Ein Online Shop ist im B2B genauso wichtig wie im B2C. Das Unternehmen Alexander Bürkle GmbH & Co. KG hat dies schon vor Jahren erkannt. Nun war es an der Zeit den Shop zu relaunchen. Michael Fritsch, Head of Digital Sales bei Alexander Bürkle, blickt mit uns auf den Relaunch zurück.
Der Online Shop bringt mehr Sichtbarkeit! Michael Fritsch, Head of Digital Sales von Alexander Bürkle GmbH & Co. KG, zeigt wie.
Laut einer Studie von ibi research aus dem Jahr 2021 ist der eigene Online Shop im B2B der beliebteste Vertriebskanal. Er bietet alles, was die Käufer erwarten: Eine gute Übersicht der Produkte, Schnelligkeit und auch Bequemlichkeit. Hier muss nicht zunächst telefoniert oder der nächste Laden rausgesucht werden. Das zeigt, wie wichtig der eigene Shop auch für viele Mittelständler ist. Wichtig ist es deshalb auch, mit der Zeit zu gehen und neben der Webseite auch den Shop regelmäßig zu relaunchen.
Genau in diesem Prozess befindet sich aktuell der Mittelständler Alexander Bürkle GmbH & Co. KG, der schon seit einigen Jahren einen eigenen Shop besitzt. Gestartet ist Alexander Bürkle als Elektrogroßhandel für Handwerk, produzierende Unternehmen und Maschinen- und Anlagenbauer. In die Zukunft gehen will es als Technologiedienstleister.
Doch was sind die Gründe für einen Relaunch? Wie läuft der Relaunch eines Online Shops ab? Und wie sieht eine Persona für einen Online Shop aus?
Interview mit einem Experten
Wir haben dazu mit Michael Fritsch, Head of Digital Sales von Alexander Bürkle GmbH & Co. KG, gesprochen. Er gibt Einblicke in den Relaunch des Online Shops von Alexander Bürkle.
marconomy: Welchen Grund gab es für den Relaunch des Online Shops?
Michael Fritsch: Der Grund dafür ist, dass der Online Shop einfach in die Jahre gekommen ist. Der alte Shop ist eine komplette Selbstentwicklung. Außerdem werden hier noch Technologien verwendet, die „End of Life“ erreicht haben. Ein Neustart war also wirklich notwendig. Zudem war ein wichtiger Grund für den Relaunch, dass wir die Dienstleistungen rund um die Produkte stark in den Fokus rücken wollten. Es gab also mehrere Bedürfnisse, warum der Online Shop in die Neuentwicklung ging.
Parallel zu dem Relaunch des Online Shops gab es auch ein Relaunch eurer Website. Inwiefern war das ein Benefit für euch?
Fritsch: Vor meiner Zeit wurde 2018 eine neue Website mit einem komplett neuen Corporate Design gelauncht. Damals unter dem Aspekt, den Transformationsprozess zum Technologiedienstleister auch nach außen sehr stark sichtbar zu machen. Auf der alten Website von 2018 war die große Herausforderung, dass der Elektrogroßhändler eigentlich gar nicht mehr wahrgenommen wurde. Intern stellte sich die Frage, was wir eigentlich in der Zukunft sind. Aber auch die Kunden haben sich die Frage gestellt, ob sie künftig noch Ware bei uns erhalten können. Die einzigen Produkte, die auf der Website auftauchten, waren Herstellernews zu bestimmten neuen Technologien, die wiederum auf den Markt gebracht wurden. Aber unser Portfolio und unsere circa 3,8 Millionen Produkte, die wir an unsere Kunden liefern – davon war nichts zu sehen.
2020 haben wir mit der Entwicklung unseres Shops gestartet. Mitten im Entwicklungsprozess haben wir dann entschieden, dass wir parallel auch die Website in Angriff nehmen. So haben wir beides parallel relauncht. Das ermöglicht es heute, dass alle Produkte aus dem Online Shop auch öffentlich sichtbar sind. Allerdings alles ohne Preise und Verfügbarkeit, da nur B2B Kunden bei uns einkaufen dürfen.
Das Projekt, gab euch die Möglichkeit, euch ganz neu zu präsentieren, richtig?
Fritsch: Ganz genau. Was wir mit dem Relaunch erreicht haben, ist letztlich, dass wir wieder eine ganz klare Sichtbarkeit des Elektrogroßhandels haben. Jetzt sogar viel stärker als in der Vergangenheit. Der alte Shop war so aufgebaut, dass man sich erst einloggen musste, bevor man einen Blick auf die eigentlichen Inhalte der Website werfen konnte. Heute sind die Produkte öffentlich sichtbar, jeder weiß, wie unser Portfolio aussieht. Parallel dazu haben wir uns die Frage gestellt, wie wir die Bedeutung des Technologiedienstleisters mit der des Elektrogroßhändlers kombinieren können. Mit der neuen Website haben wir ganz klar publiziert, dass wir ein Elektrogroßhändler sind, der Dienstleistungen anbietet. In diesem Zusammenhang haben wir unser gesamtes Dienstleistungsportfolio noch einmal standardisiert und veröffentlicht.
Bei euch waren Personas auch ganz zentral. Inwiefern spielt bei einem Online Shop denn auch die Persona eine wichtige Rolle?
Fritsch: Wir haben ganz unterschiedliche Käufer in unserem Online Shop. Wir haben beispielsweise einen Monteur, der auf einer Baustelle ist und schnell was braucht. Wir haben auch Geschäftsführer, also Inhaber von Handwerksbetrieben, die damit auch einen Teil ihrer internen Verwaltung erledigen möchten. Es gibt aber auch professionelle Einkäufer von Großunternehmen, die wieder ganz andere Bedürfnisse haben. Für uns ist es daher wichtig zu wissen, wer bei uns einkauft, was der Einkäufer nutzt und was wir ihm bieten müssen, damit er den Shop optimal nutzen kann. Auf Grund unseres umfangreichen Portfolios haben wir eben auch eine extreme Breite an Anforderungen, die auf uns trifft.
Stand: 08.12.2025
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Aber gab es auch externe Unterstützung? Wie viel Zeit steckt eigentlich in so einem Projekt? Und was sagen die Zahlen? Mehr dazu hat Michael Fritsch bei marconomy Moderatorin Alicia Weigel im B2B Hero Podcast erzählt. Neugierig?
Dann hören Sie gleich rein:
Das erwartet Sie in dieser Folge:
Ab Minute 04:44: Ein Blick auf die Historie
Ab Minute 5:33: Der Relaunch vom Online Shop
Ab Minute 8:01: Die Folgen des Relaunches
Ab Minute 10:59: Vor- und Nachteile von Corona
Ab Minute 12:06: Veränderungen durch den Online Shop
Ab Minute 14:50: Personas für den Online Shop
Ab Minute 17:26: Die Größe des Projekts
Ab Minute 18:46: Die Datenqualität
Ab Minute 24:06: Agiles Arbeiten
Ab Minute 25:44: Externe Unterstützung
Ab Minute 26:34: Feedback der Kunden
Ab Minute 28:17: Manpower
Ab Minute 30:52: Ein Blick in die Zahlen
Ab Minute 32:33: Drei Tipps für Marketer
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