Mobile Commerce wird stetig beliebter – auch im B2B Bereich. Immer mehr Käufer nutzen mobile Geräte und Apps für ihre Einkäufe. Die Elektro-Material AG hat diese Entwicklung erkannt und genutzt. Pascal Willi, Leiter Digital bei Elektro-Material AG, gibt einen Einblick in die Entwicklung des hauseigenen Mobile Commerce.
Erfahren Sie von Pascal Willi, Leiter Digital bei Elektro-Material AG, wie auch Sie Mobile Commerce umsetzen und Ihren Kunden den Shop über eine App zugänglich machen können.
Hier und da mal eine Kleinigkeit via Smartphone bestellt. Jeder kennt das sicherlich schon aus dem eigenen Alltag. Aber auch im B2B wird das immer beliebter. Schon 2017 gaben befragte B2B Unternehmen bei einer Studie von Boston Consulting Group mit Google an, dass 80 Prozent der B2B Käufer mobile Geräte bei der Arbeit verwenden. 60 Prozent gaben sogar an, dass das Smartphone bei einem kürzlichen Kauf eine wichtige Rolle gespielt hat. Nach sechs Jahren sind die Zahlen mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar noch gestiegen. Heißt also: Mobile Commerce wird immer wichtiger.
Die Elektro-Material AG, ein auf den Vertrieb von Elektroinstallationsmaterial spezialisiertes Schweizer Großhandelsunternehmen, hat sich intensiv mit dem Thema Mobile Commerce auseinandergesetzt und zeigt sich als Vorreiter auf dem Gebiet. Aber warum ist das Thema Mobile Commerce so wichtig? Worauf kommt es bei einer App an? Und wie hat der Vertrieb auf das Thema reagiert?
Interview mit einem Experten
Wir haben dazu mit Pascal Willi, Leiter Digital bei Elektro-Material AG, gesprochen. Er gibt Einblicke in die Entstehung und Entwicklung ihrer App.
marconomy: Warum habt ihr euch entschlossen auf Mobile Commerce zu setzen?
Pascal Willi: 1998 hatten wir einen der ersten B2B Webshops in unserer Branche. Hier war alles noch sehr rudimentär ohne Preis- und Bestandsanzeige. Aber schon damals wussten wir, dass Mobile Commerce langfristig die Zukunft sein wird.
2014 kamen dann die ersten Gedanken auf, dass wir mit einer App auf den Markt gehen sollten. Eine mobile App zu entwickeln, ist nicht mal eben gemacht. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern konnten wir viel dazu lernen. 2016 haben wir dann den Relaunch mit neuen Partnern und der neuen Elektro-Materia (EM)-App durchgeführt.
marconomy: Was heißt denn mobile Commerce bei euch? Was sind die genauen Funktionalitäten?
Willi: Wir mussten uns 2016 für Folgendes entscheiden: Setzen wir auf ein responsives Design oder setzen wir auf eine native mobile App? Beim Thema Responsive wurden diverse Themen allerdings nicht erlaubt, weshalb wir uns dazu entschieden haben, auf die native App zu setzen. Jetzt haben wir eine Android und eine IOS native App. Heute können wir auf jeden Fall sagen, dass diese Entscheidung die richtige war. Denn die User Experience und die Performance sind sehr gut.
Neben der herkömmlichen Suchfunktion bieten wir auch alle personalisierten Funktionen des Webshops in der App an. Das heißt, die Suche in der App ist identisch mit der Suche in unserem Webshop. Die Scanner-Funktion wird in unserer App mit am häufigsten genutzt. Hierbei kann der Barcode eines Produktes gescannt werden und ist in wenigen Sekunden im Warenkorb. So schaffen wir einfache und gezielte Funktionen, um unsere Kunden zu unterstützen. Das Ziel ist es, dass unsere Kunden schnell und effizient bestellen können.
marconomy: Das Projekt wurde mit Sicherheit nicht von heute auf morgen umgesetzt. Habt Ihr euch externe Unterstützung geholt?
Willi: Wir selbst haben keine eigenen Entwicklungsressourcen. Dementsprechend arbeiten wir mit Partnern zusammen, die uns mit ihrer Skalierbarkeit und ihrem Know-how unterstützen.
Grundsätzlich ist es so, dass die Themen Design, Konzeption und die Idee der Funktion, intern bearbeitet werden. Alles rund um die Entwicklung und das technische Know How überlassen wir dann gerne unseren Partnern und haben Vertrauen, dass sie das Ganze gut umsetzen.
Zwischenzeitlich haben wir auch den Partner gewechselt. Mit dem ersten Partner haben wir 2014 angefangen zusammen zu arbeiten. Das hat aber von beiden Seiten nie so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben. Deshalb sind wir 2016 zu einem Schweizer Partner gewechselt, der ganz in der Nähe unseres Büros ist. Durch die Nähe und das gleiche Verständnis für die Schweizer Kunden, konnten wir die Themen sehr effizient und mit einem sehr hohen Kundenfokus entwickeln.
marconomy: Wie hat der Vertrieb auf die App reagiert?
Willi: Das war sehr gemischt. Die einen waren begeistert und sagten, das Ganze hätte schon viel früher auf den Markt kommen können. Die anderen waren der Meinung, dass wir die App nie brauchen und damit keinen Umsatz generieren werden.
Ich denke, ein wichtiger Aspekt im E Commerce ist, dass intern kommuniziert wird. Und dabei ist es egal, ob über das Thema Mobile oder Desktop. Wir wollten nie einen Kanal schaffen, der irgendwo etwas wegnimmt. Wir wollen den Kunden eine Möglichkeit bieten, die es ihnen vereinfacht, bei Elektro-Material zu bestellen.
Aber wie werden die Personas im Elektrobereich definiert? Welche Daten werden gesammelt? Und wie wird Content innerhalb einer App dargestellt? Mehr dazu hat Pascal Willi bei marconomy Moderatorin Alicia Weigel im B2B Hero Podcast erzählt. Neugierig?
Stand: 08.12.2025
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Dann hören Sie gleich rein:
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Das erwartet Sie in dieser Folge:
Ab Minute 03:25: Mobile Commerce – warum?
Ab Minute 05:25: Die Funktionalitäten von Mobile Commerce
Ab Minute 07:08: Externe Unterstützung
Ab Minute 09:26: Vorbilder des Mobile Commerce
Ab Minute 10:40: Kundenbefragung
Ab Minute 11:48: Personas im Elektrobereich
Ab Minute 13:40: Die Reaktion des Vertriebs
Ab Minute 16:28: Vermarktung einer App
Ab Minute 18:18: Content für die App
Ab Minute 19:00: Die Sammlung von Daten
Ab Minute 20:42: Zuständigkeit der App
Ab Minute 22:34: Die drei wichtigsten Learnings
Ab Minute 23:24: Blick in die Zukunft
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