Digitalisierung im Mittelstand

Vernetztes Arbeiten – mehr Agilität durch smarte Technologien

| Autor / Redakteur: Ingo Wittrock / Georgina Bott

Flexible Prozesse und eine offene Unternehmenskultur prägen die Arbeitswelt 4.0. Smarte Arbeitsplatztechnologien ermöglichen agiles und produktiveres Arbeiten.
Flexible Prozesse und eine offene Unternehmenskultur prägen die Arbeitswelt 4.0. Smarte Arbeitsplatztechnologien ermöglichen agiles und produktiveres Arbeiten. (Bild: gemeinfrei / CC0)

In einem dynamischen Markt kann die Fähigkeit, schnell auf Veränderungen zu reagieren, entscheidend für den Erfolg des Unternehmens sein. Auch für den Mittelstand gilt: Agilität hat Top-Priorität und neue Technologien für vernetztes Arbeiten sind ein essenzieller Erfolgsfaktor.

Flexible Prozesse, eine offene Unternehmenskultur, flache Hierarchien – agile Prinzipien werden im heutigen digitalen Wandels nicht nur für Großkonzerne, sondern auch für den deutschen Mittelstand zum wichtigen unternehmerischen Leitkonzept. Die Digitalisierung stellt Unternehmen jeder Größe vor neue Herausforderungen, auf die sie mit althergebrachten Strukturen nur ungenügend reagieren können, wenn sie weiter zu den Top-Performern ihrer Branchen gehören wollen. So ist das Dauerthema Digitalisierung in Kopplung mit dem Wunsch nach mehr unternehmerischer Agilität nicht nur hochaktuell, sondern zieht noch vielerorts enormen Nachholbedarf mit sich.

Ohne neue Technologien kein Überleben

Laut einer aktuellen Studie von Ricoh unter europäischen Führungskräften aus dem Mittelstand geben 86 Prozent der Befragten einer verbesserten Agilität ihres Unternehmens höchste Priorität. Ein agiles Leitkonzept wird zugleich mit dem Einsatz neuer, smarter Arbeitsplatztechnologien verbunden, die Produktivität, Innovationskraft und letztendlich die Wettbewerbsfähigkeit im digitalen Wandel vorantreiben. Die klare Ansage der in der Studie befragten mittelständischen Führungskräfte: Mehr als die Hälfte (52 Prozent) ist überzeugt, dass ihr Geschäft innerhalb der nächsten fünf Jahre scheitern wird, wenn es ihnen nicht gelingt, durch Investitionen in neue Technologien den Digitalisierungsprozess im eigenen Unternehmen voranzutreiben.

Dokumentenmanagement als „Business Enabler“

Aber wie und wo am besten ansetzen? Ein ganz entscheidender Einstiegsbereich scheint das digitale Dokumentenmanagement zu sein. 62 Prozent der europäischen KMU-Führungskräfte sehen im Dokumentenmanagement den stärksten positiven Einfluss für produktivere, agile Strukturen am Arbeitsplatz – als echten „Enabler“ für die laufende Digitalisierung der eigenen Organisation.

Für den langfristigen Erfolg ist jedoch nie eine Technologielösung allein, sondern ein ganzheitliches, integriertes Konzept aus Hardware, Software und Services, gekoppelt mit einem nachhaltigen Beratungsprozess inklusive einer genauen Infrastruktur- und Prozessanalyse notwendig. Hier sehen wir gerade im Mittelstand enormen Informationsbedarf und unsere zentrale Aufgabe als Technologiepartner. Für junge Start-ups mit einem ausgeprägten Digital Mindset ist das Normalität, für den Großteil des Mittelstandes ist der Digital Change aber noch ein Lernprozess. Große, weltweit agierende Unternehmen geben den Weg vor.

Agilität hat Top-Priorität für KMUs – Key Facts der europaweiten Ricoh-Studie „Empowering Digital Workplace“.
Agilität hat Top-Priorität für KMUs – Key Facts der europaweiten Ricoh-Studie „Empowering Digital Workplace“. (Bild: Ricoh)

Empowerment für mehr Digitalkompetenz

Zu mehr Agilität kommt es nur, wenn ein Umdenken hinsichtlich der Prozesse, der Technologien und Unternehmenskultur stattfindet. Und innovative Technologielösungen nützen wenig, wenn sie nur unzureichend zum Einsatz kommen, im Unternehmen Barrieren und Unsicherheit gegenüber Neuem überwiegen und es letztendlich an Technologiekompetenz fehlt. Wir haben dazu in einer weiteren Ricoh Digitalisierungs-Studie auch Arbeitnehmer im europäischen Mittelstand befragt: 40 Prozent geben an, dass es ihnen an Kompetenz für eine optimale Nutzung smarter Arbeitsplatztechnologien fehlt. Zugleich wünschen sich 67 Prozent aller KMU-Mitarbeiter mehr Trainings bei der Einführung von digitalen Tools und Services.

Digitale Zusammenarbeit verlangt also nicht nur den Zugang zu gewinnbringenden Technologielösungen, sondern auch eine positive Einstellung im gesamten Unternehmen zum Thema Digitaler Wandel und zur notwendigen Kompetenz im Umgang mit diesen Technologien. Denn nur mit richtig umgesetzten digitalen Workflows und entsprechend genutzten Tools können Unternehmen künftig ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern und sich in einem Markt mit ständig wechselnden Kundenbedürfnissen behaupten.

Ingo Wittrock ist Head of Marketing bei Ricoh Deutschland.
Ingo Wittrock ist Head of Marketing bei Ricoh Deutschland. (Bild: Ricoh)

Über den Autor

Ingo Wittrock ist verantwortlich für das Marketing beim Technologieunternehmen Ricoh in Deutschland. Er befasst sich seit Jahren intensiv mit der digitalen Transformation von Unternehmen, Industrie 4.0, der Zukunft der Arbeit sowie Trends zur Optimierung digitaler Kommunikation und des Prozessmanagements. Unter dem Thema „Empowering Digital Workplace“ veröffentlicht Ricoh regelmäßig europaweite Studienergebnisse zur Digitalisierung des Arbeitsplatzes.

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