Recruiting

7 Trends, die den Bewerbermarkt verändern

| Autor / Redakteur: Clemens Dittrich und Matthes Dohmeyer* / Lena Höhn

Die Suche nach dem richtigen Bewerber hat sich stark verändert. Mobile und Künstliche Intelligenz revolutionieren die Stellensuche vor allem technisch.
Die Suche nach dem richtigen Bewerber hat sich stark verändert. Mobile und Künstliche Intelligenz revolutionieren die Stellensuche vor allem technisch. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Vor 20 Jahren waren offene Stellen meist in Tageszeitungen zu finden. Vor 10 Jahren haben Online-Stellenportale den Markt übernommen. Heute revolutionieren Mobile und Künstliche Intelligenz die Stellensuche. Folgende Trends verändern die die Suche nach den richtigen Bewerbern heute.

1. Der Arbeitsmarkt bringt Bewerber in den „Driver-Seat“

Die Vollbeschäftigung in zahlreichen Branchen macht es heute für qualifizierte Bewerber einfacher denn je sich die passende Stelle auszusuchen. Damit verschiebt sich die Machtposition in Richtung Bewerber. Personaler müssen sich etwas einfallen lassen, um die richtigen Kandidaten für ihre offenen Stellen zu erreichen. Die Wünsche der Bewerber bestimmen die Ansprache.

Tipp: Verstehen Sie die Wünsche der Kandidaten an den Bewerbungsprozess. Schnelle, einfache und zielführende Lösungen, wie Apps, werden bevorzugt.

2. Die besten Kandidaten haben einen Job - sind aber oft wechselwillig

Heute haben die meisten qualifizierten Fachkräfte einen Job - insbesondere die Besten. Auf der anderen Seite sieht sich rund die Hälfte der Arbeitnehmer aktuell nach einem neuen Job um. Das sind die Fachkräfte um die gekämpft wird.

Tipp: Angeln Sie sich die potentiell wechselwilligen Fachkräfte mit niedrigschwelligen Kontaktmöglichkeiten. Diese bewerben sich aber nicht aufwändig, sondern bevorzugen schnelle Kontaktmöglichkeiten.

3. Ob Restaurant, Liebe oder Job: heute wird mobil gesucht

Die Generation der unter 35jährigen sucht ihre Liebe mobil auf Tinder & Co. Dann ist es doch nur folgerichtig, dass auch die Suche nach dem nächsten Job auf dem Smartphone startet: auf dem Weg zur Arbeit, ins Kino oder zu Hause auf der Couch. Und natürlich soll auch die Bewerbung vom Mobiltelefon aus funktionieren.

Tipp: Erreichen Sie Bewerber dort, wo sie die meiste Zeit verbringen: auf dem Smartphone – gleich neben den Nachrichten der besten Freunde.

4. Überbewerteter Zeitfresser: das Anschreiben verliert an Bedeutung

Bei wenigen Dingen sind sich Bewerber und Personaler so einig: das Anschreiben verliert an Bedeutung. Es kostet für Bewerber viel Zeit, die gerade die Besten (siehe oben) nicht haben und hält sie von einer Bewerbung ab. Personaler lesen das Anschreiben ohnehin nur kurz und messen ihm weit weniger Bedeutung zu als dem Lebenslauf. Wen wundert es: Anschreiben sind oft voller blumiger Floskeln. Im Lebenslauf zählen Fakten.

Tipp: Verzichten Sie auf das Anschreiben. Nutzen Sie besser schnellere Methoden und entscheiden Sie (mit Hilfe von KI) auf Basis von Fakten, wen Sie kennen lernen möchten. Motivation kommt im persönlichen Gespräch besser zum Zuge als auf Papier.

5. Geschwindigkeit zählt: Eine kurze time-to-hire als Wettbewerbsvorteil

Startups wachsen schnell. Ebenso schnell wächst Bedarf an Programmierern, Sales-Leuten und anderen Fachkräften. Ein durchschnittlicher klassischer Bewerbungsprozess dauert mehrere Wochen – manchmal Monate. Das ist zu lang. Nur wer auch im Personal schnell wachsen kann, kann im Wettbewerb bestehen.

Tipp: Es gibt Alternativen zur Stellenanzeige. Mit Apps können Kandidaten und Unternehmen innerhalb weniger Tage vom ersten Kennenlernen bis zur Vertragsunterzeichnung kommen.

6. Der perfekte Match: Mit künstlicher Intelligenz auf Job und Kandidaten zusammenbringen.

Künstliche Intelligenz kann immer besser die Vorauswahl für die passenden Kandidaten bzw. die passenden Jobs übernehmen. Durch diese Vorselektion können sich Personalverantwortliche auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und ihre Zeit in die passenden Kandidaten investieren.

Tipp: Testen Sie schon heute die Vorzüge von KI bei der Personalauswahl. So finden Sie schneller die perfekten Kandidaten und müssen sich nicht mit unpassenden Bewerbungen beschäftigen.

7. Einfachheit siegt: Rundum-Sorglos-Pakete für Personaler machen klassische Stellenanzeigen überflüssig

Auch sie sind nur Menschen: sowohl Bewerber als auch Personaler wollen es lieber einfach als kompliziert haben. Deshalb wird erwartet, dass der Bewerbungs- und Auswahlprozess einfach und transparent abläuft.

Tipp: Suchen Sie für die Personalauswahl Tools, die Ihnen Arbeit abnehmen und nicht neue Arbeit schaffen. KI und persönliche Unterstützung beim Auswahlprozess können Hand in Hand arbeiten, um Personaler beim Finden der richtigen Kandidaten zu unterstützen.

* Clemens Dittrich und Matthes Dohmeyer sind die Gründer der Job-App für Young Professionals truffls.

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