Erste Eindrücke vom Lead Management Summit 2024 Customer Centricity, Messbarkeit und ein neues Wir-Gefühl auf dem Lead Management Summit 2024

Von Moritz Ollmert 5 min Lesedauer

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Am 9. und 10. April 2024 kamen rund 350 Teilnehmer aus B2B Marketing und Vertrieb zum Lead Management Summit in Würzburg zusammen. Das vielfältige Programm umfasste Themen wie Leadgenerierung, Lead Nurturing, Social Selling und den neu hinzugefügten Vertriebsstrang. In diesem Artikel finden Sie einen ersten Rückblick.

Professor Dr. Jens Böcker eröffnete mit seiner Keynote den Lead Managment Summit 2024, der auch dieses Jahr ganz im Zeichen des Austauschs stand.(Bild:  Lead Management Summit 2024, Stefan Bausewein)
Professor Dr. Jens Böcker eröffnete mit seiner Keynote den Lead Managment Summit 2024, der auch dieses Jahr ganz im Zeichen des Austauschs stand.
(Bild: Lead Management Summit 2024, Stefan Bausewein)

Was verbindet eigentlich Marketing und Vertrieb? Mit dieser Frage eröffnete Georgina Bott ihre Moderation des Lead Management Summit 2024. Marconomy hat es sich in diesem Jahr noch stärker zur Aufgabe gemacht, Teil einer möglichen Antwort zu sein. Erfolgreiches Lead Management mit all seinen Facetten ist ein Gebiet, das besonders im B2B Bereich Marketing und Vertrieb in ihrer Mission vereint. Das bewiesen die über 30 Speaker auf der Bühne wie im Konferenzraum, wie auch die Vielzahl an Teilnehmern sehr eindrucksvoll.

Genauso wirkungsvoll sind die Impressionen der folgenden Bildergalerie, die Sie durch die beiden Konferenztage führen:

Impressionen vom Lead Management Summit 2024
Bildergalerie mit 158 Bildern

Barrieren verstehen, Lösungen aufzeigen

In seiner Eröffnungs-Keynote legte Professor Dr. Jens Böcker von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg den Schwerpunkt auf die „Smarketing Studie 2023“, die er gemeinsam mit dem CRM-Player ADITO Software durchgeführt hat. Zunächst ging es nicht um eine konkrete Untersuchung, sondern um ein allgemeines Gefühl in der B2B Marketing- und Vertriebslandschaft.

Nach einigen Gesprächen und Überlegungen zwischen Praktikern und Forschern wurde klar, dass das Zusammenspiel von Marketing und Vertrieb in deutschen Unternehmen eine solide Grundlage für eine wissenschaftliche Untersuchung bietet. „Als Professor für Marketing habe ich die strikte Trennung in zwei Instanzen nie in Frage gestellt. Es ist jedoch richtig und wichtig, genau das zu tun", betont Böcker, bevor er in die Vorstellung der Studie einsteigt.

Die Ergebnisse der Online-Befragung von 230 Unternehmen waren auf den ersten Blick nicht überraschend. In 50 Prozent der Fälle arbeiten Marketing und Sales als zwei getrennte Abteilungen, 27 Prozent haben sich zu einem Bereich zusammengeschlossen und der Rest befindet sich dazwischen. Es gibt gemeinsame Projekte oder Meetings, aber keine explizite Zusammenarbeit.

Laut Böcker ist die Zweigleisigkeit einer der wichtigsten Faktoren, die das Wachstum von Unternehmen behindern. Gerade diese Wachstumsthematik aber treibt die meisten Firmen im B2B regelmäßig und konstant um. Daher ist es nur logisch, dass 6 von 10 befragten Geschäftsführern die engere Zusammenarbeit, wenn nicht gar die Verschmelzung von Sales und Marketing als positiv einstufen. Die Zustimmung ist im Vertrieb etwas niedriger und im Marketing schließlich nur bei rund 30 Prozent. Warum ist das so?

Der Geschäftsführer behält das gesamte Unternehmen im Blick. Der Vertrieb wünscht sich mehr Unterstützung und das Marketing ist bereits breit aufgestellt. Die Aussicht auf eine Erweiterung des Spektrums kann im ersten Schritt also vielleicht auch als zusätzliche Belastung wahrgenommen werden.

Nach der Keynote zu Beginn des Summits wurden einige zentrale Pain Points und Weiterentwicklungspotenziale deutlich, die im Laufe der zweitägigen Veranstaltung immer wieder anklangen:

  • Customer Centricity: Was will mein Kunde eigentlich?
  • Datennutzung: Wie werden meine Maßnahmen messbar und vor allem, wie zentralisiere ich die Daten für eine spätere Nutzung?
  • Teamwork: Mit- statt Nebeneinander. Wie können Marketing und Sales die gleiche Sprache sprechen?

