Die Möglichkeiten Daten zu generieren wachsen immer weiter. Das bietet auch immense Chancen für das digitale Marketing – wenn die Daten richtig genutzt und die passenden Strategien daraus abgeleitet werden. Diese fünf Trends sollten dabei auf der Marketing-Agenda stehen.
Diese fünf Themen dürfen nicht auf der Marketing-Agenda 2021 fehlen.
(Bild: pexels)
Das digitale Marketing gehört zu den wichtigsten Themen für ein Unternehmen – und das nicht erst seit der anhaltenden Corona-Pandemie, die die Digitalisierung weiter vorantreibt. Insbesondere mit der Nutzung von Daten werden sich die Firmen dieses Jahr im Rahmen ihrer digitalen Marketingstrategien beschäftigen müssen.
Trend #1: Der beschleunigte Zuwachs an Daten
Die Datenmenge, über die Unternehmen verfügen, steigt stark an. Laut einer weltweiten Befragung des Marktforschungsunternehmens True Global Intelligence im letzten Jahr, rechnen zwei Drittel der Unternehmen damit, dass sich die Menge der ihnen zur Verfügung stehenden Daten bis 2025 nahezu verfünffachen wird. Zu den Datenquellen zählen beispielsweise die automatisierte Fertigung und die digital vernetzte Produktion. Zudem entstehen stetig neue digitale Kommunikationskanäle, über die sich Mitarbeitende über Unternehmensgrenzen hinweg austauschen. Auch der Marketingbereich verändert sich: Daten bilden die Grundlage für das digitale Marketing. Damit stellen Unternehmen ihren Kunden passgenaue und zielgruppengerechte Informations- und Produktangebote zur Verfügung – beispielsweise mittels vollautomatisierter und individuell zugeschnittener Kampagnen über mehrere Kanäle hinweg. Der Trend hin zu mehr Daten und datengestütztem Marketing wird sich dabei weit über das Jahr 2021 hinaus fortsetzen.
Trend #2: Die Entwicklung hin zur Multi-Cloud-Lösung
Unternehmensdaten werden aufgrund der leichten Erreichbarkeit und großen Speicherkapazitäten immer häufiger in die Cloud verschoben. Dabei nutzen die meisten Unternehmen die Dienste von drei US-amerikanischen Cloud-Anbietern: Amazon, Google und Microsoft. Welchen der drei Anbieter Firmen letztlich wählen, liegt maßgeblich am Nutzungszweck. So wird Amazon Web Services (AWS) häufig verwendet, wenn es sich um sehr große Datenmengen handelt. Google hingegen bietet sich an, wenn vermehrt künstliche Intelligenz eingesetzt werden soll. Und bei Microsoft können Unternehmen auf die Dienste eines langjährigen und erfahrenen Software-Konzerns zurückgreifen. Für welche Cloud- Lösungen sich Firmen auch entscheiden, sie alle bieten ein hohes Maß an Flexibilität und IT-Skalierungsmöglichkeiten. Zudem sparen Unternehmen durch die Cloud-Nutzung Kosten, da sie nicht in eigene, aufwändigere IT-Infrastrukturen investieren müssen. Auch in Zukunft werden diese Lösungen daher weiter ausgebaut werden.
Trend #3: Die Demokratisierung von Daten
Auch das Thema Datendemokratisierung befindet sich in diesem Jahr weiter stark im Aufwind. Insbesondere für mittelständische Unternehmen ist es wichtig, für die Zeit nach der Corona-Pandemie zu planen und sich gut für die Zukunft aufzustellen. Das Konzept der Datendemokratisierung sieht vor, so vielen Anwendern wie möglich Zugang zu relevanten Unternehmensdaten zu verschaffen und dabei entsprechende Regeln in puncto Datensicherheit und Data Privacy zu berücksichtigen. Eine optimierte IT-Struktur, bei der weite Teile der Anwender Zugriff auf gut aufbereitete, leicht verständliche Daten haben, hilft dabei, erfolgversprechende datenbasierte Entscheidungen zu treffen. Jedoch häufen sich auch kritische Stimmen, die eine Gefahr für den Datenschutz sehen, wenn eine große Anzahl von Personen Zugang zu Unternehmensdaten erhält. Wichtig ist es dabei, sämtliche Anforderungen der DSGVO konsequent im Unternehmen umzusetzen. Sensible Daten müssen sicher vor Missbrauch oder Datendiebstahl geschützt sein.
Trend #4: Die zunehmende Bedeutung von künstlicher Intelligenz
Ob Machine Learning, Decisioning, Natural Language Processing (NLP) oder neuronale Netze – die verschiedenen Arten der künstlichen Intelligenz (KI) finden immer mehr Verbreitung in deutschen Unternehmen. Firmen nutzen KI in Verbindung mit ihren Unternehmensdaten, um ihre Arbeitsprozesse, beispielsweise in der Produktion, zu optimieren. Auch im Marketingbereich erfreuen sich KI-Technologien einer immer größeren Beliebtheit. KI-gestützte Systeme ermöglichen es, Zielgruppen besser zu verstehen und Online-Trends schneller zu erkennen. Das digitale, KI-gestützte Marketing ist daher einer der Trends in diesem Jahr. Dabei besteht die Aufgabe des Marketers heute nicht länger darin, einfach nur Daten über Kunden anzusammeln, sondern die Daten möglichst effizient auszuwerten und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten. Werden KI- und Datenanalysemethoden korrekt eingesetzt, können Unternehmen durch den Lernprozess ihre Ressourcen besser einsetzen und ihre Conversion-Rates deutlich erhöhen. Aufgrund der entscheidenden Vorteile ist nicht erkennbar, dass der KI-Trend in den nächsten Jahren abflauen wird.
Im digitalen Zeitalter gewinnen die Digital Assets, also sämtliche Datenbestände und digitale Inhalte, an denen Unternehmen Nutzungsrechte haben, zunehmend an Bedeutung. Dies können Bilder, Videos, Audiodateien, Textdateien, Grafiken oder sonstige Datenbestände sein. Aufgrund der schnell anwachsenden Datenbestände, vor allem seit Beginn der Coronakrise, wird vor allem auch in diesem Jahr deutlich: das Digital Assets Management (DAM), also die effiziente Verwaltung der Assets, wird für Unternehmen immer wichtiger. Allein die Vielzahl an Digital Assets und die Komplexität des digitalen Marketings, bei dem verschiedene Dateiformate zum Einsatz kommen, macht eine funktionierende Verwaltung der Bestände für sie unabdingbar. Durch DAM lässt sich beispielsweise brauchbares Material schnell finden und unbrauchbares Material schnell aussortieren. Für Unternehmen, die große Datenbestände hüten, ist dies ein klarer Mehrwert.
Stand: 08.12.2025
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Fazit: Die aktuelle Krise hat noch einmal verdeutlicht, dass die digitale Transformation in Unternehmen wichtiger ist denn je. Dazu zählt insbesondere das digitale Marketing, welches im Jahr 2021 ganz im Zeichen der Daten steht. Nutzen Firmen diese Daten nicht nur, sondern transformieren sie diese auch als Werttreiber für sich, schaffen sie nicht nur einen Wettbewerbsvorteil, sondern sichern sich auch langfristigen Erfolg.
* Olaf Peter Schleichert ist Partner bei der Münchner Digitalberatung OMMAX