New Work

6 Faktoren für mentale Gesundheit am Arbeitsplatz

| Autor / Redakteur: Elena Geiger* / Georgina Bott

Diese sechs Faktoren können die mentale Gesundheit im Arbeitsleben verbessern.
Diese sechs Faktoren können die mentale Gesundheit im Arbeitsleben verbessern. (Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Mit Zeit- und Leistungsdruck sowie Konkurrenzkampf sind viele Menschen auf der Arbeit – zumindest gelegentlich – konfrontiert. Verschiedene Stressquellen können sehr belastend auf die Psyche wirken, jedoch mit einfachen Maßnahmen verringert oder zumindest kompensiert werden.

Laut Bundesregierung hat sich die Zahl der Krankheitsfälle mit psychischen Ursachen in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Unter Stress am Arbeitsplatz leidet also nicht nur der Arbeitnehmer, sondern auch der Arbeitgeber. Nicht nur muss er in Krankheitszeiten auf seine Mitarbeiter verzichten, psychische Erkrankungen sowie Unzufriedenheit wirken sich auf die Produktivität während der Arbeitszeit aus. Studien zeigen: Ein zufriedener Mitarbeiter ist im Schnitt um zwölf Prozent produktiver. Laut der World Health Organization kosten Depressionen, Angststörungen und Co. die globale Wirtschaft jährlich eine Billion US-Dollar.

Die aktuellen Entwicklungen in Richtung New Work sehen auch die Entlastung von Arbeitnehmern vor, etwa durch flexible Arbeitsmodelle oder moderne Büroeinrichtungen. Doch beim Thema Zufriedenheit und mentale Gesundheit am Arbeitsplatz spielen vielfältige Faktoren eine Rolle – gefragt sind sowohl Arbeitnehmer als auch -geber. Wir zeigen Ihnen sechs Faktoren für die mentale Gesundheit am Arbeitsplatz auf.

1. Ein erfüllender Job

Wer sich täglich mit Dingen beschäftigen muss, die weder Spaß bereiten noch in den eigenen Augen sinnvoll sind, wird auf lange Sicht unglücklich. Oder anders formuliert: Wer der Meinung ist, einen sinnvollen Job auszuführen, ist glücklicher und auch produktiver. Das richtige Maß an Auslastung ist hierbei der Schlüssel, denn Unterforderung führt auf Dauer zu Langeweile, Überforderung zu Stress, der im schlimmsten Fall zu einem Burn-out führen kann.

2. Mit Kollegen austauschen

Sozialer Kontakt macht glücklich – dementsprechend wichtig ist eine entspannte Stimmung im Team. Gespräche mit Kollegen in den Pausen entspannen und steigern die Laune. Eine Studie der Society of Human Resource Management ermittelte, die Beziehung zu Kollegen sei sogar die wichtigste Bedingung für das Engagement der Mitarbeiter. Ein offenes, kommunikatives Umfeld innerhalb der Firma sollte deshalb angestrebt werden.

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3. Pausen machen

Wer durcharbeitet, ist nur auf den ersten Blick produktiver: Irgendwann geht die Konzentration verloren, während wir nach regelmäßigen Pausen zwischen den Arbeitseinheiten wieder frisch und fokussiert an die Arbeit gehen können. Um noch mehr für die Psyche zu tun, sollte man Pausen dazu nutzen, an die frische Luft zu kommen und sich mit Kollegen zu unterhalten. Ideal ist ein kleiner Spaziergang, denn wer körperlich aktiv ist, reduziert Stress und kann besser von der Arbeit abschalten. Auch kleine Achtsamkeitsübungen können nachweislich zur Stressreduktion beitragen.

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4. Eine ausgewogene Work-Life-Balance

Eine gesunde Trennung von Berufs- und Privatleben sowie die Möglichkeit, sich Arbeit und Freizeit zu einem gewissen Grad selbst einzuteilen, sorgen bei Arbeitnehmern für die Ausgeglichenheit und Zufriedenheit. Experten zufolge können Gleitzeit, Home-Office und Vertrauensarbeitszeit nicht nur zu einer gesunden Work-Life-Balance beitragen, sondern steigern durch den Gewinn an Lebensqualität zusätzlich die Arbeitnehmer-Motivation und die Identifikation mit dem Unternehmen. Die Identifikation mit der Unternehmensphilosophie wiederum wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter aus – dies geht aus dem Wrike Happiness Index 2019 des Arbeitsmanagement-Experten Wrike hervor, in dessen Rahmen 4.000 Arbeitnehmer nach den Faktoren für ihre Zufriedenheit oder Unzufriedenheit am Arbeitsplatz befragt wurden.

5. Wertschätzung und Feedback

Für die eigene Arbeit wertgeschätzt zu werden, wirkt sich sowohl auf die Zufriedenheit im Job als auch auf Engagement und Produktivität aus. Arbeitgeber sollten deshalb darauf achten, ihren Mitarbeitern ausreichend Wertschätzung entgegenzubringen – sei es durch ein angemessenes Gehalt oder auch nur ein kleines Lob. Doch nicht nur lobende Worte sind wichtig für ein gesundes Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis, sondern auch konstruktives Feedback – dieses gibt Mitarbeitern die Möglichkeit, ihre Arbeit zu verbessern.

6. Entwicklungsmöglichkeiten im Job

Ewig auf der Stelle zu treten, demotiviert und macht unglücklich –die Möglichkeit, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln, gibt dagegen ein gutes Gefühl und regt Arbeitnehmer dazu an, die eigene Karriere aktiv mitzugestalten. Für Arbeitgeber bedeutet das, entsprechende Möglichkeiten bereitzustellen und die Mitarbeiter zu motivieren, diese wahrzunehmen. Weiterentwicklungsmöglichkeiten können ganz unterschiedlich aussehen: Egal ob Fortbildungskurse, Online-Angebote oder ein neues Projekt, Weiterbildung bedeutet nicht nur Fortschritt auf persönlicher Ebene, sondern auch für die Entwicklung des Unternehmens selbst.

Die Faktoren im Überblick:

Eine Infografik des österreichischen OTTO-Versands listet einige Faktoren auf, die die mentale Gesundheit im Arbeitsleben verbessern:

Arbeitsleben und Mental Health - eine Infografik von OTTO

* Elena Geiger ist Content Managerin bei der Peak Ace AG.

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