Fünf Erfolgsfaktoren für die digitale Außenwerbung Wie B2B Unternehmen DOOH neu denken müssen

Von Anneke Hasenritter und Lauritz Elmshäuser* 3 min Lesedauer

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Out of Home Werbung entwickelt sich vom statischen Plakat zum digitalen datengetriebenen Kommunikationskanal. Was Marketer über die neuen Möglichkeiten programmatischer 3D-Werbung wissen sollten – und wie sich ROI und Markenwahrnehmung messbar steigern lassen. Ein Berliner Beispiel mit Deutschlands größter 3D-Wall zeigt, wohin die Reise geht.

Während klassische Kanäle an Bedeutung verlieren, erobert Digital Out of Home (DOOH) die Budgets der Marketingverantwortlichen. Am Center am Potsdamer Platz in Berlin zeigt sich mit Deutschlands größtem 3D-LED-Display, wohin die Reise geht.(Bild:  Res©Studio Odey, Das Center am Potsdamer Platz)
Während klassische Kanäle an Bedeutung verlieren, erobert Digital Out of Home (DOOH) die Budgets der Marketingverantwortlichen. Am Center am Potsdamer Platz in Berlin zeigt sich mit Deutschlands größtem 3D-LED-Display, wohin die Reise geht.
(Bild: Res©Studio Odey, Das Center am Potsdamer Platz)

B2B Marketing steht vor einem Paradigmenwechsel: Während klassische Kanäle an Bedeutung verlieren, erobert Digital Out of Home (DOOH) die Budgets der Marketingverantwortlichen. Am Center am Potsdamer Platz in Berlin zeigt sich, wohin die Reise geht: Deutschlands größtes 3D-LED-Display verwandelt im ehemaligen Sony Center digitale Außenwerbung in ein ganzheitliches Markenerlebnis. Der Grund für diesen Erfolg liegt nicht nur in der spektakulären Optik, sondern in den neuen technologischen Möglichkeiten, die aus dem vermeintlich „alten“ Medium einen hochmodernen, datengetriebenen Kommunikationskanal machen.

Fünf strategische Vorteile von DOOH im B2B Marketing

  • 1. Programmatische Präzision statt Gießkannenprinzip
    Die Zeiten ungezielter Massenwerbung sind vorbei. Moderne DOOH-Systeme ermöglichen programmatische Ausspielung basierend auf Standort, Zielgruppendaten und Echtzeitkontext. Ein Beispiel aus der Praxis: Softwareunternehmen können ihre ERP-Lösungen gezielt an Standorten mit hoher Büroarbeiterfrequenz ausspielen – und die Kampagne automatisch anpassen, wenn sich die Zusammensetzung der Passanten ändert.
  • 2. Omnichannel-Integration für maximale Reichweite
    DOOH entfaltet seine volle Wirkung crossmedial, zum Beispiel in Kombination mit Mobile Advertising. Nutzer, die eine B2B Kampagne an einem digitalen Display gesehen haben, können anschließend auf ihren mobilen Geräten mit ergänzenden Inhalten erreicht werden. Diese Cross-Channel-Strategie kann die Recall-Rate nachweislich um bis zu 40 Prozent erhöhen.
  • 3. Echtzeit-Relevanz durch Dynamic Content
    Besonders im B2B Bereich entscheidet Aktualität über Glaubwürdigkeit. DOOH-Kampagnen können Echtzeitdaten integrieren: Börsenkurse für Finanzdienstleister, Lieferzeiten für Logistikunternehmen oder aktuelle Fallzahlen für Beratungsunternehmen. Diese Dynamic Creatives schaffen Relevanz und verstärken die Botschaft.
  • 4. Messbare Interaktion durch On-Site Engagement und Location Tracking
    Gezielte Live-Engagements in Kombination mit Location Tracking machen DOOH-Kampagnen messbar und eröffnen neue Möglichkeiten für den direkten Kundendialog. B2B Unternehmen können so ihr Produkt persönlich erläutern, vor Ort erlebbar machen oder Veranstaltungen bewerben – und dabei die Customer Journey präzise auswerten.
  • 5. Premium-Markenimage durch immersive 3D-Werbung
    Neue Display-Technologien ermöglichen beeindruckende 3D-Inszenierungen, die Bewegung und Tiefe simulieren und so maximale Aufmerksamkeit erzeugen. Für B2B Unternehmen bieten solche Formate die Chance, Innovationskraft sichtbar zu machen und ein zukunftsorientiertes Markenimage zu etablieren – besonders in technologieaffinen Branchen wie Industrie, Automotive oder IT.

