E-Commerce

Das muss ein B2B-Shopsystem können

| Autor / Redakteur: Robin Pieper / Georgina Bott

Im B2B gibt es oftmals mehrere Personen, die für den Einkauf von Produkten zuständig sind. Deshalb ist eine Voraussetzung für ein gutes B2B-Shopsystem ein Rechte- und Rollenmanagement.
Im B2B gibt es oftmals mehrere Personen, die für den Einkauf von Produkten zuständig sind. Deshalb ist eine Voraussetzung für ein gutes B2B-Shopsystem ein Rechte- und Rollenmanagement. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Verschiedene Einkäuferrollen, komplexe Bestellungen und individuelle Preise – B2C-Systeme können die speziellen Anforderungen an einen Online-Shop im Geschäftskundenbereich meist nicht abdecken. Doch worauf gilt es bei einem B2B-Shopsystem zu achten? Und welche Funktionen sollten enthalten sein?

Das stetige Wachstum des E-Commerce-Marktes spiegelt sich zunehmend auch in der B2B-Branche wider. Die Anzahl der Unternehmen aus dem Geschäftskundenbereich, die einen Verkauf ihrer Produkte über Online-Vertriebskanäle forcieren, nimmt rapide zu. Allerdings ergeben sich aus den zum Teil komplexen B2B-Prozessen spezielle Anforderungen an Shopsysteme. Diese werden von den herkömmlichen B2C-Systemen entweder gar nicht oder nur zum Teil abgedeckt. Von daher ist es empfehlenswert, im Vorhinein zu überprüfen, inwiefern ein Shopsystem die erforderlichen Kriterien abdeckt.

1. Rechte- und Rollenmanagement

Im Geschäftskundenbereich gibt es oftmals mehrere Personen, die für den Einkauf von Produkten zuständig sind. Dabei kann es vorkommen, dass die verantwortlichen Einkäufer unterschiedliche Befugnisse haben und gewissen Einschränkungen, zum Beispiel hinsichtlich des Budgetrahmens, der Bestellmenge oder der Produkte unterliegen. Um zu vermeiden, dass Mitarbeiter ihre Kompetenzen überschreiten, sollte es möglich sein, in einem B2B-Shopsystem die unterschiedlichen Rechte- und Rollen der jeweiligen Mitarbeiter hinterlegen zu können. Sobald ein Mitarbeiter seinen festgelegten Budgetrahmen übersteigt, muss der Vorgang automatisch an die vorgesetzte Person zur Freigabe weitergeleitet werden.

2. leistungsstarke Suchfunktion

Das Produktsortiment eines B2B-Unternehmens ist in vielen Fällen sehr vielfältig und für Kunden schwer überschaubar. Demzufolge gehört eine leistungsstarke Suchfunktion zu den Grundvoraussetzungen eines B2B-Shopsystems. Mit dieser ist sicherzustellen, dass Kunden schnellstmöglich die gesuchten Produkte angezeigt bekommen. Um dies zu gewährleisten, empfiehlt es sich, eine Suchfunktion einzusetzen, die in der Lage ist, Sucheingaben automatisch zu vervollständigen oder zu korrigieren, sodass Kunden trotz eventueller Tippfehler die richtigen Produkte angezeigt bekommen. Des Weiteren sollte die Suchfunktion eines B2B-Shops Synonyme erkennen und den Kunden verwandte Artikel und Produktgruppen vorschlagen.

3. Erleichterung im Bestellvorgang

Der Bestellvorgang im B2B-Bereich unterscheidet sich maßgeblich von dem im B2C-Bereich. Während Endverbraucher vor allem in unregelmäßigen Abständen einzelne Bestellungen durchführen, erfolgen im Geschäftskundenbereich überwiegend gleiche Bestellungen, die sich in regelmäßigen Abständen wiederholen. Aus diesem Grund sollte es in einem B2B-Shop möglich sein, getätigte Bestellungen im System zu hinterlegen und bei Bedarf wieder aktivieren zu können. Auch sollte es möglich sein, umfangreiche Bestellungen über den Upload einer CSV-Datei, oder durch die Eingabe von Artikelnummern über die Suchleiste dem Warenkorb hinzufügen zu können. Das stellt primär bei umfangreichen Bestellungen eine enorme Erleichterung für die Kunden dar.

