Digital Asset Management

Der Impact der Digitalisierung aufs B2B Marketing

| Autor / Redakteur: Michael Sahlender / Georgina Bott

Die Digitalisierung ist längst in allen Branchen angekommen. Doch neben der Produktion kann vor allem auch das Marketing davon profitieren.
Die Digitalisierung ist längst in allen Branchen angekommen. Doch neben der Produktion kann vor allem auch das Marketing davon profitieren. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Quer durch alle Branchen gehört die Digitalisierung zum ungeschlagenen Trendthema. Im Fokus von Industrieunternehmen steht die Digitalisierung von Produktionsprozessen. Doch auch sie profitieren von einer Digitalisierung ihrer Marketingaktivitäten.

Für Produktionsunternehmen bedeuten Digitalisierung, Internet der Dinge und Industrie 4.0 in erster Linie Fabrikautomatisierung und eine hocheffiziente Fertigung. Dabei gerät oftmals aus dem Blick, dass es auch für B2B-Unternehmen immer wichtiger wird, positive Nutzererlebnisse zu schaffen. Denn während der klassische Telefonsupport immer mehr an Bedeutung verliert, werden digitale Kommunikationswege immer entscheidender.

Waren die „Touchpoints“ zum Kunden vor nicht allzu langer Zeit noch von direktem Austausch geprägt und überschaubar, sammeln Kunden heutzutage ihre Nutzererfahrungen über eine Vielzahl digitaler Kontaktpunkte. Die Kundenerwartungen an ein B2B-Unternehmen, messen sich zunehmend an dem Komfort, den Nutzer aus sozialen Netzwerken wie Facebook, Whatsapp, Dropbox und Co. kennen. Die Anzeige schneller Ergebnisse ist dabei ebenso elementar, wie eine einfache digitale Bedienstruktur und eine hohe Customer Experience. Aus gutem Grund hält eine Mehrheit europäischer Unternehmen das Thema Customer Experience für einen wettbewerbsrelevanten Faktor.

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Positive Kundenerfahrungen schaffen

Es gilt daher, positive Kundenerfahrungen zu schaffen, um eine emotionale Bindung zum Kunden aufzubauen. Im Idealfall schaffen es Unternehmen, einheitliche, konsistente Nutzererlebnisse über eine Vielzahl an Medienkanälen, Geräten und Plattformen zu generieren, und zwar standortunabhängig und rund um die Uhr. Weiterempfehlungen zufriedener Nutzergruppen sorgen für ein positives Image der Marke oder des Produkts.

Doch nur wenigen Unternehmen gelingt es, eine einheitliche Customer Experience an den unzähligen „Touchpoints“ herzustellen. Vielerorts existiert noch nicht einmal eine geeignete Strategie oder es mangelt bisweilen erheblich an Personalstärke, um Nutzererlebnisse konsequent analysieren, kontrollieren und ausbauen zu können. Das ist keine Bagatelle: Denn die Vernachlässigung der Markenkonsistenz führt häufig zu Vertrauensverlust auf Kundenseite. Oder anders formuliert: Starke Marken profitieren von einem hohem Wiedererkennungswert sowie zuverlässiger Bereitstellung der Inhalte.

So weit, so gut – zumindest theoretisch –, denn in der Praxis hapert es hier oftmals schon beim Daten-Handling: So wird zum Beispiel ein und dasselbe Bild sowohl für den Social Media-Kanal, das Magazin, die Webseite und den Katalog aufbereitet. Bei der Vielzahl verschiedener Kanäle werden Medieninhalte beliebig oft vervielfältigt. In kurzer Zeit ergeben sich durch das Anlegen und Speichern verschiedener Größen und Dateitypen innerhalb relativ kurzer Zeit enorme Datenmengen. Insbesondere für Marketingabteilungen, die international und in verschiedenen Sprachen agieren, bedeutet dieses erhöhte Datenvolumen eine große Herausforderung.

Zentraler Daten-Hub für konsistente Kommunikation

Doch es gibt Lösungen, die helfen, bei den für die Markenpflege verwendeten Inhalten geeignete Strukturen und eine Konsistenz zu schaffen: ein Digital Asset Management (DAM). Mithilfe von DAM-Software können Daten gespeichert, verwaltet, gefunden, abgerufen, geteilt und versendet werden. Einzelne Medieninhalte werden durch individuelle Metadaten beschrieben, wobei diese je nach den Bedürfnissen des Systems oder Zielgruppen, wie beispielsweise Designer oder Benutzer, variieren können. Auf diese Weise kann die Datenversorgung zahlreicher Kanäle intelligent gestaltet werden.