Praxisfall: 3D-Technologie am Center am Potsdamer Platz

Die praktische Umsetzung dieser Prinzipien zeigt sich am Center am Potsdamer Platz, wo seit Sommer 2025 Deutschlands größtes 3D-LED-Display läuft. Die 243 Quadratmeter große Wall nutzt Forced Perspective-Technologie, um dreidimensionale Inhalte ohne VR-Brille darzustellen – und wird dabei Teil eines ganzheitlichen Markenerlebnisses aus digitaler Innovation, physischem Raum und emotionalem Storytelling.

Hier zeigt sich, wie B2B Unternehmen DOOH neu denken können: Ein Tech-Unternehmen könnte beispielsweise seine KI-Algorithmen als 3D-Animation inszenieren – neuronale Netzwerke, die scheinbar aus dem Display herauswachsen und sich vor den Augen der Betrachter verknüpfen. Begleitet durch interaktive Elemente auf der Fläche selbst, QR-Codes für vertiefende Informationen und eine durchdachte Mobile-Retargeting-Strategie entsteht so ein Markenerlebnis, das über den klassischen Werbemoment hinausgeht.

Das Potenzial solcher integrierten Ansätze ist beträchtlich: Studien zeigen 300 Prozent höhere Aufmerksamkeitsraten gegenüber statischen Formaten, 40 Prozent mehr qualifizierte Leads und messbar verbesserte Markenwahrnehmung bei Entscheidern.

Was erfolgreiche DOOH-Kampagnen ausmacht

Doch bei aller technologischen Innovation entscheiden am Ende die Grundlagen über Erfolg oder Misserfolg einer DOOH-Kampagne. Die spektakulärste 3D-Animation ist nur dann zielführend, wenn die strategischen Basics stimmen.

So setzen erfolgreiche B2B Kampagnen auf strategische Kampagnenzeiträume, klare und prägnante Botschaften mit wenig Wörtern sowie kräftige Farben und kontrastreiche Visuals für hohe Fernwirkung. Besonders wertvoll wird DOOH durch den Einsatz von Smart Technology: Dynamic Creatives, Real-Time-Anpassungen und Hyperlokalisierung ermöglichen präzise Zielgruppenansprache, während QR-Codes oder Augmented Reality direkte Lead-Generierung ermöglichen.

Typische Fehler, die Budget verschwenden, sind dagegen überladene Creatives mit unklaren Kernbotschaften, langweiliges Design ohne Wiedererkennungswert, unflexibles Timing ohne Berücksichtigung von Zielgruppenfrequenz und schlechte Standortwahl ohne Datenvalidierung.

Fazit: DOOH wird zur B2B Pflichtdisziplin

Die Entwicklung ist eindeutig: DOOH wandelt sich vom Nice-to-have zum strategischen Must-have im B2B Marketing-Mix. Unternehmen, die jetzt in die Technologie und das Know-how investieren, verschaffen sich einen messbaren Wettbewerbsvorteil. Entscheidend dabei ist die richtige Balance zwischen technologischer Innovation und strategischer Klarheit.

Wer DOOH als reinen Technologie-Trend abtut, verpasst eine der wenigen Wachstumschancen in einem zunehmend fragmentierten Medienmarkt. Die Frage ist nicht, ob B2B Unternehmen auf DOOH setzen sollten – sondern wann sie anfangen.

*Anneke Hasenritter ist Asset Managerin im Center am Potsdamer Platz, Oxford Properties. Lauritz Elmshäuser ist Geschäftsführer von HYGH.

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