E-Commerce Branchenindex Die digitale Modebranche boomt
Deutschland kauft über 50 Prozent mehr Mode mobil ein. Das zeigt der aktuelle E-Commerce Branchenindex. 54 Prozent des Traffics und 42 Prozent aller Käufe kommen bei Fashion-Webshops, der umsatzstärksten E-Commerce-Branche, mittlerweile über mobile Endgeräte.
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Damit legt der Anteil der Verkäufe via Smartphone und Tablet innerhalb eines Jahres um 56 Prozent zu. Der Mobile Traffic wächst in diesem Zeitraum um 20 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt der aktuelle E-Commerce-Branchenindex von intelliAd für das zweite Quartal 2017.
Nicht nur bei Textilien, Schuhen und Co. steigt die Nutzung von Smartphone und Tablet. Erstmals in der Geschichte des Branchenindex, der seit Anfang 2016 erhoben wird, steigt der mobile Traffic in vier der sieben erhobenen Branchen über 50 Prozent: Dazu gehören neben Mode auch die Segmente Kosmetik, Bücher sowie Digitaldruck. „Es wird nicht mehr lange dauern, bis nicht nur der Traffic, sondern auch der M-Commerce in weiteren Branchen mit dem Einkauf via Desktop gleichzieht. Dieser liegt momentan bei durchschnittlich 64 Prozent. Hierauf gilt es nun zu reagieren und für die veränderte Nutzung im Kaufverhalten zugeschnittene Maßnahmen zu treffen“, analysiert Frank Rauchfuß, CEO von intelliAd Media.
Käufe via Mobile Devices
„Entgegen der verstärkten Nutzung mobiler Devices gehen die durchschnittlichen Ausgaben pro Einkauf zurück. Bei den Fashion-Shops lagen im zweiten Quartal 2017 Produkte im Wert von 119 Euro im Warenkorb. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 144 Euro“, analysiert Dr. Christoph Karon, Head of Data Science bei intelliAd. „Unternehmen, die diese Entwicklungen des Kaufverhaltens analysieren und Zusammenhänge erkennen, haben im heißumkämpften E-Commerce Business einen entscheidenden Vorteil. Neben einem überzeugenden, responsiv agierenden Mobilangebot helfen intelligente, automatisierte Lösungen wie der Bid Modifier speziell auf Mobile Shopping zu reagieren – und so den Wert eines jeden einzelnen Interessenten vorab zu erkennen.“
Bei Kosmetikartikeln, ebenfalls ein Liebling der Mobile Shopper, liegen Traffic und Sales (54 bzw. 41 Prozent) nahezu gleichauf mit der Mode. In der Elektronikbranche, dem Segment mit den teuersten Warenkörben, stieg der Mobile Traffic von 19 auf 25 Prozent, bei Büchern von 41 auf 51 Prozent.
Immerhin 35 Prozent kauften auch über Smartphone und Tablet Lesestoff. Spitzenreiter bei den Verkäufen über mobile Endgeräte ist die Sportbekleidung: Hier hat sich der Anteil der mobilen Käufe innerhalb eines Jahres von 29 auf 44 Prozent gesteigert. Weit über die Hälfte des Traffics (58 Prozent) läuft hier mobil.
Zur Methodik
Für die Erhebung untersuchte intelliAd über 1,8 Millionen Online-Käufe in den Branchen Apotheken, Bücher, Digitaldruck, Elektronik, Haus und Garten, Kosmetik und Mode im Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni 2017.
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