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Studie zu Deutschlands durchschnittlicher Internetnutzung Warum nutzen Deutsche das Internet?

| Redakteur: Natalie Wander

Schaut man sich in den Medien um, so bemerken viele, dass das Internet immer mehr an Bedeutung zunimmt. Viele TV-Sender weisen auf Ihre Facebook-Präsenz hin und laden so zum Dialog ein. Supermärkte setzen auf einen Online-Dialog mit ihren Kunden und bieten sogar ein gesondertes Warensortiment für ihren Online-Warentisch an.

Gerade als Informationsgeber und zum Austausch mit Freunden ist das Internet sehr beliebt.
Gerade als Informationsgeber und zum Austausch mit Freunden ist das Internet sehr beliebt.
(Bildquelle: Jung von Matt)

Zudem tauchen immer mehr Studien auf, die Belegen, dass die Verkäufe von Smartphones, mit denen man auch unterwegs Zugriff auf das Internet hat, immer mehr steigen oder dass die Verweildauer im Internet und die Präsenz in sozialen Netzwerken in der Zukunft noch zunehmen werden. Die Experten sind sich also einig, zukünftig wird die Internutzung weiter ansteigen. Deshalb raten Marketingexperten – wie man besonders auf Kongressen häufig feststellen kann – Unternehmen, ihre Online-Präsenz weiter zu erhöhen, gerade auch im Hinblick auf Social Media. Doch was meint eigentlich der durchschnittliche Deutsche dazu? Wie wird das Internet im Durchschnitt in deutschen Haushalten genutzt?

75 Prozent der Deutschen sind mittlerweile online (Stand 2010), so die Agentur Jung von Matt. Sie stellten sich in Kooperation mit dem Spiegel der Herausforderung, die Internetnutzung des Durchschnittsdeutschen in der Studie “Deutschlands häufigste Netzwelt” zu untersuchen.

So schaut das deutsche durchschnittliche Wohnzimmer aus.
So schaut das deutsche durchschnittliche Wohnzimmer aus.
(Bildquelle: Jung von Matt)

Innerhalb von 5 Jahren erforschten sie das Verhalten des “Durchschnittsdeutschen”, Thomas Müller – der im Übrigen zu Beginn der Studie noch Alexander hieß, und ermittelten somit “Deutschlands häufigstes Wohnzimmer”. Es hätte einen pflegeleichten Teppichboden, auf dem eine eierschalfarbene Sitzgruppe, ein Deckenfluter und eine Zimmerpalme stehen würde. Zudem gäbe es seit 2007 auch Platz für einen PC, der immer mehr das Verhalten der Bewohner verändern würde. Gerade Preise online zu vergleichen oder Urlaubsreisen über`s Internet zu buchen, seien beliebte Beschäftigungen von Deutschen. Wie sich das Verhalten durch die Nutzung des Internets spezifisch verändert hat, zeigen die Ergebnisse der Studie.

Untersuchungsergebnisse: “Der Durchschnitts-Tag eines Deutschen”

Der durchschnittliche Deutsche surft mittlerweile pro Tag rund 62 Minuten im Internet. Den Start in den Tag begleitet meist die Überprüfung der E-Mails. Dazu nutzt Thomas Müller, wie 44 Prozent aller Deutschen, zum Lesen kein Mailprogramm, sondern den Browser. Im Anschluss daran möchte Thomas Müller einige Fragen beantwortet bekommen. Was kann da besser helfen, als die meistbenutzte Suchmaschine “Google”. Habe ich eine Frage, so kann ich diese schnell bei Google eingeben und bekomme eine Antwort. Die Themen nach denen gesucht wird, erstrecken sich über Auskünfte über Geräte (Apple-Handy), Fragen wie “Wie mache ich was?” oder “Wo bekomme ich das und das am günstigsten?”. Nachdem diese Information eingholt ist, kommt Thomas Müller jedoch der nächste Gedanke in den Sinn. Er möchte am kommenden Wochenende einen Ausflug machen und überlegt, wie das Wetter wohl werden wird. Wetterwebseiten sind sehr beliebt in Deutschland, wobei wetter.com am häufigsten genutzt wird. Der Durchschnittsnutzer bleibt ganze zwei Minuten auf dieser Seite. Für den Ausflug muss Thomas sich aber auch noch einmal über den Weg klar werden. Ein Routenplaner, auf dem er die Strecken anschauen kann, ist dabei sehr hilfreich. Beim Gedanken an den Ausflug fällt Thomas ein, er könnte mit seiner Frau Claudia am restlichen Wochenende auch mal wieder etwas unternehmen. Ein Restaurantbesuch oder ins Kino? Im Schnitt gehen Deutsche einmal pro Monat essen. Einen Kinobesuch können Deutsche innerhalb eines Jahres lediglich an einer Hand abzählen. Doch auch diese Information, was man unternehmen könnte, holt sich Thomas im Internet.

Nach dieser Informationsflut am Vormittag bleibt Thomas aber auch am Abend nach der Arbeit neugierig. Ein Kollege hat ihm von einem witzigen Video erzählt. Jetzt heißt es ab zu YouTube und dieses Video finden. Danach braucht er noch Informationen zu technischen Geräten, die er natürlich auch im Internet auf den entsprechenden Seiten findet. Am Ende der Recherche werden selbstverständlich noch die Preise verglichen, denn auch Thomas hat kein Geld zu verschenken. Fündig wird er dann bei Amazon. In Deutschland setzt das Unternehmen mehr als 3,4 Milliarden Dollar pro Jahr um. Doch auch auf den gesamten E-Commerce bezogen ist der Umsatzanstieg nicht zu bremsen. Im Jahr 2010 haben 86 Prozent aller Internetnutzer das Web für einen virtuellen Einkaufsbummel genutzt. Online-Einkaufsgüter sind vor allem Klamotten, Schuhe, CDs, DVDs und Bücher.

Zur Untersuchung:

Jung von Matt hat im Rahmen der Recherche für “Deutschlands häufigste Netzwelt” über 50 repräsentative Studien von der “Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung (AGOF internet facts)” über die “ARD/ZDF-Onlinestudie (Media Perspektiven)” bis hin zum “Institut für Demoskopie Allensbach (ACTA)” zur Internetnutzung ausgewertet. Daraus aufbauend hat Jung von Matt die Internetnutzung des Durchschnittdeutschen Thomas Müller in sieben Tagen mit jeweils ca. elf Filmen nachgestellt.

Weitere Informationen zum “Durchschnittlichen Wohnzimmer” und die gesamte Studie finden Sie unter diesem Link.

Zudem gibt es ein Video zu den Studienergebnissen.

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