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Big Data Analyse Big Data Einsatz erhöht Produktivität und Umsatzwachstum

Redakteur: Dr. Gesine Herzberger

Automobilbauer und Versicherungen nutzen Big Data Analysen in Deutschland am fortschrittlichsten. Eine Studie hat ergeben, dass jeweils 21 Prozent der Unternehmen in diesen Branchen moderne Methoden der Datenanalyse einsetzen.

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In der Automobilindustrie und der Versicherungsbranche werden Big Data Analysen am besten eingesetzt – bis jetzt! Auch andere Bereiche, wie zum Beispiel die Chemie- und Pharma-Unternehmen entwickeln sich, mit Blick auf Big Data, immer weiter.
In der Automobilindustrie und der Versicherungsbranche werden Big Data Analysen am besten eingesetzt – bis jetzt! Auch andere Bereiche, wie zum Beispiel die Chemie- und Pharma-Unternehmen entwickeln sich, mit Blick auf Big Data, immer weiter.
(Bildquelle: Pixabay, CCO Public Domain)

Das hat eine gemeinsame Studie von Bitkom Research und der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG ergeben. Ebenfalls zur Spitzengruppe gehören Chemie- und Pharma-Unternehmen mit 20 Prozent sowie die Energiewirtschaft mit 19 Prozent.

„Big-Data-Analysen liefern den Unternehmen die Grundlage für fundierte Entscheidungen“, sagt Dr. Mathias Weber, Big Data Experte bei Bitkom. Big Data wird zum Beispiel in der Produktionsplanung, im Risikomanagement oder in der Kundenanalyse eingesetzt. Damit können Unternehmen die Produktivität erhöhen oder das Umsatzwachstum ankurbeln. „Das größte Potenzial von Big Data liegt in der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle“, betonte Weber. Insbesondere in Kombination mit anderen Technologien wie Cloud Computing oder mobilen Anwendungen entstehen derzeit zahlreiche neue Online-Dienste, die von Start-ups oder etablierten Unternehmen auf den Markt gebracht werden.

Telekommunikation, Handel, Banken und IT/Elektronik im Mittelfeld

Big Data Analytics beschreibt die Auswertung großer Datenmengen aus verschiedenen Quellen in hoher Geschwindigkeit. Basis der Technologie sind neue Methoden der Speicherung und Verarbeitung von Daten wie In-Memory-Computing oder nicht-relationale Datenbanken. In Unternehmen fließen neben Stammdaten zum Beispiel Informationen aus dem Kundenmanagement, Sensordaten von Maschinen oder Geräten oder externe Daten wie Wetterprognosen in die Analysen ein. „Mit Big Data können verschiedene Szenarien für die Zukunft simuliert werden, um daraus konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten“, sagt Weber. Davon könnten zahlreiche Unternehmensbereiche wie die Produktion, das Marketing oder das Controlling profitieren.

Nach den Ergebnissen der Umfrage zählen bei der Nutzung fortschrittlicher Big Data Analysen die Branchen Telekommunikation (16 Prozent), Handel (14 Prozent), Banken (13 Prozent) und IT/Elektronik (12 Prozent) zum Mittelfeld. Schlusslichter sind die Wirtschaftszweige Transport und Logistik mit einem Anteil von 2 Prozent sowie die Medien mit 1 Prozent. „Big Data Analysen werden sich zügig verbreiten, da viele Unternehmen den Einsatz konkret planen oder zumindest diskutieren“, sagt Weber. Die meisten Unternehmen mit konkreten Planungen finden sich laut Umfrage in der IT/Elektronik mit einem Anteil von 16 Prozent, bei den Versicherungen mit 13 Prozent sowie in der Gesundheitswirtschaft mit 10 Prozent.

Zur Studienerhebung

Die Angaben basieren auf einer repräsentativen Umfrage, die Bitkom Research in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG durchgeführt hat. Dabei wurden in Deutschland 706 Unternehmen ab 100 Mitarbeitern befragt. Die Frage lautete: „Inwieweit nutzt oder plant Ihr Unternehmen fortgeschrittene Analysen von Daten unterschiedlichster Herkunft und Struktur zur Suche nach Erkenntnissen?“.

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Über Bitkom:

Bitkom vertritt mehr als 2.300 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, davon gut 1.500 Direktmitglieder. Sie erzielen mit 700.000 Beschäftigten jährlich Inlandsumsätze von 140 Milliarden Euro und stehen für Exporte von weiteren 50 Milliarden Euro. Zu den Mitgliedern zählen 1.000 Mittelständler, 300 Start-ups und nahezu alle Global Player. Sie bieten Software, IT-Services, Telekommunikations- oder Internetdienste an, stellen Hardware oder Consumer Electronics her, sind im Bereich der digitalen Medien oder der Netzwirtschaft tätig oder in anderer Weise Teil der digitalen Wirtschaft. 78 Prozent der Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Deutschland, 9 Prozent kommen aus Europa, 9 Prozent aus den USA und 4 Prozent aus anderen Regionen. Bitkom setzt sich insbesondere für eine innovative Wirtschaftspolitik, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine zukunftsorientierte Netzpolitik ein.

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