4. individuelle Preisgestaltung

Die Einkaufskonditionen aus dem B2B-Segment werden individuell vereinbart. Dadurch ergeben sich aus der Preisfindung besondere Anforderungen an das einzusetzende Shopsystem. Faktoren wie individualisierte Rabattstaffelungen, unterschiedliche Kundengruppen, Bestellmengen oder Versandkosten haben Einfluss auf die Einkaufspreise der einzelnen Kunden. In einem B2B-Shopsystem muss es möglich sein, für einen Artikel verschiedene Preise zu hinterlegen, damit den Kunden die Produkte zu den individuell vereinbarten Einkaufskonditionen angezeigt werden.

5. Multishopfähigkeit

Eine Multistore-Umgebung ermöglicht den Shopbetreibern die Abbildung mehrerer, nach außen hin eigenständiger Onlineshops, die sich zentral aus einem Backend heraus verwalten lassen. Das gibt Onlinehändlern mit einem umfangreichen Produktsortiment die Gelegenheit, unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen und die jeweiligen Onlineshops gezielter auf die einzelnen Kundengruppen auszurichten.

6. Responsive Design

Der Zugang zum Internet erfolgt zunehmend über mobile Endgeräte. Auch im B2B-Bereich werden Smartphones und Tablets vermehrt dafür genutzt, im Internet nach Produkten zu recherchieren und Käufe zu tätigen. Die zunehmende Popularität der mobilen Endgeräte macht es erforderlich, dass B2B-Shopsysteme für die mobile Nutzung optimiert sind. Das gibt den Kunden die Gelegenheit, den Onlineshop jederzeit und überall aufrufen zu können.

7. nahtlose Schnittstellen

Shopsysteme müssen im B2B-Segment nahtlos in bestehende Systemlandschaften eingebunden werden. Damit ein reibungsloser Datenaustausch gewährleistet werden kann, sind Schnittstellen zu Anwendungen wie Warenwirtschaftssystemen, Produktinformationssystemen, Content-Management-Systemen, Buchhaltungssystemen und Controllingsystemen erforderlich. Nicht vorhandene Schnittstellen zu Drittanbietersystemen verursachen einen erheblichen Mehraufwand, da in diesen Fällen individuelle Schnittstellen programmiert werden müssen. Im schlimmsten Fall stellt eine fehlende Schnittstelle ein K.O.-Kriterium dar. Von daher sollten B2B-Shopsysteme Schnittstellen zu den gängigsten Drittanbietersystemen anbieten.

8. Händlerintegration

Hersteller und Großhändler betreiben oftmals nicht nur eigene Filialen, sondern arbeiten mit einer Vielzahl von Händlern zusammen. Daraus ergibt sich die Herausforderung, Händler in die digitalen Vertriebswege des Herstellers zu integrieren, um somit ein digitales Distributionsnetzwerk aufzubauen und Prozesse shopübergreifend zu automatisieren. Von der Händlerintegration profitieren sowohl die Hersteller, die dadurch die Reichweite ihrer Marke erhöhen, als auch die Händler, die von der größeren Bekanntheit des Herstellers profitieren.

B2B ist nicht gleich B2C ...

... das gilt auch für die zum Einsatz kommenden E-Commerce-Systeme. Faktoren wie Einkaufskonditionen, Mitarbeiterrechte und -rollen, Integrationsfähigkeit oder das Produktsortiment erfordern spezielle Anforderungen, die ein Shopsystem für den Geschäftskundenbereich beinhalten muss. Die Auswahl der richtigen Shopsoftware hängt dabei stark von den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens ab.

Robin Pieper ist Teil der Shopware Marketing Abteilung und studiert aktuell Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten operatives und strategisches Marketing.
Robin Pieper ist Teil der Shopware Marketing Abteilung und studiert aktuell Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten operatives und strategisches Marketing. (Bild: shopware AG)

Über die Shopware AG

Die shopware AG ist ein deutscher Softwarehersteller für Online-Shopsysteme. Dabei konzentriert sich das Unternehmen derzeit auf sein Kernprodukt Shopware 5, eine neuartige und führende Shopsoftware für Unternehmen und Online Shops jeglicher Größe. Mit aktuell mehr als 60.000 Kunden und über 1200 Vertriebspartnern ist die shopware AG einer der erfolgreichsten Hersteller von Shopsoftware und außerdem einer der größten Innovationstreiber im deutschen E-Commerce.

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