Gehören Sie zu den Menschen, die nicht wissen, wie es mit Ihrem Unternehmen weitergeht?! Wenn ja: Lassen Sie sich durch diesen Artikel die Angst nehmen! Es hilft nichts, in der Angst zu verharren! Die Corona-Krise zwingt uns dazu, neue Wege zu gehen!
Die Befürchtung, Geldzuflüsse nicht zu erhalten, hat durch den Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen zugenommen. Betroffene fragen sich, wie sie liquide bleiben, wenn automatische Abwesenheitsnotizen in E-Mails Unsicherheiten schüren.
Jetzt hat Herr Rölleke, deutscher Krisenmanager, viel zu tun. Bei ihm rufen vor allem kleine und mittelständische Unternehmen an und fragen ihn um Rat, wegen der Corona-Krise. Viele erwarten von ihm, sofort am selben Tag eine passende Antwort zu erhalten. Manche Unternehmer kommen mit neuen Fragen und Ängsten, doch viele Fragen und Befürchtung kommen in fast jedem Gespräch immer wieder vor. Herr Rölleke klärt uns über die fünf größten Ängste der Unternehmen auf:
Keine Versammlungen mehr, keine Bewegungsfreiheit mehr, die jahrelang für die Gesellschaft alltäglich war; keine Möglichkeit mehr, ausländische Mitarbeiter nach Deutschland einreisen zu lassen. All das wird derzeit von der Politik täglich kommuniziert. Sogar ein Kontaktverbot führt zu stärkerer Verunsicherung bei Unternehmen und in der Bevölkerung. Durch den Beschluss von der Regierung, große Rettungspakete bereitzustellen, wird die Gesellschaft unterbewusst noch mehr verunsichert. Leider ist unklar, wie es zukünftig für die Unternehmen weitergeht. Folglich überwiegt die Angst, da konkrete Lösungsansätze nicht kommuniziert werden, um Umsatz- und Gewinneinbrüche zu verhindern.
1. Der Druck der eigenen Mitarbeiter
Dieser Fakt bleibt Mitarbeitern vieler Unternehmen nicht verborgen. Deshalb die Forderung: Die Offenlegung aktueller Bilanzen und Kontostände. Kreativ zu bleiben ist für Unternehmer und Arbeitgeber schwer, wenn sie sich damit konfrontiert sehen, dass nicht nur sie selbst, sondern auch die Mitarbeiter Existenzängste zeigen. Es ist Zeit mit der Angst kreativ umzugehen und neue Wege einzuschlagen, um die Angst vor der Zukunft in Freude auf die Zukunft umzuwandeln. Es zeigt sich, dass die Zusammenarbeit in Kleinunternehmen zwischen Chef und Angestellten enger verläuft, als dies in Großunternehmen üblich ist. Da Kleinunternehmen oft über weniger finanzielle Rücklagen verfügen, ist es schwer die Angst vor finanziellen Engpässen zu nehmen und sich auf neue Geschäftsideen zu fokussieren, wodurch alle gut durch die ungewohnte Situation getragen würden.
2. Ausstehende Forderungen während der Corona-Krise
Unternehmen beschäftigt derzeit, wie offene Forderungen geltend gemacht werden können. Die Befürchtung, Geldzuflüsse nicht zu erhalten, hat durch den Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen zugenommen. Betroffene fragen sich, wie sie liquide bleiben, wenn automatische Abwesenheitsnotizen in E-Mails Unsicherheiten schüren. Es wird nicht offen kommuniziert, wie Betroffene damit umgehen sollen, dass beispielsweise Forderungen über 13.500 Euro ungewiss bleiben. Auch hier gilt es Optionen zu finden, neue Kommunikationswege zu gehen. Um diese Wege für sich selbst herauszufinden, ist es wichtig, aus der Angst herauszugehen.
3. Wie kommuniziert man Kurzarbeit oder Kündigung?
Die Gesetze zum Thema Kurzarbeit sollen sich hier am 1.4.2020 zu Gunsten des Arbeitgebers ändern. Während einige Unternehmer bereits Kurzarbeit eingeleitet haben, wird es bei anderen noch diskutiert. Viele Unternehmer haben jedoch Angst vor der tatsächlichen Umsetzung und wissen nicht, wie sie das Thema Kurzarbeit oder gar Kündigung am besten ihren Arbeitnehmern mitteilen können. Immerhin sorgen sie sich auch um die Zukunft der Angestellten und wie diese mit der Situation umgehen können.
Aktuell suchen viele Unternehmen Kontakt zu ihrem Steuerberater, da große Verunsicherung herrscht, wie man nun mit dem Finanzamt am besten umgeht. In den meisten Fällen ist ein Härteantrag sinnvoll.
5.Wie geht es weiter?
Von der finanziellen Situation abgesehen: Viele Unternehmen machen sich darüber Gedanken, ob Kunden abspringen werden. Auch ist es fraglich, ob bereits geplante Produktveröffentlichungen verschoben werden müssen, denn aktuell ist es ungewiss, wie sich die Situation auf den kommenden Sommer und Herbst auswirkt. Möglicherweise ergibt sich auch hierbei für Unternehmen in der Onlinewelt ein neuer Geschäftszweig, der sogar Neukunden generieren kann.
Dennoch: Ganz gleich, ob die aktuelle Situation eher als Chance oder Krise angesehen wird: Diese Herausforderung wird vieles verändern, wodurch jedes Mitglied der Gesellschaft dazu aufgerufen ist, sein eigenes Geschäftsmodell zu hinterfragen. Auch im privaten Bereich wird vieles neu bewertet. Es gilt darüber nachzudenken, in wie weit unkonventionelle Wege gegangen werden können, um Kündigungen der Mitarbeiter zu vermeiden. Sicherlich denken viele sogar darüber nach, ihre selbstständige Existenz aufzugeben, jedoch kann es keine zukunftsorientierte Lösung sein, dass eigene Unternehmen aufzugeben und seine Nahrungsmittel nur noch anhand des Krankengeldes zu finanzieren. Es gibt viele Wege durch eine solche Krise durchzukommen. Das Finden von Schleichwegen erfordert manchmal viel Mut, aber es lohnt sich diese zu gehen.
*David Rölleke ist Krisenmanager und Gesellschafter sowie Senior PR Manager der SBS Media GmbH in Hamburg.
Stand: 08.12.2025
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