Die deutsche Geschäftswelt ist im Metaverse Hype und sucht nach geeigneten Strategien für die digitale Positionierung. Wie sie sich strategisch auf das Metaverse einstellen und welche Implementierungsansätze besonders vielversprechend sind, verrät Ihnen eine aktuelle Studie.
Das Metaverse bietet die Möglichkeit, neue unternehmerische Wege zu entdecken und zu erforschen.
Nach dem Metaverse Hype und einem sehr differenzierten Diskurs über ebendieses im vergangenen Jahr, geht es für Unternehmen nun darum, sich im digitalen Raum zu positionieren. Doch wo stehen die deutsche Unternehmen und welche Schritte wurden bereits unternommen? Die Münchner Strategieberatung The Nunatak Group GmbH hat Marketing- und Digitalisierung-Verantwortliche deutscher Unternehmen befragt und in seinem „Nunatak Pulse Check” zusammengefasst. Die Ergebnisse legen offen, wie sich Unternehmen in Deutschland rund um das Thema Metaverse strategisch aufstellen und in welchen Bereichen die Implementation am interessantesten ist.
Jedes zweite Unternehmen hat konkrete Metaverse Projekte
Für Unternehmen ist es wichtig, sich mit den neuen Technologien und Trends rund um das Metaverse und Web3 sowie den Potenzialen, die daraus entstehen, auseinanderzusetzen. Aktuell finden sich bereits in mehr als jedem zweiten Unternehmen (56 Prozent) konkrete Projekte und Initiativen, die sich mit Metaverse und Web3 beschäftigen. Unternehmen haben das Thema also auf dem Schirm und testen die Möglichkeiten intensiv. Gleichzeitig wollen 52 Prozent der befragten Unternehmen ihre Aktivitäten im Hinblick auf das Metaverse in diesem Jahr verstärken. 30 Prozent werden das Thema mit gleichbleibender Intensität bearbeiten.
Anwendungsfelder sind breit gefächert
Das Metaverse schafft für viele Unternehmen vor allem zusätzliche Möglichkeiten, noch enger mit bestehenden und neuen Zielgruppen zu interagieren. Hierbei steht jedoch meist noch kein kommerzieller Nutzen im Vordergrund. Vielmehr wird die Chance genutzt, mit Pilotprojekten die potenzielle Positionierung des eigenen Unternehmens in neuen digitalen Umgebungen zu evaluieren. Belastbare Use Cases gibt es gerade bei kleineren Unternehmen noch zu wenige. Ein Umfrageteilnehmer wirft zum Beispiel mit Blick auf das Metaverse die grundsätzliche Frage auf, was „man damit als „ganz normales” Unternehmen anfangen” könne. Als Anwendungsbereiche werden vor allem „Virtual Experiences” genannt sowie die Schaffung von Communities (jeweils 56 Prozent). Aber auch die Verschiebung von Onboardings/Schulungen und Trainings im virtuellen Raum (53 Prozent) wird erprobt, wodurch viele Dienstleister wichtige Ressourcen sparen können.
Jeweils rund ein Viertel der Befragten will im Metaverse neue Produkte einführen (25 Prozent) und mit digitalen Zwillingen ihre Produkte optimieren (24 Prozent). 22 Prozent sehen im Metaverse auch Chancen für das Recruiting und 17 Prozent wollen das Metaverse bereits generell für industrielle Anwendungen nutzen.
Die Umfrage hat zudem beleuchtet, welche konkreten Ziele Unternehmen im Metaverse verfolgen: Für 56 Prozent der Unternehmen steht das Experimentieren mit dem Metaverse im Vordergrund. Jedes dritte Unternehmen sammelt zum Metaverse Informationen oder erreicht in diesem auch schon neue Zielgruppen. Gut ein Viertel will im Metaverse mehr Aufmerksamkeit für die eigene Marke und Produkte generieren (27 Prozent) und 21 Prozent wollen mit dem Metaverse ihr Geschäftsmodell weiterentwickeln.
Metaverse – beyond the hype
Bei aller Euphorie zeigt die Umfrage jedoch auch, dass die befragten Digitalisierungsexperten Kritikpunkte und Gefahren des Metaverses erkennen und berücksichtigen. Manche sehen die Gefahr, „einen zu großen Buzz zu generieren, wenn die Anwendungsfälle nicht den gewünschten Impact” haben. Zudem gibt es viel „fear of missing out” und den Druck, dabei sein zu müssen, „um die Risiken beherrschen und die Chancen nutzen zu können“.
Das Metaverse testen – so geht’s!
Damit Unternehmen nicht Gefahr laufen, das Metaverse ineffizient einzusetzen, empfehlen wir einen dreigeteilten Prozess, bestehend aus Exploration, Strategieentwicklung und Pilotprojekten. Aktuell befinden sich viele Unternehmen in der Explorationsphase, in der es darum geht, sich einen Überblick über die Potenziale des Metaverses zu machen, Use Cases zu suchen und zu bewerten.
Wichtige Fragen sollten hier sein: Welche Use Cases sind für uns interessant, welche nicht? Wie hilft uns das in unserer Unternehmensstrategie weiter? Wo liegen potenzielle Gefahren? Darauf aufbauend sollten Unternehmen eine Strategie entwickeln, wie das Metaverse in Zukunft berücksichtigt und genutzt werden soll. Aus der Strategie lassen sich dann mögliche Pilotprojekte ableiten, mit denen die Unternehmen ihre Strategie in der Praxis testen können. Gleichzeitig spielt auch die generative KI eine immer größere Rolle im Metaverse.
Da die generative künstliche Intelligenz immer leistungsfähiger und ausgereifter wird, entwickelt sie sich zu einem idealen Werkzeug für den Aufbau des Metaversums. Sie eignet sich auch hervorragend für die Entwicklung immersiver Erlebnisse und strategischer Pilotprojekte. Unternehmen sollten daher auch den Einsatz von generativer KI in Bezug auf das Metaverse beachten.
Stand: 08.12.2025
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Auseinandersetzung mit dem Metaverse: Die Karten werden jetzt gemischt
Das Metaverse – oder wie auch immer diese Entwicklung in ein paar Jahren heißen wird – gibt uns in jedem Fall die Möglichkeit, neue unternehmerische Wege zu entdecken und zu erkunden. Wie jede Entwicklung wird auch diese ihre Schattenseite haben. Die bereits erwähnten Dystopien können unsere Sinne schärfen und uns helfen, die Veränderungen in die richtige Richtung zu lenken.
Die Auseinandersetzung mit dem Metaverse wird für Unternehmen in Zukunft unumgänglich sein. Denn aktuell werden die Karten neu gemischt und Entscheider sollten mit am Tisch sitzen, sobald diese ausgeteilt werden. Early Adopter des Internets sind heute die wertvollsten Unternehmen der Welt – Wer sagt, dass dies nicht ebenfalls beim Metaversum eintreten wird?
*Manuel Halbing ist Managing Director & Principal sowie Metaverseexperte bei The Nunatak Group.