Um im B2B Bereich erfolgreich zu sein, bietet das aktuelle Hype-Thema „Retail Media“ Unternehmen, und vor allem Online-Händlern, eine profitable Möglichkeit, ihr Geschäft voranzubringen und ihren Umsatz zu steigern. Erfahren Sie in diesem Beitrag, wie Sie im Retail Media Geschäft Fuß fassen können.
Und was kommt nach der Cookie Party? B2B Unternehmen sollten sich dringend nach Alternativen umsehen. Eine Möglichkeit bietet das Retail Media Geschäft.
(Bild: Unsplash)
Laut IAB Europe wird sich der Retail Media Markt in Europa auf bis zu 25 Milliarden Euro erhöhen – das überholt sogar den Markt für lineare TV-Werbung. Bereits über 90 Prozent der Werbetreibenden arbeiten heute schon mit Händlern zusammen. Für den Unternehmenserfolg ist es jedoch entscheidend, dass Unternehmen die richtigen Voraussetzungen erfüllen.
Onsite Retail Media – ein erfolgversprechender Weg
Im Retail Media gibt es vor allem zwei Hauptspielarten: On- und Offsite. Onsite Retail Media beinhaltet Werbe- und Marketingmaßnahmen, die direkt auf der Website oder App des Händlers stattfinden und daher eher bestehende Kunden ansprechen. Beispiele hierfür sind Bannerwerbung, Produktempfehlungen und gesponserte Produktlistings. Offsite Retail Media beschreibt Maßnahmen, die außerhalb der eigenen Plattformen des Händlers stattfinden. Sie zielen aber darauf ab, potenzielle Kunden auf die Website oder App des Händlers zu lenken. Dazu werden externe Kanäle wie Social Media, Suchmaschinenmarketing und Displaywerbung genutzt. Offsite Retail Media eignet sich, um die Reichweite zu vergrößern und neue Kunden anzusprechen, die sich noch nicht aktiv mit dem Händler befassen.
Der richtige Start in das Thema ist in jedem Fall Onsite, da Verbraucher hier bereits eine konkrete Kaufbereitschaft zeigen. Die folgenden fünf Schritte sind für Unternehmen dabei ein erfolgversprechender Einstieg ins Retail Media Business:
Unternehmen sollten auf ihrer Website oder in ihren Apps geeignete und ausreichende Anzeigenplätze für ihre Werbung, Banner oder Kampagnen schaffen. Dabei ist es wichtig, nicht nur die klassischen Header-Banner zu berücksichtigen, sondern auch Platz für native Werbung einzuräumen. Dies führt zur Vermeidung von aufdringlicher Werbung und inspiriert die Zielgruppe. Ein zentrales Element können dabei Produktsuchen und Produktlisten sein. Das kommt bei den Nutzerinnen und Nutzern unaufdringlich an und stört die User-Erfahrungen nicht.
2. Die Notwendigkeit eines Tech-Stacks
Omnichannel-Lösungen, die in einem Tech-Stack verwurzelt sind und mithilfe spezieller ID-Technologien ohne Third Party Cookies funktionieren, erfassen und analysieren First Party Daten zentral. Diese Daten bilden die Grundlage einer Retail Media Strategie und bieten Vorteile für Kampagnen, die auf vergangenen Produktsuchen oder -käufen aufbauen. Die richtigen Partner im Adtech-Bereich an der Seite zu haben, ist ebenfalls von großer Bedeutung, wenn es um die Monetarisierung der Platzierungen geht. Denn: Eine erfolgreiche Kampagne ist nur mit einer engen Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen möglich, um somit die Synergieeffekte vollständig zu nutzen.
3. Eine gut durchdachte Datenstrategie
Eine erfolgreiche Kampagne erfordert eine gut durchdachte und vorbereitete Datenstrategie. Analysen zur Nutzung und zum Kaufverhalten der Zielgruppe auf der eigenen Plattform ermöglichen ein gezieltes Targeting. Dazu sind First Party Daten von der Website, der App oder einem Treueprogramm notwendig, die gepflegt und startklar in einer Datenbank vorliegen müssen. Besonders relevant sind Nutzersegmente, die wiederum auf früheren Produktsuchen oder -käufen basieren, da sie die Grundlage für effektive Kampagnen bilden.
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. hat die erste umfassende Market Landscape für das Retail-Media-Ökosystem in Deutschland veröffentlicht.
(Bild: BVDW Pressemeldung vom 25.06.2024)
4. Zwischen Kontrolle und Flexibilität
Unternehmen müssen flexibel und agil agieren. Ein gut aufgestelltes Retail Media Network ermöglicht es Unternehmen, schnell auf sich verändernde Marktveränderungen zu reagieren und zeitgleich die Kontrolle über ihre Marketingaktivitäten zu behalten. Retail Media Networks bieten Self Service Lösungen an, die eine einfache Verwaltung von Werbeinhalten durch die Integration unterschiedlicher Onlinekanäle ermöglichen. Auch hier ist die Zusammenarbeit mit Adserving- und Technologiepartnern ratsam, um den Aufbau und die Verwaltung des Netzwerks zu vereinfachen. Ein bedeutendes Kriterium für eine effektive Zusammenarbeit ist die Kommunikation! Es ist entscheidend, den idealen Zeitpunkt und Ort für Werbekampagnen festzulegen, den Bedarf frühzeitig zu erkennen und die Markteinführung neuer Produkte sorgfältig zu organisieren.
5. Die Erkenntnisse aus der Performance
Frühere Kampagnen liefern wichtige Erkenntnisse, aus denen Unternehmen lernen können. Dafür müssen jedoch Kennzahlen wie die Click Through Rate, die Conversion Rate und der Return on Advertising Spend (ROAS) gemessen werden. Diese Daten dienen nämlich als Grundlage, um Formate und Segmentierungen zu testen und anzupassen. Ein stabiler Tech-Stack, gründlich durchdachte Partnerschaften und ein gutes Verständnis für die Zielgruppe bieten Unternehmen die wichtigsten Voraussetzungen, um im Retail Media Geschäft aufzusteigen, ihre Strategien anzupassen und ihre Werbekampagnen voranzubringen.
Stand: 08.12.2025
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Retail Media ist eine vielfältige Lösung, mit der sich Unternehmen in der Post-Cookie-Ära behaupten und die Performance ihrer Werbekampagnen steigern können. Diese Chance sollten Unternehmen nutzen und sich dementsprechend anpassen, denn so haben sie einen Wettbewerbsvorteil im B2B Bereich und können sich bewähren.
*Mónica Vazquez verantwortet die globalen Retail Media- und Sell Side Lösungen von Adform als Product Lead am Standort Hamburg.