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Digitaler Wandel Change Management: den digitalen Wandel begleiten

| Redakteur: Dr. Gesine Herzberger

Warum scheitern digitale Projekte in Unternehmen? Ein Grund ist sicherlich unzureichendes Change Management – denn häufig dauert es sehr lange, bis der digitale Wandel auch in den Köpfen der Mitarbeiter angekommen ist.

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Wandel findet nicht nur in der Tierwelt statt. Auch Unternehmen müssen sich im digitalen Wandel – ähnlich wie ein Chamäleon – an neue Gegebenheiten anpassen und ihre Strukturen verändern.
Wandel findet nicht nur in der Tierwelt statt. Auch Unternehmen müssen sich im digitalen Wandel – ähnlich wie ein Chamäleon – an neue Gegebenheiten anpassen und ihre Strukturen verändern.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Doch das ist nicht der einzige Grund. Die Experten von Iskander Business Partner sind sich sicher, dass neben dem fehlenden Change Management auch zu geringe finanzielle Mittel und Fähigkeiten für das Scheitern digitaler Projekte verantwortlich sind. Eine neue Technologie zu implementieren reicht nicht! Der digitale Wandel muss sich auch in den Köpfen der Mitarbeiter festsetzen. Dennoch wird Change Management in digitalen Veränderungsprojekten häufig nicht als notwendig erachtet oder gar abgelehnt.

Führungskräfte im Change-Prozess

Doch die Digitalisierung verlangt vielen Unternehmen eine hohe Flexibilität ab, benötigt Freiräume und führt zu geringen Halbwertszeiten von Geschäftsmodellen, Organisationsstrukturen und Führungskräften. Vor allem Führungskräfte bewegen sich in einem Umfeld, das von Unsicherheit und unvorhersehbarem Wandel geprägt ist. Trotzdem müssen sie sich darin bewegen, Entscheidungen treffen und Mitarbeiter gut führen, indem sie ihnen ein verlässlicher Coach sind und ihnen trotz des Umbruchs ein Gefühl von Sicherheit vermitteln. Die Mitarbeiter auf der anderen Seite stehen Veränderungen oft skeptisch gegenüber, da sie durch mangelnde Informationen und negative Erfahrungen aus früheren Veränderungsprozessen am Altbekannten festhalten oder fehlendes Vertrauen ins Management haben. „Digitale Veränderungen sind häufig radikal, beispielsweise wenn sich Unternehmen durch neue Geschäftsmodelle restrukturieren müssen“, verdeutlicht Ines Schönenberg, Unternehmensberaterin bei Iskander Business Partner. „Die Führungspersonen werden hier als Change Manager wichtige Implementierungshelfer und benötigen entsprechende Fähigkeiten. Sie müssen zwar mit den harten Fakten hantieren, Mitarbeiter aber mit einer guten Portion, Reflexions-, Empathie- und Kommunikationsfähigkeit begleiten.“

Digitale Veränderungsprojekte: Immer wieder Neuland

Bei digitalen Veränderungsprojekten kommen im Vergleich zu klassischen Change-Projekten weitere Anforderungen hinzu, denn sie haben häufig keine vorgefertigten Vorgehensweisen und beschreiten immer wieder Neuland. Ausprobieren und Agilität sind oft feste Bestandteile. Zudem ist die Schlagzahl der Veränderungen deutlich höher. „Früher wurden Change-Projekte durchgeführt und die neue Situation war für eine gewisse Zeit stabil“, erklärt Ines Schönenberg. „Diesen festen Zustand gibt es für Unternehmen nicht mehr. Vielmehr wird die Veränderungsfähigkeit und -bereitschaft von Unternehmen und Mitarbeitern gefordert, denn erfolgreiche Unternehmen sind agil und flexibel und reagieren rasch auf veränderte Kunden- oder Marktanforderungen. Dabei beginnt der Qualifizierungsprozess bei den Führungskräften selbst.“

Ines Schönenberg stellt im Whitepaper „Change Management: Möglichmacher in digitalen Zeiten“ den konzentrierten Qualifikationsprozess „Understand – Transform – Ensure“ vor. Der Ansatz soll nicht das Musterbeispiel für „den“ Change Management-Prozess schlechthin liefern, sondern mit verschiedenen Maßnahmen und Instrumenten ein flexibles und individuelles Vorgehen ermöglichen. Das Projektteam, bestehend aus internen Mitarbeitern und externen Experten, bildet eine agile Einheit, in der die beiden Blickwinkel „inside-out“ und „outside-in“ vereint werden.

Die Mitarbeiter motivieren statt kontrollieren

Wichtig ist dabei vor allem, das notwendige Skillset bei den Führungspersonen zu schaffen. Dieses setzt sich zusammen aus hohen empathischen, strukturellen und fachlichen Fähigkeiten. Nur damit können sie Transformationen als Change Manager aktiv steuern und umsetzen. „Unternehmen müssen hier umdenken, Change Manager frühzeitig in digitale Veränderungsprojekte einbeziehen und Führungskräfte entsprechend befähigen“, fordert Ines Schönenberg.

Auch die Coachingkompetenzen der Führungskräfte werden in diesem Zusammenhang immer wichtiger. „Coachende Führung ist ein Muss für digitale Herausforderungen, denn die Methoden zeichnen sich durch eine effektivere Mitarbeiterbeeinflussung und -motivation aus“, so Ines Schönenberg. Statt zu kontrollieren und zu kommandieren, fungiert die Führungskraft hier eher als Coach und Wegbereiter, der Inspiration und Identifikation ermöglicht und die Mitarbeiter zur eigenverantwortlichen Selbststeuerung befähigt. Den Führungskräften diese eher neuartigen Kompetenzen zu vermitteln, sollte ebenfalls fester Bestandteil des Qualifikationsprozesses sein.

Understand – Transform – Ensure

Ziel der ersten Phase „Understand“ ist es, die Herausforderungen zu verstehen, ein sicheres Projekt-Setup zu schaffen sowie die Organisation und die Mitarbeiter auf die bevorstehende Transformation vorzubereiten. Während der „Transform“-Phase werden die Mitarbeiter mobilisiert und durch Schulungen, Wissensdatenbanken oder Teambildungs-Maßnahmen befähigt, die unternehmerische Veränderung umzusetzen. Eine besondere Rolle spielen hierbei agile Projektmanagement-Methoden wie SCRUM sowie geeignete Kollaborations-Tools. In der abschließenden Phase „Ensure“ soll die Veränderung stabilisiert werden. Hier stehen vor allem auch Softskills und methodische Fähigkeiten der Führungskräfte im Mittelpunkt.

* Das Whitepaper steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.

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Über Iskander Business Partner:

Die 2005 gegründete Unternehmensberatung Iskander Business Partner steht für messbaren Mehrwert und eine ergebnisorientierte Partnerschaft mit den Kunden. Sie berät Unternehmen in den Bereichen Telekommunikation, Information, Medien und Entertainment, Retail, Automotive und Financial Services. Für sie entwickelt Iskander Business Partner umsetzungsorientierte Lösungen, um Produkt-, Marketing-, Vertriebs- und CRM-Strategien zu optimieren oder neu auszurichten. Mit unternehmerisch denkenden und engagierten Beratern sowie spezialisierten Experten, begleitet und unterstützt die Unternehmensberatung ihre Kunden maßgeschneidert von der Strategie bis zur erfolgreichen Umsetzung. Vertrauen, Transparenz und Kundenorientierung bilden die Eckpfeiler der gesamten Unternehmensphilosophie von Iskander Business Partner und spiegeln sich in der Arbeit jedes einzelnen Beraters wider.

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