Experience Plattform B2B goes 4.0 – Ein Händlermarkt wird digital

Autor / Redakteur: Till Beutling* / Viviane Krauss

Die digitale Transformation von Messe- und Vertriebsformaten liefert in Zeiten von Corona nicht nur akut Ersatz, sondern schafft darüber hinaus auch klare Vorteile und messbare Mehrwerte. Hier erfahren Sie, welche Fragen Sie sich stellen sollten, um ein gutes digitales Design umsetzen zu können.

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Gerade im digitalen Raum müssen sich kulturelle Rhythmen und Prinzipien erst noch entwickeln. Und Conventions sind immer ein Ort der Begegnung.
Gerade im digitalen Raum müssen sich kulturelle Rhythmen und Prinzipien erst noch entwickeln. Und Conventions sind immer ein Ort der Begegnung.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Die Lyreco Deutschland GmbH – ein Anbieter für Büro- und Arbeitsplatzlösungen – hat sich bereits im Juli 2020 der Herausforderung gestellt, wie eine analoge Sales Convention im Digitalen Raum stattfinden kann. Ein großer und mutiger Schritt. Dazu galt es vorab, eine substanzielle Frage zu klären: Warum kommen Menschen überhaupt zusammen? Worum geht es beim analogen Face-to-Face Gespräch eigentlich? Was steckt dahinter? Denn erst die Beantwortung dieser Fragen lieferte in ihrer Essenz die Grundlage für wirklich gutes digitales Design.

Komfortabel und kostengünstiger

Herausgekommen ist eine digitale, komplett gebrandete und zu 100 Prozent auf die Bedürfnisse aller Stakeholder ausgerichtete Plattform, die das Beste aus Videoconferencing, Streaming und digitaler Interaktion vereint. Face-to-Interface Kommunikation mit videogestützter Kundenpräsentation, interaktiven Tools und digitalen Schnittstellen.

So funktioniert eine Sales Convention nicht nur digital. Sie funktioniert sogar besser. Teilnehmer-Management, nachträgliche Erreichbarkeit der Inhalte und die einfache Ablage aller relevanten Daten im persönlichen Bereich vereinfachen die Vernetzung und die nachhaltige Interaktion zwischen Besucher und Aussteller. Das ist nicht nur komfortabel, sondern auch kostengünstiger. Denn einmal etablierte digitale Strukturen lassen sich natürlich auch wiederverwenden und ausbauen. Faktoren wie eingesparte Reisekosten, CO2 Werte und nicht zuletzt der gesundheitliche Schutz der Mitarbeiter mal außen vorgelassen.

„Digital funktioniert für uns nicht“

Gerade im digitalen Raum müssen sich kulturelle Rhythmen und Prinzipien erst noch entwickeln. Und Conventions sind immer ein Ort der Begegnung – denn hinter jedem Lead steckt ein Mensch. Daher hört die Arbeit niemals bei der technischen Umsetzung auf, sondern verlangt immer auch den Blick eines Konzeptioners und Coaches. So gab es auf der Sales Convention neben dem Verkauf Raum für gemeinsame Aktivitäten wie Yoga und unkonventionelle Begegnungsformen. Dadurch treffen Menschen auf Menschen: Und das bildet bekanntlich die Grundlage für erfolgreiche Geschäfte.

Man kann Lyreco nur beglückwünschen, nicht die Lösung von der Stange genommen zu haben. Der wahre Erfolg steckt dann doch wie so oft im Detail. Verfügt eine Lösung nicht über die Möglichkeit der vollen Anpassbarkeit auf das eigene Profil, die Eigenheiten der Zielgruppe und nicht zuletzt auf die Bedürfnisse der eigenen Mitarbeiter droht das Projekt schnell als „Digital funktioniert für uns nicht“ abgeschrieben zu werden. Eine verschenkte Chance, die langfristig zu einem richtigen Problem werden kann. Oder anders gesagt: Wer heute in seine digitale Kompetenz investiert, ist der Gewinner von Morgen.

*Till Beutling ist Managing Partner bei FLUUR

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