Die ertragreichen Zeiten von Pressemitteilungen und statischen Websites sind vorbei. Das veränderte Kaufverhalten von B2B Entscheidern bringt neue Herausforderungen in die Marketingabteilungen von B2B Unternehmen. Wer den Überblick verliert, läuft Gefahr, von der Konkurrenz abgehängt zu werden.
Diese 7 Challenges helfen Ihnen, um im dynamischen Umfeld der B2B Kommunikation auf der richtigen Bahn zu bleiben.
Die fortschreitende Digitalisierung und vielfältige Touchpoints führen zu einem immer komplexeren B2B Marketing. Unternehmen sehen sich damit konfrontiert, weiterhin konsistente Botschaften über eine immer größer werdende Anzahl von Kanälen zu kommunizieren.
Challenge 1: B2B Marketing wird komplexer
Gleichzeitig bleibt Content Marketing ein zentraler Pfeiler der B2B Strategie, wobei die Aufmerksamkeit einer Zielgruppe immer stärker umworben wird.
Um sich abzuheben, müssen Inhalte nicht nur qualitativ hochwertig und zielgruppenorientiert sein, sondern auch Mehrwert bieten und über die richtigen Kanäle ausgespielt werden. Verschiedene Formate wie Text, Video, Infografiken und Audio zu bedienen sowie Interaktionsmöglichkeiten einzubinden, können die Effektivität im B2B Marketing steigern. Beispielsweise erfreuen sich Podcasts zunehmender Beliebtheit, wie eine Bitkom-Studie belegt. Ein integrierter Kommunikationsansatz, der die Strategien von Public Relations und Marketing bündelt, kann einen konsistent starken Markenauftritt über alle Kanäle hinweg gewährleisten.
Challenge 2: In Krisenzeiten handlungsfähig bleiben
Der Begriff „Unimagination“ meint, dass bislang unvorstellbare Ereignisse, wie beispielweise der Vormarsch künstlicher Intelligenz, nun real werden. Neue Strategien sind gefordert, um unternehmerische Resilienz aufzubauen und diesen neuen Herausforderungen zu begegnen. Unternehmen müssen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein, um handlungsfähig zu bleiben. Die Akademische Gesellschaft für Unternehmensführung & Kommunikation prägte den Begriff bereits 2023 in ihrem „Communications Trend Radar”.
Das einst Unvorstellbare und seine Auswirkungen zu meistern, bedarf einer proaktiven Strategie. Dazu sollten Resilienz und Improvisation im gesamten Team trainiert werden. Ebenso wichtig ist es, die Kommunikationskanäle und das Marktumfeld kontinuierlich zu beobachten. So lassen sich unvorhergesehene Ereignisse frühzeitig identifizieren, richtig bewerten und adäquat handhaben.
Künstliche Intelligenz (KI) beschleunigt digitale Transformationen. Generative KI-Systeme, digitale Assistenten und intelligente Datenbanken revolutionieren gleichermaßen das B2B Marketing. KI ermöglicht es, die Content-Erstellung zu optimieren, und Informationen einfacher sammeln und strukturieren zu können sowie Inhalte zielgruppenspezifisch und suchmaschinenoptimiert zu gestalten. Das sorgt für mehr Effizienz im B2B-Marketing und setzt für kreative und strategische Aufgaben frei.
KI einzusetzen, birgt auch Herausforderungen, besonders hinsichtlich der Genauigkeit und Aktualität der generierten Inhalte. Daher ist eine kritische Überprüfung unerlässlich, um Fehlinformationen zu vermeiden. Trotz dieser Herausforderungen ist klar: KI gehört zum modernen Marketing und wird zunehmend zum Standard. Um nicht im Wettbewerb zurückzufallen, sollten Unternehmen diese Technologien nicht ignorieren.
