Kommunikation

5 Tipps für eine gelungene Weihnachtsrede

| Autor / Redakteur: Stefan Häseli / Georgina Bott

Alle Jahre wieder ... ist es an der Zeit für die große Rede auf der Weihnachtsfeier. Dass diese auch jeden Mitarbeiter begeistert, ist allerdings nicht leicht. Diese fünf Tipps helfen weiter.
Alle Jahre wieder ... ist es an der Zeit für die große Rede auf der Weihnachtsfeier. Dass diese auch jeden Mitarbeiter begeistert, ist allerdings nicht leicht. Diese fünf Tipps helfen weiter. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Weihnachten im Büro beschränkt sich meist auf einen Abend. Doch vor allem die Ansprache des Chefs birgt kommunikativ so manche Tücke. Mit diesen fünf Tipps wird aus jeder Weihnachtsrede ein wahres Fest der Freude.

1. Halten Sie sich kurz und bündig

Eine Weihnachtsfeier soll dem gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Firma dienen. Dafür wird sie einerseits geschätzt. Andererseits gibt es auch Leute, die diese Art nicht zwingend lieben. Nicht jeder sehnt sich nach privaten Stunden mit den Arbeitskollegen. Aus diesen beiden Gründen gibt es nur eine richtige Lösung: Eine möglichst kurze Weihnachtsrede. Die Ersten freuen sich, endlich Zeit mit den Kollegen zu verbringen und nicht lange zuhören zu müssen; die Anderen warten voller Verdruss nicht auch noch auf eine lange Rede. Zehn Minuten – das sollte ausreichen.

2.Gestalten Sie die Rede positiv und erfreulich

Eine Weihnachtsfeier ist, wie beide Wortteile aussagen: Weihnachten und Feier. Beides sind positive Besetzungen und erfreuliche Begebenheiten. Aus diesem Grund haben hier keine Gardinenpredigten, schlechte Verkaufszahlen oder düstere Aussichten auf das neue Jahr Platz. Vom Weihnachtsredner erwarten wir vielmehr schöne, positive, witzige und leichte Informationen. Dann hören wir auch gerne zu.

3. Bleiben Sie humorvoll und locker

Zahlreiche Vorgesetzte, die eine Ansprache halten (müssen), versuchen gerne, gerade hier zwanghaft witzig zu sein. Witz oder Humor sind aber immer eine heikle Angelegenheit. Das liegt den Einen mehr und den Anderen weniger. Darum: Wenn Humor, dann ein absolut unverdächtiger, der nicht verletzend, zweideutig oder gar schlüpfrig daherkommt. Und: Die Würde von Weihnachten sollte akzeptiert und gewahrt werden. Mit witzigen Anekdoten aus dem Alltag des vergangenen Jahres punktet eine Ansprache aber auf jeden Fall. Das lockert auf, ist positiv und betrifft alle.

4. Seien Sie wertschätzend und konkret

Die Weihnachtsrede bietet eine wunderschöne Gelegenheit, den Mitarbeitern zu danken. Gleichzeitig erspart man sich damit die lange Suche nach Inhalten oder (allzu oft abgedroschenen) Zitaten. Wichtig dabei: Für was genau wollen wir „Danke“ sagen? Nicht einfach nur „für das hervorragende Engagement“ – das kann leicht floskelhaft wirken. Besser kommt Dank dann an, wenn er konkret ist, also für Dinge und Begebenheiten, die den Aussprechenden auch wirklich gefreut und berührt haben.

5. Bleiben Sie ganz Sie selbst und bescheiden

Die Weihnachtsrede bietet die falsche Bühne, um eine rhetorische Hochglanzperformance abliefern zu wollen. Außer es liegt dem Redner wirklich … Weihnachten hat bei aller Feier immer etwas Bescheidenes, auch wenn das gerne vergessen wird. Denn Weihnachten ist die Geburt Jesu, der als armes Kind auf die Welt kam und den Begriff „Demut“ auch auf diese Art mitgeprägt hat. Es braucht also keine Hochglanzdarstellung. Bleiben Sie einfach Sie selbst! Mit persönlichen Geschichten. Kurz. Positiv. Jesus ist damals Mensch geworden – seien (oder werden?) Sie es als Chef oder Chefin gerade auch jetzt und hier für Ihre Mitarbeiter.

Stefan Häseli ist als Speaker und Autor erfolgreich.
Stefan Häseli ist als Speaker und Autor erfolgreich. (Bild: MM-PR)

Über den Autor

Stefan Häseli regt als internationaler Speaker dazu an, wirkungsvolle Kommunikation im Alltag mit Spaß zu erleben. Der 5-Sterne-Redner ist Autor zahlreicher Bücher und bekannt als Ratgeber in Radio- und TV-Sendungen. Für die Medien analysiert er regelmäßig aktuelle Ereignisse als ‚kommunikativer Beobachter’.

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