Ein neues Wir-Gefühl wurde spürbar

In verschiedenen Themenbereichen, wie Lead Management, Nurturing, Scoring, Marketing Controlling und Social Selling, gab es zahlreiche Vorträge und Sessions. Viele Themen waren dem Handlungsfeld „Marketing und Vertrieb“ zugeordnet. Spätestens beim Netzwerkabend im Maschinenhaus des Würzburger Bürgerbräu wurde deutlich, dass der persönliche Austausch untereinander der zentrale Aspekt des Lead Management Summits ist und mit Recht oberste Priorität hat. Silodenken bricht nicht auf, indem Menschen sich anschweigen. Für neue Wege braucht es vor allem drei Dinge: Mut, Zeit und jede Menge Kommunikation.

Die 10 Weisheiten des Lead Management Summit 2024

1. „Erklärtes Ziel für zukunftsfähiges Lead Management ist die Stärkung des Daten Know-hows. Marketing und Vertrieb müssen dabei eine Sprache sprechen.“ – Jens Böcker
2. „Maßnahmen, die nicht messbar sind, können wir auch nicht managen.“ – Nicole Niazi, DOYMA
3. „Leads verhalten sich nicht linear – und jeder Lead verhält sich anders.“ – Sabrina Dür, ADLON
4. „KI kann mich in der Datenanalyse optimal unterstützen und mit geringerem Kostenaufwand meine Performance immens zu steigern.“ – Bettina Potsch, Vogel Communications Group
5. „Wie können Sie mit Sales Enablement starten? Die Grundregel lautet: Start small but start now!“ – Julia Meier, Seismic
6. „Technologie ist eine starke Brücke zwischen Marketing und Sales.“ – Franko Schulz
7. „In Unternehmen agieren Marketing und Vertrieb oftmals als zwei verschiedene Maschinen. Jede hat ihren eigenen Antrieb. Leider führt diese Sichtweise zwangsläufig zu Silodenken.“ – Lumi Dochia, TRUMPF
8. „Unser Auftrag im B2B endet nicht mit dem abgeschlossenen Auftrag, sondern mit dem abgeschlossenen Enablement des Kunden.“ – Wolfgang Strassburger, Onemedia
9. „Likes don’t pay your bills. Wirklich guter Content ist für uns die Eintrittskarte in die Interaktion. Guter Content erzeugt Resonanz.“ – Torben Fangmann, LMZ Lenkering
10. „Bitte nicht übereinander, sondern konstruktiv miteinander sprechen.“ – Heike Leise, für den Vertriebsmanagerverband

Zeit, Danke zu sagen

Wir möchten uns auch in diesem Jahr bei allen Referenten und Teilnehmern bedanken, die zum Inhalt des Lead Management Summits beigetragen haben. Ein herzliches Dankeschön geht auch an unsere Sponsoren und Partner: ADITO Software GmbH, snapADDY, DYADIC GMBH, Funntastic, MOSAIQ, Business Data Solutions GmbH, Onemedia Consulting, B2B Agency Group, Leadvolution , Seismic, Werbeboten Media, Vogel Corporate Solutions, Statista Content & Design, Vertriebsmanagerverband, e-commerce Magazin und IT-Schulungen.com.

Das Lead Management Rad dreht sich weiter

Sie wundern sich vielleicht, warum dieser Nachbericht nicht auf alle einzelnen Aspekte des Programmes eingeht, wie in den Vorjahren. Lassen Sie es uns erklären: Wie so viele Aktivitäten in B2B Marketing und Vertrieb ist Lead Management ein Dauerlauf und kein Sprint – wer erfolgreich darin sein will, muss Kontinuität sicherstellen und Ausdauer beweisen. Um dieses Bild auch nach unserem Event ein bisschen weiterzutragen und zu einem neuen Wir-Gefühl beizutragen, verlängern wir den Nachbericht in diesem Jahr als Serie.

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Neben der heutigen Kurzform erwarten Sie in den kommenden Wochen immer wieder Einblicke in die einzelne Themenstränge der beiden Konferenztage. Den Anfang machen Lead Management und Nurturing Anfang Mai. Falls Sie bis dahin noch einen Blick auf das Programm und die Referenten werfen wollen, die uns dieses Jahr unterstützt haben, finden Sie diese im Rückblick auf der Eventseite.

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