DAM-Software ermöglicht eine konsistente Markenführung durch effiziente Datenspeicherung und Koordination einzelner Assets. Unternehmensintern werden Flexibilität und Mobilität begünstigt, indem Benutzer einen gesicherten Zugriff auf geschäftskritische Assets erhalten – egal ob sie diese vom Desktop-PC oder mobil abfragen. Ein weiterer Vorteil: Ein DAM verfügt in der Regel über ein Feature fürs Lizenzmanagement, so dass der eigene Content rechtlich einwandfrei – auch neu zusammengesetzt – wiederverwertet werden kann. DAM-Lösungen bieten zudem einen Überblick über alle digitalen Datentypen. Unterm Strich werden Produktionsverzögerungen und somit Kosten durch die Verteilung von Aufgaben an interne und externe Teams vermieden. In der Folge herrscht mehr Transparenz in Hinblick auf Änderungen, Anmerkungen und Freigaben, die per System nachvollziehbar abgebildet werden.

Best Practice: CLAAS

Datenchaos, Dubletten, Zeitverlust und unnötig blockierter Speicherplatz prägten den Alltag der Marketing- und Vertriebsabteilungen des Landmaschinenherstellers CLAAS. Das Unternehmen ist mit zwölf Produktionsstandorten und 13 Vertriebsgesellschaften in Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika vertreten. Im Zuge der Umsetzung einer einheitlichen Marketing- und Kommunikationsstrategie entschied sich das Unternehmen 2009 für eine DAM-Software (CELUM) mit In- und Exportfunktionen für Adobe InDesign und MS Office, um seine 30 Produktmarken, rund 300 Produkttypen und unzähligen Produktvarianten für die Kommunikation zu managen.

Die Bilanz der Digitalisierung: eine enorme Zeitersparnis und eine Steigerung der Markenkonsistenz. Der gesamte kreative Workflow wurde optimiert, Dateien werden in wenigen Sekunden wiedergefunden, Vertrieb und Geschäftspartner haben jederzeit Zugriff auf neueste Marketing-Materialien. Mehr als 250.000 Objekte mit einem Datenvolumen von etwa sechs Terabyte verwaltet der Landmaschinenhersteller inzwischen. Die DAM-Lösung bietet eine optimale Schnittstelle im Workflow für rund 1.800 Benutzer.

Das Best Practice zeigt, wie Fertigungsunternehmen von digitalen Lösungen sogar in Vertrieb und Marketing profitieren: Es sorgt für eine performante digitale Infrastruktur, die Vertrieb und Marketing bei einer einheitlichen Markenführung beim Bespielen der Multi-Channel-Klaviatur unterstützt. Das Ergebnis: eine positive Customer Experience, die im digitalen „Funnel“ den Umsatz steigert.

Michael Sahlender ist ein Experte für Digitale Transformation und spezialisiert auf Marketing-Technologie und Enterprise Content Management.
Michael Sahlender ist ein Experte für Digitale Transformation und spezialisiert auf Marketing-Technologie und Enterprise Content Management. (Bild: CELUM)

Über den Autor

Michael Sahlender ist ein Experte für Digitale Transformation und spezialisiert auf Marketing-Technologie und Enterprise Content Management. Michael ist seit 2009 bei CELUM an Bord. Er ist Chief Business Officer und Geschäftsführer von CELUM Deutschland.

Über CELUM
CELUM ist ein weltweit führender Cloud-Software Hersteller mit Sitz in Linz. Mit seiner Content Productivity Platform, deren Lösungen von Marketing Project Management über Digital Asset Management bis hin zum Content Marketplace powered by Contidio reichen, optimiert das Unternehmen den kompletten Lebenszyklus von digitalen Inhalten und die Interaktion von Menschen in Teams. CELUM Kunden profitieren durch den hohen Grad an Automatisierung, die Integration in andere Systeme und die hohe Benutzerfreundlichkeit von beschleunigten Marketing- und Kommunikationsprozessen, zusätzlichen Erlösquellen, reduzierten Kosten und steigender Produktivität. Rund 800 Unternehmen in 35 Ländern vertrauen auf CELUM – darunter führende Marken wie 3M, CLAAS, Dior, Do & Co, Hochtief, MAN, Shiseido, Silhouette, T-Mobile, Toshiba, Toyota, voestalpine. CELUM wurde 1999 in Linz gegründet und beschäftigt heute mehr als 100 MitarbeiterInnen an Standorten in Österreich, Deutschland, Frankreich und der Slowakei.

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