mehr relevante Reichweite und eine bessere Performance erzielen lassen.
Fazit
Erfolgreicher B2B E-Commerce lebt heute von kanalübergreifender Präsenz, konsistenter Kommunikation und hoher Umsetzungsgeschwindigkeit. Unternehmen müssen die relevanten Channels und Funnels ihrer Zielgruppen genau kennen und diese strategisch verzahnen. Intelligente Attributionssysteme und flexible Frameworks wie Google PMAX und Demand Gen sind dabei entscheidend, um die Performance transparent messbar und Kampagnen in Echtzeit steuerbar zu machen. Der Wettbewerb erfordert zudem schnelle Test- und Anpassungszyklen, bei denen generative KI und datenbasierte Insights die Effizienz steigern. Für viele Unternehmen empfiehlt sich dabei die Zusammenarbeit mit spezialisierten Digital-Marketing-Partnern, um Know-how, Tempo und operative Exzellenz sicherzustellen.