Plattformkompetenz Warum KMU ihre Online-Präsenz neu denken müssen

Ein Gastbeitrag von Manuel Eiteljörge* 3 min Lesedauer

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Die digitale Transformation hat in nahezu allen Branchen die Spielregeln neu definiert: Kunden erwarten ständige Verfügbarkeit, Interaktivität und Transparenz – und zwar nicht nur von großen Konzernen, sondern auch von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) sowie lokalen Dienstleistern.

Lediglich 25 Prozent der KMU in Deutschland verfügen über eine umfassende Digitalstrategie. Dabei ist Plattformkompetent längst kein Trend mehr, sondern eine Notwendigkeit, um langfristig erfolgreich zu sein.(Bild:  Unsplash)
Lediglich 25 Prozent der KMU in Deutschland verfügen über eine umfassende Digitalstrategie. Dabei ist Plattformkompetent längst kein Trend mehr, sondern eine Notwendigkeit, um langfristig erfolgreich zu sein.
(Bild: Unsplash)

Während digitale Plattformen für Flugbuchungen oder den Einzelhandel längst Standard sind, hinken viele Dienstleistungsbetriebe dieser Entwicklung noch hinterher. Aktuelle Studien wie jene der Initiative D21 zeichnen ein ernüchterndes Bild: Lediglich 25 Prozent der KMU in Deutschland verfügen über eine umfassende Digitalstrategie. Diese Diskrepanz stellt ein strategisches Risiko dar – insbesondere in einer zunehmend vernetzten und interaktiven Wirtschaftswelt.

Plattformkompetenz: Weit mehr als eine digitale Visitenkarte

Eine statische Website oder ein simples Social-Media-Profil reichen heute nicht mehr aus, um Kunden effektiv zu erreichen. Ein gepflegter Instagram-Account oder eine wachsende Facebook-Community können Teil der Strategie sein – doch sie bieten selten das, was Kunden wirklich erwarten. Gefragt sind einfache und nahtlose Interaktionen: direkte Buchungsmöglichkeiten, transparente und vergleichbare Preise, schnelle Kommunikation und verlässliche Bewertungen, bestenfalls sogar Empfehlungen von anderen Kunden. Interaktive Plattformen und Online-Marktplätze bieten hierfür maßgeschneiderte Lösungen:

  • Direkte Buchungsfunktionen: Kunden können Leistungen in wenigen Klicks buchen, Termine vereinbaren oder Angebote anfordern. Das spart Zeit und erhöht die Kundenbindung. Zudem erhöht es die Chance für eine initiale Kontaktaufnahme, weil nicht erst auf ein anderes Kommunikationsmittel wie E-Mail oder Telefon umgeschaltet werden muss.
  • Integrierte Zahlungsoptionen: Die Möglichkeit, online zu bezahlen, sorgt für Komfort und reibungslose Abläufe – ein klarer Vorteil für Branchen wie Catering oder Fotografie.
  • Echtzeit-Kommunikation: Chat-Funktionen ermöglichen schnelle Absprachen und Anpassungen – etwa bei Handwerkern, Anwälten oder anderen Dienstleistern, bei denen Flexibilität zählt.
  • Bewertungen und Empfehlungen: Verifizierte Kundenrezensionen schaffen Vertrauen und stärken die Glaubwürdigkeit der eigenen Dienstleistung.

Was bedeutet das für KMU und lokale Dienstleister?

Ein praktisches Beispiel: Ein Kunde benötigt kurzfristig einen Caterer für eine Veranstaltung, einen Anwalt für eine Beratung oder einen Handwerker für eine Reparatur. Statt umständlich auf Google zu suchen, Websites zu durchforsten oder auf E-Mail-Antworten zu warten, nutzt er eine interaktive Plattform. Dort kann er direkt die Leistungsangebote vergleichen, Termine buchen, Preise einsehen, Bewertungen lesen und Rückfragen klären. Dieses komfortable, zeitsparende Erlebnis entspricht den heutigen Kundenerwartungen und setzt sich zunehmend als Standard durch. Doch nicht nur Endkunden profitieren von der Plattformökonomie: Auch im B2B Bereich bieten digitale Plattformen enormes Potenzial. Ein Handwerksbetrieb, der dringend Unterstützung für eine Großbaustelle benötigt, kann beispielsweise gezielt passende Subunternehmer finden und beauftragen. Ebenso lassen sich Dienstleister wie Steuerberater, IT-Support oder Reinigungsunternehmen effizient suchen, vergleichen und buchen. Funktionen wie digitale Rechnungsstellung, automatisierte Buchungsbestätigungen oder Terminerinnerungen sorgen für reibungslose Abläufe und sparen wertvolle Ressourcen, die wiederum ins Tagesgeschäft investiert werden können.

Insgesamt erleichtern Plattformen die Kunden- und Partnergewinnung, optimieren betriebliche Abläufe und fördern die Zusammenarbeit. Für KMU und lokale Dienstleister sind sie damit unverzichtbare Werkzeuge, um wettbewerbsfähig zu bleiben, ihre Effizienz zu steigern und sowohl Endkunden als auch Geschäftspartner gezielt zu erreichen. Sie bieten nicht nur neue Möglichkeiten zur Kundenakquise, sondern helfen gleichzeitig dabei, interne Prozesse zu verschlanken und Zeitaufwände zu minimieren.

Fazit: Plattformen müssen Teil der digitalen Strategie sein

Plattformkompetenz ist längst kein Trend mehr, sondern eine Notwendigkeit für langfristigen Erfolg. Kunden haben ihr Verhalten angepasst: Sie erwarten, dass eine einfache Online-Suche nicht nur Kontaktinformationen liefert, sondern direkt zu einer Buchung oder einem Geschäftsabschluss führt. Dienstleister, die diesem Anspruch nicht gerecht werden, riskieren, von Wettbewerbern überholt zu werden.

Wer jetzt handelt, sichert sich entscheidende Vorteile: Sichtbarkeit, Vertrauen und Kundengewinnung lassen sich durch den gezielten Einsatz digitaler Plattformen deutlich steigern. KMU und lokale Dienstleister, die ihre Online-Präsenz modernisieren und Plattformen in ihre Geschäftsprozesse integrieren, positionieren sich nicht nur als innovativ und kundenorientiert, sondern erfüllen auch die Erwartungen der Kunden von morgen.

*Manuel Eiteljörge ist Country Lead Deutschland von Trustlocal.

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