Challenge 4: Social Media-Plattformen im B2B richtig nutzen
Im dynamischen Umfeld der B2B Kommunikation wird Social Media bedeutungsvoller. LinkedIn dominiert weiterhin als Schlüsselplattform im B2B Sektor, während die Rolle von Plattformen wie Xing und X ungewisser wird. Instagram hingegen erlebt einen Aufschwung, gerade durch vielfältige Content Formate. Verschiedene Formate zu nutzen und die Interaktion durch abwechslungsreiche Beiträge zu fördern ist also weniger optional als notwendig.
Angesichts dessen ist es entscheidend, neue Ansätze zu wagen, anstatt sich auf bewährte Kanäle zu verlassen. Dies erfordert eine ebenso flexible wie zielgerichtete Strategie, bei der Inhalte an erster Stelle stehen. Unternehmen müssen die Relevanz verschiedener Kanäle für ihre Zielgruppen sorgfältig evaluieren, um konsistente Botschaften effektiv zu übermitteln.
Challenge 5: Erst Demand Generation, dann Leadgenerierung
Ein wesentlicher Paradigmenwechsel im B2B Marketing stellt die Verlagerung von einer reinen Leadgenerierung hin zur Nachfragegenerierung (Demand Generation) dar. Dieser Umschwung beruht auf der Erkenntnis, dass ohne eine grundlegende Nachfrage im Markt, die Lead- und Neukundengewinnung nicht nachhaltig gesteigert werden kann. Der Demand-Ansatz zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Marke und ihre Produkte zu wecken sowie das Unternehmen als Branchenexperten zu positionieren, um so eine langfristige Beziehung zu Kunden aufzubauen.
Unternehmen sollten folglich hochwertige Inhalte preisgeben, ohne eine Gegenleistung wie Datenangaben einzuholen. Damit kann eine Marke am Anfang des Sales Funnels platziert werden. Beide Ansätze zu verfolgen – erst Demand Generation, gefolgt von Leadgenerierung – ist entscheidend für den langfristigen Erfolg im B2B Marketing. So schaffen Marketer eine gute Basis, um interessierte, qualifizierte Leads zu gewinnen und den Umsatz zu steigern.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Challenge 6: Interne Kommunikation für eine stärkere Marke
Im B2B Marketing funktioniert nicht ohne interne Kommunikation: Unternehmen sehen ihre Mitarbeiter zunehmend als Schlüsselfaktoren, um neue Talente anzuwerben. Angesichts des intensiven Wettbewerbs um qualifizierte Arbeitskräfte müssen Firmen kreativ sein und sich durch ein starkes Unternehmensimage und klare Werte hervorheben.
Interne Kommunikation bindet eine Belegschaft an das Unternehmen und fördert eine Kultur, in der Mitarbeiter ermutigt werden, ihre Erfahrungen und das soziale Engagement des Unternehmens öffentlich zu teilen. Unternehmen müssen dabei effektiv in ihre interne Kommunikation investieren, um sowohl die Bedürfnisse bestehender als auch potenzieller Mitarbeiter zu berücksichtigen.
Challenge 7: Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung
Nachhaltigkeit entwickelt sich zunehmend zu einem Grundstein von Unternehmensstrategien und -kommunikation. Angesichts strengerer gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen, wie der „Corporate Sustainability Reporting Directive“ (CSRD) der EU und der „Green Claims Directive“, wird von Unternehmen verlangt, ihre Nachhaltigkeitsbemühungen gründlich zu validieren und transparent zu kommunizieren.
Für das B2B Marketing bedeutet dies, evidenzbasiert und faktenorientiert nachhaltig zu denken, um glaubwürdig zu bleiben und das Vertrauen von Stakeholdern zu stärken. Die Rolle von Kommunikationsfachleuten wandelt sich dabei in Richtung Nachhaltigkeitsmanagement, was tiefgreifende Kenntnisse erfordert.
Die größte Herausforderung für B2B Marketer bleibt nach wie vor, sich mit aktuellen Entwicklungen zu beschäftigen und mutig neue Wege zu gehen. Nicht immer kann dies aus eigener Kraft bewältigt werden. Es empfiehlt sich daher, mit erfahrenen Kommunikationsexperten und anderen B2B Marketern den Austausch zu suchen und Neues selbst auszuprobieren.