Sichere Kundenerlebnisse im B2B Warum IT-Security zur Grundlage moderner Vertriebsstrategien wird

Ein Gastbeitrag von Bob Wambach* 3 min Lesedauer

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B2B Unternehmen vernetzen ihre Marketing- und Vertriebsprozesse zunehmend digital. Dies vergrößert die Angriffsfläche für Cyberkriminelle. Um gegen digitale Risiken gewappnet zu sein, bedarf es durchdachter IT-Lösungen, um die notwendige Transparenz und Sicherheit zu gewährleisten.

Jede neue digitale Schnittstelle zum Kunden erweitert die Angriffsfläche für Cyberkriminelle – daher braucht es ein durchdachtes Konzept für IT-Security.(Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
Jede neue digitale Schnittstelle zum Kunden erweitert die Angriffsfläche für Cyberkriminelle – daher braucht es ein durchdachtes Konzept für IT-Security.
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

Immer mehr B2B Unternehmen verlagern ihre Kundeninteraktionen in digitale Kanäle: Self-Service-Portale, Konfiguratoren, CDP-gestützte Kampagnen und API-basierte Bestellprozesse sind zum Standard geworden. Doch mit dieser Entwicklung steigen auch die Risiken. Jede neue digitale Schnittstelle zum Kunden erweitert die Angriffsfläche für Cyberkriminelle und stellt zugleich neue Anforderungen an Performance, Stabilität und Vertrauen.

Gerade in industriell geprägten B2B Märkten ist das Sicherheitsbewusstsein traditionell stark technisch geprägt – oft getrennt von Marketing- und Vertriebsinitiativen. Doch diese Trennung funktioniert in einer vernetzten Welt nicht mehr. Wer digitale Kundenerlebnisse im B2B erfolgreich gestalten will, muss Sicherheit, Verfügbarkeit und Transparenz als integrale Bestandteile denken.

Wenn Security zur Wachstumsbremse wird

Zunehmend beobachten IT-Teams, dass Performance-Probleme, Zugriffsfehler oder Sicherheitsvorfälle nicht nur technische Auswirkungen haben, sondern direkt auf Pipeline, Conversion und Kundenbindung wirken. Ein nicht erreichbares Kundenportal, eine langsame CPQ-Strecke oder ein kompromittierter Login-Prozess kann im B2B gravierende Konsequenzen haben, nicht selten inklusive Reputationsschäden oder abwandernder Kunden.

Viele dieser Probleme haben ihren Ursprung in der gewachsenen Komplexität moderner IT-Infrastrukturen: hybride Multi-Cloud-Architekturen, Third-Party-Tools, verteilte Microservices und separate Marketing Technology-Stacks erzeugen fragmentierte Umgebungen mit kaum nachvollziehbaren Abhängigkeiten. Gleichzeitig fehlt es oft an durchgängiger Transparenz und damit an der Grundlage für effektives Incident-Management, Security-Response oder proaktive Optimierung.

Transparenz und Vertrauen durch KI

Die Lösung liegt in einem veränderten Sicherheitsverständnis: Statt perimeterbasierter Abschottung braucht es einen durchgängigen, datengetriebenen Blick auf die gesamte digitale Wertschöpfungskette – vom Nutzerverhalten über API-Calls bis zu Backend-Systemen. Genau hier setzen Tools wie Observability an.

Solche modernen, KI-getriebene Plattformen können Logs analysieren, Metriken und Traces in Echtzeit erkennen und durch KI-basierte Korrelationen auch kausale Zusammenhänge zwischen Fehlerbildern, Nutzeraktionen und Systemverhalten identifizieren. So werden latente Schwachstellen sichtbar, bevor sie zum Sicherheitsproblem oder zu Performance-Einbußen werden und Marketing- oder Vertriebskampagnen gefährden.

Gleichzeitig erlauben Tools wie Observability eine faktenbasierte Priorisierung: Welche Anomalie betrifft besonders geschäftskritische Prozesse? Welche Latenz beeinträchtigt die Customer Journey? Wo drohen Compliance-Verletzungen? All das sind Fragen, die sich mit herkömmlichem Monitoring nicht beantworten lassen, aber für moderne B2B Marketing- und Salesstrategien essenziell sind.

Security automatisieren, Effizienz steigern

Der nächste Schritt ist die Automatisierung mit KI-gestützter Reaktion: Auffällige Muster, verdächtige Zugriffe oder fehlerhafte Softwareversionen lassen sich nicht nur erkennen, sondern auch automatisch isolieren oder zurückrollen. So lassen sich Incidents frühzeitig eingrenzen und operative Aufwände in IT, Marketing und Vertrieb reduzieren.

Besonders in komplexen Kampagnen- und Releasezyklen zahlt sich das aus: Etwa wenn ein neues Feature für B2B Kunden ausgerollt wird und sich eine Sicherheitslücke nur bei bestimmten Nutzergruppen zeigt. Dank automatisierter Anomalie-Erkennung, Quality Gates und Rollback-Funktionen kann die Auslieferung gestoppt werden, bevor ein größerer Schaden entsteht, ganz ohne manuelles Eingreifen.

Zudem sorgt intelligente Ressourcensteuerung für eine bessere Auslastung: Wenn etwa Predictive Analytics Lastspitzen im Kundenportal erkennt und automatisch zusätzliche Kapazitäten freischaltet. Das steigert nicht nur die Verfügbarkeit, sondern wirkt sich direkt auf das Nutzererlebnis und die Conversion-Raten aus.

IT-Security als strategischer Enabler für Marketing Technology

Die Integration von Sicherheit, Transparenz und Automatisierung verändert die Rolle von IT-Security im B2B – weg vom reinen Abwehrmechanismus, hin zum Enabler für digitale Exzellenz. Wer seine Vertriebsplattform als stabile, sichere und verlässliche Schnittstelle zum Kunden aufstellt, schafft nicht nur Vertrauen, sondern auch die Basis für datengetriebene Personalisierung, Automatisierung und differenzierbare Kundenerlebnisse.

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Insbesondere in einer Welt, in der Datenschutz, Compliance und Security-by-Design immer stärker auch Marketingverantwortliche betreffen, ist digitale Sicherheit mehr als ein IT-Thema. Es ist ein strategischer Erfolgsfaktor für B2B Unternehmen, die ihre Kunden langfristig digital binden wollen.

*Bob Wambach ist Vice President Product Marketing bei Dynatrace.

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